Babyratgeber

Freund fürs Leben? Was ein Haustier für den Familienalltag bedeutet

Früher oder später wird Sie bestimmt auch Ihr Kind nach einem Haustier fragen. Sollte man dem Kind den Wunsch erfüllen? Was ist zu beachten, wenn man tatsächlich ein Haustier anschaffen will? Hund, Katze oder Kaninchen - welches Tier ist optimal für eine Familie mit kleinen Kindern? Die wichtigsten Tipps.

Nützliche Informationen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Anschaffung von Haustieren sollte gut durchdacht sein.
  • Eltern müssen damit rechnen, dass sie für die Tiere sorgen müssen.
  • Nicht jedes Tier ist für eine Familie geeignet.
  • Gesundheitliche Risiken sollten vor einem Kauf abgeklärt werden.

«Ich hätte so gerne einen Hund!» Haben Sie das auch schon gehört? Viele Kinder wenden sich irgendwann mit einem Wunsch nach einem Haustier an die Eltern. Wie soll man da reagieren? Eins ist klar. Auch wenn Sie die Anschaffung eines Haustieres eine gute Idee finden: Spontane Tier-Geschenke, zu Weihnachten oder zum Geburtstag, sind keine gute Idee. Ein Hund verändert das Leben aller Familienmitglieder und ganz besonders das der Eltern. Auch andere Tiere sollten nicht einfach angeschafft werden, ohne sich über die Konsequenzen Gedanken gemacht zu haben.

Geld und Zeit: Ein Haustier braucht Pflege und Aufmerksamkeit

Vieles ist abzuklären: Wer trägt die Verantwortung für die Sorge für das Tier? Ein Tier kostet Zeit und Geld. Es braucht Pflege, Futter, Auslauf und tierärztliche Versorgung. Eltern müssen in letzter Konsequenz damit rechnen, dass ihre Kinder zwar hoch und heilig versprechen, dass sie sich um Hund und Co. kümmern werden. Aber ob das Versprechen auf Dauer eingelöst wird, steht auf einem anderen Blatt. Also sollten sich Eltern im Klaren sein, dass sie als die Hauptverantwortlichen dastehen könnten.

Wer dieses Risiko tragen will, für die nötigen Unterbringungsmöglichkeiten gesorgt hat und die Kinder gut auf den Umgang mit dem entsprechenden Haustier vorbereitet hat, dem steht ein tierischer Neuzugang in der Familie nichts im Weg. Ein Haustier ist nämlich grundsätzlich ein gutes Übungsfeld für Kinder: Schon jüngere Kinder lernen so, Verantwortung zu übernehmen, Pflichten nachzukommen und sich um andere Lebewesen zu kümmern.

Kaninchen, Katze oder Hund?

Meist beginnen Familien mit Kleintieren mit der Haustierhaltung. Niedliche Tiere wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Hamster sind äusserst beliebt, weil sie leicht zu pflegen scheinen. Aber Achtung: Viele kleine Nager sind Nachttiere. Das passt dann mit dem Bedürfnis kleiner Kinder, die tagsüber mit ihrem Haustier spielen wollen, nicht ganz zusammen. Hier sollten die Kinder zu Rücksicht erzogen werden, damit das Herumtragen und Streicheln das Tier nicht aggressiv macht.

Hunde und Katzen sind für Kinder als Spielgefährten meist besser geeignet. Wobei Katzen aber ihren eigenen Willen haben und nicht immer «verfügbar» sind für Kinder. Beim Hund muss auf eine gute Erziehung geachtet werden, damit es im Familienalltag keine Probleme gibt. Dabei sind kleine Hunde oft lebhafter als grosse. Gewissen Hunderassen wird ein ruhigeres Gemüt und mehr Geduld im Umgang mit Kindern nachgesagt, als anderen. Informieren Sie sich am besten darüber. Und bedenken Sie: Ein Hund wie auch eine Katze gehören mindestens zehn Jahre lang zur Familie. Ein Entscheid für ein solches Tier ist also eine langfristige Entscheidung. 

Exotischere Haustiere wie Reptilien (Schlangen, Geckos, Schildkröten) sind übrigens eher ungeeignet für Familien mit kleinen Kindern, weil sie möglicherweise durch Salmonellen ausgelöste Krankheiten übertragen.

Haustier und Kleinkind: Hier ist Vorsicht geboten

Babys im Haushalt? Man sollte ein Haustier nie alleine mit einem Säugling lassen. Im Normalfall gewöhnen sich Haustiere wie Katze oder Hund an die Familienmitglieder und fügen ihnen keinen Schaden zu. Und dennoch bleibt ein Tier, das ein individuelles Verhalten hat, in letzter Konsequenz unberechenbar. Also immer Vorsicht, wenn Babys im Haushalt sind!

Tiere aus dem Tierheim: Viele Familien wollen Tieren etwas Gutes tun und holen sie aus dem Tierheim. Doch gerade, wenn Kinder im Haushalt leben, sollte das Tier keine Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Leider haben Tiere aus dem Heim oft eine Leidensgeschichte hinter sich, die sie traumatisiert haben könnte. Ihr Verhalten ist dann eventuell unberechenbar oder eher aggressiv. Also Vorsicht bei Tieren aus dem Heim!

Krankheiten und Allergien: Haustiere sollten regelmässig von einem Tierarzt auf Würmer und Läuse untersucht werden. Auch sollten sie geimpft werden. Denn sie können durchaus Krankheitserreger auf Kinder übertragen. Auch durch Haustiere verursachte Biss- und Kratzwunden sind bei Kindern nicht ungefährlich. Besonders wichtig, wenn Tiere im Haushalt einziehen: Alle Familienmitglieder sollten gegen Tetanus geimpft sein. Zudem sollte schon vor der Anschaffung eines Haustiers abgeklärt werden, ob jemand in der Familie eine Allergie gegen Tierhaare hat. Achten Sie auch auf Zecken, die durch Tiere ins Haus gebracht werden.

Foto: Getty Images

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