Körperpflege

Haarpflege für schöne Haare: Tipps für Jugendliche

Glänzende, dichte, schöne Haare – welcher Teenager möchte das nicht? Diese Tipps zur Haarpflege helfen Mädchen ebenso wie Jungen.

Im Teenageralter ist das eigene Aussehen für viele ein wichtiges Thema, für Mädchen ebenso wie für Jungen. Dünne Haare, fettige Strähnen oder Schuppen können Jugendliche deshalb stark beschäftigen. Doch da die hormonellen Veränderungen im Körper Auswirkungen auf die Kopfhaut haben, sind Haarprobleme in diesem Alter recht verbreitet. Glücklicherweise kann die richtige Haarpflege viel bewirken.

Haarpflege beginnt beim Waschen der Haare

Viele Jugendliche waschen ihre Haare jeden Tag, aus Angst, sie könnten sonst ungepflegt wirken. Diese Sorge können Sie Ihrem Teenie nehmen. Denn tägliches Shampoonieren ist selbst bei fettigen Haaren nicht nötig, drei bis vier Mal pro Woche reichen völlig aus. 

Wäscht Ihr Sohn oder Ihre Tochter sich nämlich zu häufig die Haare, regt dies die Talgproduktion der Kopfhaut an. Die Folge: Das Haar wird noch schneller fettig. Daher ist es wichtig, zwischendrin eine Waschpause einzulegen. Sieht das Haar nicht mehr ganz so frisch aus wie am ersten Tag der Haarwäsche, lässt das Zusammenbinden der Haare zu einem Zopf oder einer Flechtfrisur die Haare gepflegter erscheinen.

Trockenshampoo für den Frischekick

Ist für Ihren Teenie ein tägliches Frischegefühl unverzichtbar, kann zwischen den Haarwäschen auf Trockenshampoo zurückgegriffen werden. Das Shampoo aus der Sprühdose wird aufs trockene Haar gesprüht und zaubert nach dem Ausbürsten einen frischen Haaransatz und mehr Volumen – eine wahre Wunderwaffe! Für jeden Haartypen gibt es das passende Trockenshampoo: für helles und dunkles, dünnes und dickes sowie fettiges und trockenes Haar. 

Nützliche Informationen

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Für schöne Haare: Erst Shampoo, dann Pflegespülung

Shampoo reinigt Haare und Kopfhaut gründlich von Talg, Schweiss, abgestorbenen Hautzellen und Verschmutzungen. Doch oft fühlen sich die Haare danach rau und verknotet an – besonders lange und dicke Haare bedürfen weiterer Pflege. 

Trifft das auf Ihren Teenie zu, kann als zweiter Schritt der Haarwäsche eine Pflegespülung, auch Conditioner genannt, verwendet werden. Diese versiegelt die äussere Haarschicht und macht das Haar glänzend und geschmeidig. Zudem lässt es sich dadurch leichter kämmen, was Haarschäden beim Entwirren vorbeugt.

So wird die Pflegespülung angewendet:

  • Haare nach dem Waschen mit Shampoo leicht ausdrücken.
  • Je nach Haarlänge 1 bis 2 wallnussgrosse Portionen Pflegespülung in die feuchten Haare einmassieren oder mit einem Kamm verteilen. Dabei den Haaransatz auslassen.
  • 1 bis 2 Minuten einwirken lassen, anschliessend mit lauwarmem Wasser auswaschen.

Soll es morgens beim Duschen schnell gehen? Leave-In Conditioner massiert man nach dem Haarewaschen in die Haare ein – und lässt ihn dann einfach drin. Das macht die Haare leicht kämmbar und bereitet sie optimal auf weiteres Styling vor, zum Beispiel mit dem Föhn oder mit dem Glätteisen.

Haarkuren für die Extraportion an Haarpflege

Stylingprodukte, Föhnhitze und Sonneneinstrahlung können das Haar trotz gewissenhafter Pflege spröde aussehen lassen. Abhilfe schafft eine Haarkur, auch Haarmaske genannt. Die reichhaltige Rezeptur wird einmal pro Woche zwischen Shampoo und Spülung ins Haar einmassiert und repariert es von innen heraus. Halten Sie sich dabei an die auf dem Produkt angegebene Einwirkzeit.

Hat Ihr Teenie kurze, dünne oder fettige Haare, sollte die Anwendung nicht übertrieben werden. Bei dicken und langen Haaren hingegen darf auch zweimal wöchentlich zur Haarkur gegriffen werden.

Achtung bei nassen Haaren

Wer die Haare nach dem Waschen mit dem Handtuch trockenrubbelt oder einen sogenannten «Handtuch-Turban» macht, läuft Gefahr, dass sie brechen oder rau und glanzlos werden und an Feuchtigkeit verliert. Schonender ist es, wenn Ihr Kind die nassen Haare mit den Händen ausdrückt. Und noch etwas: Nasse Haare sollten nie gekämmt werden, da die Schuppenschicht weit geöffnet ist und eine Bürste Schaden anrichten könnte.

Haarpflege ist individuell

So unterschiedlich Haare sein können, so verschieden ist auch die Pflege, die ihnen guttut. Die richtige Haarpflege ist abhängig von:

  • der Haarstruktur: Sind die einzelnen Haare fein, normal oder dick?
  • dem Haartyp: Sind die Haare glatt, wellig oder lockig?
  • dem Zustand der Haare: Sind sie gesund, fettig, trocken, strapaziert oder gefärbt?

Hier finden Sie Tipps und Tricks zur Haarpflege der verschiedenen Haartypen. 
 

Dünne oder feine Haare

Sind die einzelnen Haare fein und dünn, glänzen sie zwar in der Regel schön, haben jedoch wenig Volumen. Das hilft:

  • Dünne Haare brauchen Pflegeprodukte mit einer leichten Formel. Diese pflegen, ohne die Haare zu beschweren.
  • Es gibt extra Volumen Shampoos oder Produkte für feines Haar.
  • Sprüht Ihr Kind Trockenshampoo oder Haarspray von unten in den Ansatz der Haare, erhält dieses mehr Standkraft. Auch Volumen-Schaumfestiger kann helfen.
  • Wunder können auch spezielle Thickening-Seren leisten, die das Wachstum der Haare beschleunigen.

Lockige Haare

So schön lockige Haare auch sind, so schwierig ist es manchmal, sie in den Griff zu bekommen und zu pflegen. Zudem reagieren sie stark auf äussere Einflüsse wie trockene Luft oder Wetterbedingungen. Das ist wichtig bei der Pflege:

  • Feuchtigkeitsspendende Shampoos und Spülungen schützen die Haare vor dem Austrocknen.
  • Regelmässige Haarkuren sind besonders wichtig bei lockigen Haaren.
  • Zum Entwirren der Haare eignet sich ein grobzinkiger Kamm.
  • Auch Lockencremes oder Lockenschaum sind hilfreich
     

Afro Haare

Hat Ihr Teenie Afro Haar, braucht es eine ganz spezielle Haarpflege. Oft neigen naturkrause Haare zu Trockenheit und sind schwer zu bändigen. Das hilft:

  • Naturkrauses Haar muss lediglich einmal die Woche gewaschen werden. Reichhaltige Shampoos, Haarkuren und Spülungen sorgen für die nötige Pflege.
  • Zur Vorbereitung aufs Waschen entwirrt man die Haare zunächst mit einem groben Kamm. Ziept dies zu sehr, helfen Leave-in-Conditioner oder Haaröl.
  • Nach dem Waschen kann abermals feuchtigkeitsspendender Leave-in-Conditioner verwendet werden. Zudem lässt Ihr Teenie die Haare am besten an der Luft trocknen.
  • Um Haarbrüche und Verfilzungen während des Schlafens zu vermeiden, kann Ihr Teenie die Haare in ein Seidentuch einbinden.

Fettige Haare

Schnell nachfettende Haare entstehen, wenn die Kopfhaut zu viel Talg produziert. Dies ist gerade bei Jugendlichen in der Pubertät keine Seltenheit. 

Damit es gar nicht zur übermässigen Talgproduktion kommt:

  • Lauwarmes Wasser und ein mildes, entfettendes Shampoo mit Kräuterextrakten reduzieren die Fettbildung und wirken beruhigend auf die Kopfhaut.
  • Beim Haarwaschen ganz sanft die Kopfhaut massieren - dies hilft, um die Talgdrüsen ein bisschen zu leeren.
  • Die beste Sofort-Hilfe bei fettigem Haar sind Trockenshampoos. 
  • Das Haar Ihres Teens sollte so oft wie möglich frische Luft abbekommen. Das Tragen von Kopfbedeckung sollte vermieden werden. Und nicht zu oft mit den Händen durch die Haare fahren!

Trockene oder strapazierte Haare

Häufig sind es äussere Einflüsse, welche die Haare austrocknen und strapazieren, zum Beispiel die Sonne oder trockene Heizungsluft. Die Haare wirken dann stumpf und glanzlos, strapazierte Haare neigen zudem zu «Gäbeli» und Haarbrüchen. Das hilft:

  • Glanz-Shampoos und -Spülungen geben dem Haar seinen Schimmer zurück.
  • Auch die Auswahl an intensiven Repair Shampoos und Pflegespülungen und Produkten für strapaziertes oder trockenes Haar ist gross.
  • Die regelmässige Anwendung von Conditioner ist wichtig.
  • Wöchentliche Haarkuren oder Haaröle versorgen die Haare mit Feuchtigkeit und Nährstoffen.
  • Die Haare am besten mit lauwarmem Wasser waschen.
  • Beim Föhnen ist Vorsicht geboten: Die niedrigste Stufe verwenden und den Föhn mindestens 20 Zentimeter vom Kopf weghalten.

Colorierte Haare

Hat Ihr Teenie seine Haare gefärbt? Dann sind vor allem eine lang anhaltende Farbe und ein schöner Glanz wichtig. So gelingt es:

  • Colorierte Haare brauchen spezielle Pflegeprodukte, damit der Farbglanz erhalten bleibt. Die entsprechenden Shampoos und Spülungen sind meist mit «Color Protect» oder einfach «Color» bezeichnet.
  • Damit die Farbe nicht verblasst, müssen die Haare vor der Sonne geschützt werden. Das ist möglich durch Shampoos mit integriertem UV-Schutz oder UV-Sprays für die Haare.

Haarpflege gegen Schuppen und juckende Kopfhaut

Die Ursache von Problemen mit der Kopfhaut – wie Schuppen oder Juckreiz – liegt oft in der falschen Haarpflege. Leidet Ihr Kind darunter, überlegen Sie gemeinsam: Wäscht es die Haare sehr häufig? Oder ist das Shampoo vielleicht nicht das richtige? Bei juckender Kopfhaut hilft es oft schon, die Haare nur noch jeden zweiten Tag zu waschen und dafür ein mildes Shampoo für empfindliche Kopfhaut zu verwenden. Um Schuppen loszuwerden, gibt es spezielle Anti-Schuppen-Shampoos.

Haben Sie das Gefühl, Ihr Kind sei gestresst? Auch Stress kann juckende Kopfhaut auslösen und Schuppen begünstigen. Suchen Sie in diesem Fall das Gespräch mit Ihrem Teenie: Wie geht es ihr oder ihm? Wie lässt sich das Stressempfinden reduzieren? Was kann an der Situation geändert werden?

Werden starke Schuppen trotz der Pflege mit einem Anti-Schuppen-Shampoo nicht besser, lohnt sich ein Besuch beim Arzt. Denn in seltenen Fällen können Schuppen auf eine Hautkrankheit hindeuten.

Foto: Getty Images

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