Babyalltag

Hier fühl ich mich wohl: Inspiration und Ideen für die Gestaltung des Kinderzimmers

Kleinkinder spielen zu Beginn am liebsten in der ganzen Wohnung. Doch irgendwann dreht der Wind: Die Kinder wünschen sich ihr eigenes kleines Reich. Wie können Eltern das Kinderzimmer gemütlich, praktisch und gleichzeitig inspirierend einrichten und gestalten?

Nützliche Informationen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Kinder wollen und brauchen irgendwann ihren eigenen Bereich.
  • Kinderbett, Schreibtisch, Schrank: Das Kinderzimmer sollte Raum für alles Wichtige bieten
  • Die richtigen Möbel: Alles darin sollte für Kinder selbst erreichbar sein.
  • Vorsicht Reizüberflutung: Achte darauf, dass du den Raum nicht überladest.

Die Zeit wird reif für ein eigenes richtiges Kinderzimmer, wenn du beobachtest, dass dein Kind immer häufiger alleine spielt, sich auch mal in eine Ecke mit einem Stickerbuch oder einer Puppe verkriecht. Die Babysachen kannst du nun mit einer für Kleinkinder geeigneten Einrichtung austauschen, die den gewachsenen Bedürfnissen gerecht werden. Doch auf was sollen Eltern dabei achten? Was ist wichtig, wenn man den Raum einrichtet und gestaltet? Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht und stellen dir hier unsere Ideen vor.

Inspiration fürs neue Kinderzimmer

1. Das richtige Kinderbett

Das Babybett ist zu klein geworden. Dann hast du zwei Möglichkeiten. Entweder investiere in ein sogenanntes Juniorbett, das aber auch irgendwann zu klein werden wird oder du machst Platz für ein Bett in Standardgrösse (90/200 cm). Ein wichtiger Tipp: Stelle das Bett an die Wand und bringe auf der anderen Seite einen Schutz an, damit das Kind nicht herausfallen kann.

Manche Kinder sind stolz darauf, nun ein eigenes grosses Bett zu haben, andere fühlen sich angesichts der Grösse etwas verloren. Da hilft vielleicht ein festes Polster am Fussende oder ein paar Plüschtiere am Rand, um eine geborgene Atmosphäre zu schaffen. Hochbetten sind im Alter von zwei Jahren noch keine Option. Erst mit etwa sechs Jahren, so empfehlen Experten, sind diese für Kinder geeignet. Wichtig ist auch die richtige Unterlage. Die Matratze sollte nicht zu weich gewählt werden, damit die Wirbelsäule eine gute Stütze hat. Der Oberkörper sollte nicht mehr als zwei Zentimeter einsinken. Ein abnehmbarer Bezug kann dann praktisch sein, wenn das Kind gerade anfängt, keine Windeln mehr zu tragen.

2. Der Schrank, in dem alles Platz hat

Möchten Eltern im Kinderzimmer einen Schrank aufstellen, sollten sie darauf achten, dass er stabil steht und womöglich von hinten an der Wand befestigt ist. Eine gute Idee ist es, auf abwaschbare Oberflächen zu achten – wer weiss, welche Farbkleckse und Striche er abbekommen könnte. Auch hier gilt: Vielleicht darf es gleich eine Schrankgrösse sein, in die auch noch die Kleider eines Teenagers hineinpassen können.

3. Stauraum: Platz für alles Wichtige

Über die Kinderjahre sammeln sich schnell viele Spielsachen an, die abends jeweils am besten übersichtlich geordnet und verstaut werden – in Truhen, Kisten, Säcke, Schachteln, Regale. Diese sollten nicht zu klein sein. Unser Tipp: Besonders praktisch sind auch Kisten auf Rollen. Die lassen sich beim Aufräumen schnell unter den Schreibtisch oder in Ecken schieben und schon ist Ordnung im Zimmer.

4. Das richtige Licht

Lichterketten sind eine schöne Idee, wenn es im Kinderzimmer gemütlich werden soll, am Abend zum Vorlesen vor dem Schlafengehen zum Beispiel. Am Bett selbst steht am besten eine nicht sehr helle Nachttischlampe. Und an der Decke über dem Bett laden fluoreszierende Sterne und Monde ins Traumland ein. Doch zum Spielen ist eine gute Ausleuchtung des Raums mit hellem Licht – vor allem für düstere Herbst- und Wintertage, in denen die Kinder mehr im Haus spielen – wichtig. Unser Tipp: Von Stehlampen mit langen Kabeln ist abzuraten, weil sich die Kinder verheddern und die Lampe umreissen könnten. Achtung Verletzungsgefahr!

 

Schritt für Schritt zum perfekten Zimmer für dein Kind

1. Mit Kinderaugen sehen

Versuche die Welt so zu sehen wie dein Kind und gestalte den Raum danach: Wie sieht die Einrichtung aus Kindergrösse und mit Kinderdimensionen aus? Ist etwas zu hoch, zu niedrig, zu spitz, zu gross, zu grell? Ist alles übersichtlich? Sollte man Bilder niedriger hängen? Hat das Kind einen Tritthocker, damit es den Lichtschalter erreicht? Liegen Kleider in Reichweite? So kann das Kind alles selbstständig erreichen.

2. Kinderzimmer in Zonen einteilen

Gestalte das Zimmer anhand der Nutzung: Es tut den Kindern gut, wenn ihr Zimmer sowohl optisch als auch inhaltlich unterteilt ist: Zum Beispiel in eine Ruheecke mit zurückhaltenden Farben, die minimalistisch eingerichtet ist, dann ein Spielbereich, der bunt gestaltet und vielseitig mit Spielen eingerichtet ist und vielleicht ein Schreibtisch mit Utensilien zum Malen und Basteln.

3. Offene Regale und Schachteln

Alles sollte schnell und übersichtlich erreichbar sein, ohne grosse Hindernisse und ohne suchen zu müssen. So gelingt das Ordnung halten auch gleich viel besser. 

4. Niedriges Kinderbett

Selbstständigkeit – auch in Sachen Bett. Achte darauf, dass das Kind selbstständig ins Bett ein- und aussteigen kann.

5. Konkrete, realitätsnahe und einfache Motive in der Dekoration

Bunt, verspielt und dekoriert – aber in Massen. Abstrakte Formen und grelle Farben sind fehl am Platz im Kinderzimmer. Es sollte eher in ruhigen Farben gestaltet sein und die Einrichtung sollte nicht unbedingt geschlechtsspezifisch ausgewählt sein. Auch das ein oder andere Bild kannst du aufhängen. Aber achte darauf, das Zimmer nicht zu überladen. Weniger ist mehr! Ansonsten wird ein Kind mit Reizen überflutet und überfordert.

Ganz schön ordentlich

Ungestörtes und sicheres Spielen im eigenen Zimmer

Mit ein paar Vorkehrungen kannst du das Kind unbesorgt alleine im Zimmer lassen. Unsere Tipps zur Sicherheit im Kinderzimmer:

  • Sichere Steckdosen mit einem Kinderschutz
  • Sind Fenstersicherungen nötig?
  • Wattiere scharfe Kanten
  • Fixiere schwere Möbelstücke gegen Umfallen
  • Batterien müssen in Geräten für Kinder unzugänglich sein
  • Kabel gehören verstaut
  • Spielsachen sollten in erreichbarer Nähe sein, damit ein Kind nicht auf die Idee kommt hochzusteigen oder hochzuklettern, um etwas zu erreichen

Foto: iStock

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