Körperpflege

Sommerteint durch Selbstbräuner – ist das gesund?

Ihr Teenie wünscht sich einen ganzjährigen Sommerteint und greift dafür zum Selbstbräuner. Eine gute Idee? Hier erfahren Eltern alles über Bräunungscremen.

Zart gebräunte Sommerhaut entspricht dem Schönheitsideal vieler Teenager. Ein gebräunter Teint macht so auch den Anschein, als hätte man erst kürzlich sonnige Ferien am Strand verbracht und lässt zusätzlich die Muskeln bei einem sportlichen Körper besser zur Geltung kommen. Viele Jugendliche greifen deswegen zum Selbstbräuner, da dieser im Winter die fehlende Bräune der Haut ersetzt und im Sommer der Bräune nachhilft. Doch wie harmlos ist das Hilfsmittel zum Sommerteint? Wir erklären, wann Bräunungscreme für Teenager geeignet ist und wie man das beste Ergebnis erzielt.

Was ist Selbstbräuner eigentlich?

Ein Selbstbräuner ist ein kosmetisches Produkt, welches der Haut eine natürliche Bräune verleiht, ohne sich dafür für eine längere Zeit direkten Sonnenstrahlen aussetzen zu müssen. Der enthaltene Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA) verbindet sich nach dem Auftragen mit Proteinen in der oberen Hautschicht und löst eine chemische Reaktion aus. Dabei entsteht ein Farbstoff, der die Haut braun färbt. Meist ist das Ergebnis bereits nach wenigen Stunden sichtbar.

Anders als bei sonnengebräunter Haut hält die Bräune aus der Tube aber nur kurz an. Nach maximal fünf Tagen beginnt die Haut wieder zu verblassen. Denn der Selbstbräuner wirkt lediglich oberflächlich.

Ist Selbstbräuner für Jugendliche geeignet?

Generell gilt: Selbstbräuner gehört nicht auf Kinderhaut. Tritt Ihr Kind ins Teenager-Alter ein, steht einer Verwendung grundsätzlich jedoch nichts mehr im Wege. Leidet Ihr Nachwuchs an Hautkrankheiten wie Ekzemen oder Neurodermitis, empfiehlt es sich, auf den Gebrauch zu verzichten. Allergiker gleichen am besten vor der Anwendung die Inhaltsstoffe mit ihrem Allergieausweis ab oder besprechen sie mit einer Fachperson.

Ist Selbstbräuner schädlich für die Gesundheit?

Werden Selbstbräuner richtig angewendet, sind sie nicht gefährlich. Das bedeutet, dass sie nur wie auf der Verpackung angegeben verwendet werden sollten – nämlich, indem sie nicht auf die Schleimhäute aufgetragen oder inhaliert werden und indem auf die Mindesthaltbarkeitsdaten geachtet wird. 

Erwähnenswert ist, dass der Inhaltsstoff DHA in der Haut unter Sonnenstrahlung verstärkt freie Radikale entstehen lassen kann. Freie Radikale sind ein natürliches Zwischenprodukt unseres Stoffwechsels und in unseren Zellen enthalten. Jedoch können sie in Verbindung mit den falschen Stoffen eine aggressive Reaktion auslösen. Dieser Effekt wird im Selbstbräuner durch die Zugabe von weiteren Inhaltsstoffen gemindert – auch weil DHA nur direkt nach der Anwendung für ganz kurze Zeit auf der Haut vorliegt. Deshalb ist DHA bei einer so geringen Konzentration, wie sie heutzutage in moderneren Formulierungen verwendet wird, unbedenklich.

Nützliche Informationen

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Selbstbräuner-Produkte im Überblick – welches passt?

Ist Ihr Kind überzeugt, ein Bräunungsprodukt verwenden zu wollen und Sie haben dem zugestimmt, ist Folgendes wichtig: Für den Anfang sollte Ihr Teenie das Produkt nur sparsam anwenden und an einer typischerweise bedeckten Stelle ausprobieren. So lässt sich Schritt für Schritt eine natürliche Bräune aufbauen. Welches Produkt Ihr Teenie fürs Self-Tanning verwendet, bleibt seinen Vorlieben überlassen. Die wichtigsten Merkmale zu den Produkten:

Selbstbräunungslotion: Selbstbräunungslotionen lassen sich wie eine Bodylotion auftragen. Das macht sie ideal für Einsteiger, da die Anwendung vertraut ist. Bräunungslotionen sind zudem besonders reichhaltig, was sie perfekt für trockene Haut macht.

Selbstbräuner fürs Gesicht: Möchte Ihr Teenager auch seinem Gesicht eine Sommerbräune verpassen, kann er grundsätzlich das gleiche Produkt verwenden wie für den Körper. Jedoch ist die Haut im Gesicht meist empfindlicher. Daher benutzt Ihr Teenie am besten eine aufs Gesicht abgestimmte Bräunungscreme.

Braun werden dank Sonnencreme mit Bräunungsaktivator

Im Sommer ist Sonnencreme mit natürlichem Bräunungsaktivator eine Alternative zum Selbstbräuner. Diese schützt die Haut vor UV-Strahlen und regt die hauteigene Melanin-Produktion an. So wird die Haut beim Sonnenbaden schneller braun.

In fünf Schritten schöner braun werden

Das Auftragen von Selbstbräuner will gelernt sein. Anfängern passiert schon mal ein fleckiges Malheur – und der Frust Ihres Teenies wird dementsprechend gross sein. Mit der richtigen Vorgehensweise steht einer schönen und streifenfreien Bräune jedoch nichts im Wege.

  1. Mithilfe eines Peelings sanft abgestorbene Hautschüppchen entfernen. Raue Körperstellen wie Knie, Ellenbogen und Ferse besonders sorgfältig peelen.
  2. Danach den Körper mit einer dünnen Schicht Bodylotion einreiben. Die Lotion versorgt die Haut optimal mit Feuchtigkeit und verhindert, dass sich der Selbstbräuner in trockenen Hautstellen absetzt und für ein fleckiges Ergebnis sorgt.
  3. Den Selbstbräuner in gleichmässigen, kreisenden Bewegungen auf die Haut auftragen. Am besten Abschnittsweise arbeiten, so wird keine Körperstelle vergessen.
  4. Nach dem Auftragen sofort gründlich die Hände waschen. Damit vermeidet Ihr Teenie, dass die Handinnenflächen sich ebenfalls verfärben.
  5. Jetzt heisst es: Warten. Dem Produkt vor dem Ankleiden mindestens 30 Minuten Zeit geben, um vollständig einzuziehen. Besonders auf hellen Textilien kann Selbstbräuner sonst hartnäckige Verfärbungen hinterlassen.

Achtung: Auch wenn die Haut nun gebräunt aussieht, ist sie noch genauso empfindlich für UV-Strahlung. Machen Sie Ihrem Teenie klar: Bräunungscreme schützt nicht vor Sonnenbrand! Wie Sie sich vor Sonnenbrand schützen, erfahren Sie hier.

Sonnenbaden – nur mit dem richtigen Schutz! Die besten Tipps rund um Sonnencreme, Sonnenmilch und Co. lesen Sie hier.

Braun werden und braun bleiben

Damit die Bräune möglichst lange hält, sollte Ihr Teenie am besten nicht zu heiss baden oder duschen und dabei auf milde Duschgels zurückgreifen. Wer sich ausserdem im Anschluss mit Feuchtigkeitslotion eincremt, hat länger etwas von dem Bronze-Teint.

Foto: Getty Images

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