Sport & Bewegung

Fitness-Tracker für Teenies? So entscheiden Sie richtig

Sie begleiten uns wortwörtlich auf Schritt und Tritt: der Fitness-Tracker, der mehr als nur einen Schrittzähler ist. Aber helfen diese Gadgets dem Kind auch zu einer gesunden Lebensweise? Ein paar Tipps für Eltern.

In den letzten Jahren sind sie immer beliebter geworden: Fitness- oder Activity-Tracker. Dem Siegeszug dieser smarten Fitness-Armbänder ist kaum noch Einhalt zu gebieten. Auch vor Jugendlichen macht diese Entwicklung nicht Halt. Beliebt sind die Geräte bei Teenagern besonders dann, wenn noch unzählige weitere Funktionen hinzukommen. Wünscht sich auch Ihr Teenager eine digitales Fitnesstracking-Gerät, doch Sie sehen Sinn und Zweck darin nicht? Oder fragen Sie sich, welche Marke und welches Modell für Ihren Teenie geeignet ist? Wir klären auf.

Fitness-Tracker: ja oder nein?

Falls der Teenie nicht mehr aufhört nach so einem Fitness-Armband zu fragen, sollten Sie als Eltern sich erstmal genauer nach seinen Beweggründen erkundigen. Warum will es eine Garmin, Apple Watch oder Fitbit? Kann das Training in der Freizeit dadurch verbessert werden? Wichtig sollte hier sein, dass sich Ihr Nachwuchs keinem Gruppenzwang ausgesetzt fühlt, denn das wäre ein falscher Grund für den Kauf. Schliesslich will man kein Produkt, das letztendlich zusammen mit allen anderen Trendartikeln im Regal verstaubt. Reden Sie mit dem Nachwuchs daher am besten darüber und schauen oder lesen Sie den einen oder anderen Testbericht über das persönliche Wunschmodell.

Motivation für eine gesunde Lebensweise

Fitness-Tracker können viel mehr als nur den Puls aufzeichnen und schick aussehen. Neben einem Schrittzähler bieten sie eine Reihe weiterer nützlicher Funktionen: Schlaf-Tracking, Wecker und Anregung zu mehr Aktivität im Alltag. Der letzte Punkt überzeugt. Es liegt wohl auch im Interesse der Eltern, dass der Nachwuchs zu mehr Bewegung animiert wird. Zudem sind viele Fitness-Tracker mit Apps verbunden, die weitere nützliche Funktionen wie ein Menstruationstracking für Mädchen oder Tipps für eine gesunde Ernährung bieten.

Nützliche Informationen

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Worauf Sie beim Kauf eines Fitness-Trackers achten sollten

Beim Kauf des Produkts kann man sich zusammen mit dem Teenie im Laden beraten lassen. Damit der Kauf zum Erfolg wird und Sie dem Verkäufer die richtigen Fragen stellen können, sollten Sie auf folgende vier Punkte achten:

1. Kategorie

Bei der Auswahl von Produkten ist man schnell einmal überfordert. Führende Marken wie Polar, Fitbit oder Samsung bieten Produkte an. Unter der Kategorie der sogenannten «Wearables» sind neben Fitness- oder Activity-Trackern auch Smartwatches wie Apple zu finden. Diese sind oftmals einer normalen Uhr ähnlich, besitzen einen Touchscreen, bieten eine Anruffunktion und die Möglichkeit Apps darauf zu installieren. Fitness-Tracker können das nicht und sind daher meist günstiger und für den Alltag inkl. Sport konzipiert. Für die meisten Menschen, die etwas Gutes für ihre Gesundheit tun wollen, sind sie damit ausreichend und bieten eine clevere Ergänzung zum Smartphone. Der Übergang von der Smartwatch zum Aktivitäts-Tracker ist aber oft fliessend.

2. Funktionalität

Stimmen Sie mit Ihrem Nachwuchs vor dem Kauf ab, welche Fähigkeiten der Fitness-Tracker haben sollte. Will der Teenie damit seine Schlafqualität verbessern oder eine bestimmte Anzahl an Kilometern pro Tag zurücklegen – sei es zu Fuss, im Wasser oder auf dem Velo? Fast allen Artikeln in diesem Bereich ist beispielsweise ein Schrittzähler gemein, aber nicht alle Modelle bieten eine GPS-Funktion an. Man sollte sich die Wahl gut überlegen, denn ein komplexes Gerät ist nicht nur teurer, sondern kann den Besitzer sogar vom Gebrauch abschrecken und keine lange Akkulaufzeit haben. Der beste Fitness-Tracker ist schliesslich derjenige, der auch benutzt wird.

3. Kompatibilität

Manche Activity-Tracker erfordern eine zugehörige App oder gar eine Software. Informieren Sie sich vor dem Kauf darüber und prüfen Sie, ob sich die nötigen Applikationen auf dem Computer oder Handy Ihres Kindes nutzen lassen. Besonders ältere Smartphones könnten Kompatibilitätsprobleme haben oder die zugehörige App gar nicht erst ausführen bzw. herunterladen.

4. Zubehör und Material

Für gewisse Funktionen ist zusätzlich zum Fitness-Tracker weiteres Zubehör nötig. So bietet zum Beispiel nicht jedes Modell eine Messung der Herzfrequenz am Handgelenk an. Es kann sein, dass man, um diese Funktion zu nutzen, einen Brustgurt kaufen muss. Achten Sie zudem auf das Material des Armbandes: Einfache Silikonarmbänder sind für den Alltag zwar passend, aber nicht atmungsaktiv und können bei starker Schweissbildung zu Hautrötungen führen. Informieren Sie sich zudem schon vor dem Kauf, welche Ersatzbänder es gibt.

Den Spass beim Ganzen nicht vergessen

Behalten Sie schliesslich ein wenig im Auge, wie Ihr Kind sein Fitness-Armband nutzt. Ein neues Gerät ist zwar schön und gut, doch als Eltern sollte man schauen, dass sich der Jugendliche nicht ganz in der virtuellen Welt verliert. Der Sport sollte immer noch Spass machen, in gesundem Mass ausgeübt werden und nicht nur ein Mittel sein, um virtuelle Punkte zu erzielen.

Foto: Getty Images

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