Eine Vater-Tochter-Rundreise quer durch die Schweiz, Enkelkinder, ein gemütlicher Jassnachmittag oder ganz einfach Zeit: Lesen Sie, was sich unsere Väter zum Vatertag wünschen.

Stipo Markovic
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«Enkelkinder. Ich bin jetzt 63 Jahre alt, ich bin bereit!»

Stipo Markovic, Bonstetten ZH, Schlosser, Vater von drei Söhnen

Marco Masetta
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«Freiheit! Eine ganze Woche Ferien, ich ganz alleine. Vorausgesetzt, meiner Familie geht es gut.»

Marco Masetta, Zürich, Coiffeur, Vater von zwei Töchtern

Sandro Poffa
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«Ich möchte Zeit für mich haben. Einen ganzen Tag lang. Oder einen Nachmittag.»

Sandro Poffa, Zürich, Marketing Manager, Vater von zwei Söhnen 

Avni Rexhepi
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«Ich wünsche mir mehr Zeit mit meinen Kindern. Im Corona-Jahr musste ich bei der Arbeit viel einspringen. Es tut mir weh, so viel zu verpassen zu Hause.»

Avni Rexhepi, Basel, Detailhandelsassistent, Vater von zwei Töchtern

Michael Ender
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«Ich wünschte mir, dass meine Familie den Vatertag kennen würde. Im Ernst: Meine Töchter sollen zu selbständigen Mädchen heranwachsen.»

Michael Ender, Niederwil AG, Business Development Manager, Vater von zwei Töchtern

Kilian Wyss
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«Meine Tochter liebt Züge. Es wäre toll, einen ganzen Tag zusammen unterwegs zu sein. Wir würden mit dem Postauto, dem Zug und dem Schiff die Schweiz erkunden.»

Kilian Wyss, Oberbalm BE, Bauer und Schreiner, Vater einer Tochter

Mirko Buri
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«Ich arbeite viel und wünsche mir einen Tag mit der Familie, den wir bewusst erleben und geniessen. Auf das Abendessen, das meine Frau und mein Sohn jeweils zum Vatertag für mich planen, freue ich mich. Natürlich helfe ich dann auch mit, das kann ich nicht lassen.»

Mirko Buri, Köniz BE, Koch, Vater eines Sohns

Christopher Kohler
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«Wieder einmal Zeit mit meiner Frau alleine zu verbringen, wäre schön. Am liebsten ein Wellnesswochenende zu
zweit.»

Christopher Kohler, Boppelsen ZH, Versicherungsberater, Vater einer Tochter

Klaus Peter Roehl
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«Da meine Töchter in Deutschland leben und es im Moment nicht möglich ist, zusammen den Tag zu feiern, feiere ich ihn mit meinen Männerfreunden auf einer Velotour. Inklusive anschliessendem BBQ.»

Klaus-Peter Roehl, Zürich, Wirtschaftsinformatiker, Vater zweier erwachsener Töchter

Walter Siegenthaler
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«Ich wünsche mir einen gemütlichen Jassnachmittag mit meinen Kindern. Bei einem Schieber das Zusammensein geniessen. Egal wann – ich habe viel Zeit und kann problemlos irgendeinen Tag zum Vatertag deklarieren.»

Walter Siegenthaler, Burgdorf BE, Rentner, Vater einer Tochter und eines Sohns

Christoph Loetscher
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«Eine glückliche und gesunde Familie. Und ein Lebensumfeld für meine Kinder, in dem sie sich ihren Kinderwunsch eines Tages auch erfüllen können, wenn sie das denn wollen.»

Christoph Loetscher, Zürich, Architekt, Vater einer Tochter und eines Sohns

«Ein guter Vater muss keine Kopie der Mama sein»

Interview mit Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm 

Margrit Stamm
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Margrit Stamm, was braucht es, damit ein Vater ein guter Vater ist?

Ein guter Vater muss kein Superdaddy und auch nichts Spektakuläres oder sogar eine Kopie der perfekten Mama sein. Für beide gilt: «Hinreichend gut» genügt vollauf. Ein solcher Vater ist kein Zaungast, sondern ein engagierter Beteiligter. In Erziehung und Förderung der Kinder spielt er eine wichtige und emotionale Rolle, auch als Modell. Er wertschätzt die Leistungen der Partnerin und zieht mit ihr am gleichen Strick. Die häusliche Präsenz spielt eine untergeordnete Rolle. Auch Vollzeit berufstätige Väter können eine engagierte Vaterschaft praktizieren.

Wie müssen Mütter sein, damit Väter gute Väter sein können?

Mütter sollten bereit sein, dem Partner zu Hause Autonomie und Zuständigkeiten zu überlassen und zu lernen, die eigenen Einflusszonen herunterzufahren. Die oft unbewusst markierte Überlegenheit begünstigt die geringere Beteiligung der Väter. Und dies wiederum bestärkt das Vorurteil, dass diese nicht motiviert genug oder für Haushalt und Kinderbetreuung zu wenig begabt seien.

Was wünschen Sie sich zum Vatertag?

Erstens mehr Wertschätzung von Vätern! Väter werden zu einseitig an ihrer häuslichen Präsenz gemessen. Viele von ihnen engagieren sich jedoch facettenreicher für Frau und Kind, als wir dies wahrhaben wollen. Zweitens, dass Führungskräfte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als betriebliche Selbstverständlichkeit verstehen und sowohl Väter als auch Mütter aktiv unterstützen. Drittens, dass Familienpolitik auch Väterpolitik wird. Viertens, dass Väter und Mütter ihren Söhnen Fürsorge lehren.

Buchtipp Margrit Stamm: «Neue Väter brauchen neue Mütter. Warum Familie nur gemeinsam gelingt», Piper, 2018; Fr. 27.90 bei exlibris.ch