Schwangerschaft

6. Schwangerschaftswoche (SSW 6)

Sie sind schwanger? Herzlichen Glückwunsch! In dieser Woche beginnen sich bei Ihrem Baby Rumpf und Kopf auszuformen. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 6. Schwangerschaftswoche.

Beim Embryo beginnen sich jetzt Rumpf und Kopf auszuformen. Es entstehen die Anlagen für Augen, Nase und Ohren. Seitlich bilden sich winzige Armknospen, ebenso werden die Beine und das zukünftige Skelett angelegt. Nervenfasern beginnen ein feines Netz über den ganzen Körper zu ziehen. Es entwickelt sich der Rückenstrang, der sich später zur Wirbelsäule weiter ausbildet. Mit seinem Schwanzfortsatz, der später wieder verschwindet, erinnert der Embryo jetzt an eine Kaulquappe.

Tipp: Was Sie sich und Ihrem Baby Gutes tun können

Regelmässige körperliche Bewegung verbessert die Sauerstoffversorgung der Gebärmutter und kommt damit auch Ihrem Baby zugute. Gehen Sie jetzt auch viel an die frischen Luft und machen Sie gezielte Atemübungen. Lassen Sie sich dazu von einer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt beraten, denn das richtige Atmen ist auch später für die Geburt wichtig.

Ihre Gebärmutter beginnt zu wachsen und die Schwangerschaftssymptome machen sich jetzt deutlicher bemerkbar. Die Schleimhaut von Muttermund und Scheide hat sich vielleicht schon bläulich verfärbt. Auch Schmierblutungen sind in dieser Phase nicht selten. 

Möglicherweise leiden Sie jetzt noch stärker unter Übelkeit und Müdigkeit, auch Ihr Appetit kann sich verändern. Vielleicht haben Sie geschwollene, manchmal auch schmerzempfindliche Brüste, dunklere und erweiterte Brustwarzen und sind häufiger Stimmungsschwankungen ausgesetzt. Die zahlreichen Symptome können jedoch von Frau zu Frau stark variieren. Hören Sie einfach auf Ihren Körper.

Tipp: Das hilft gegen Übelkeit

  • 50 – 80% der schwangeren Frauen leiden in den ersten drei Monaten unter Übelkeit und Brechreiz. Schuld daran ist vor allem der erhöhte Säuregehalt im Magen, der Ihr Verdauungssystem verlangsamt. Diese körperliche Umstellung bewirkt die meisten Übelkeitsanfälle.
  • Die wichtigste Regel lautet: Der Magen sollte nicht zu leer und nicht zu voll sein. Daher wird dazu geraten, bei jeder Mahlzeit bevorzugt langsame Kohlenhydrate (Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln) aufzunehmen
  • Am Morgen ein kleines Frühstück (Tee, Zwieback) bereits im Bett einnehmen.
  • Allgemein nur kleine, dafür regelmässige Mahlzeiten einnehmen z.B. Snacks wie Dörrfrüchte, Haselnüsse, Mandeln, Vollkorncracker oder eine Banane.
  • Ingwerwurzel-Präparate wie Ingwerkekse oder Ginger Ale wirken gegen Übelkeit (fragen Sie den Arzt nach der Dosierung)
  • Kauen Sie gründlich Mandeln oder Erdnüsse. Manchen Schwangeren hilft auch ein Kaugummi.
  • Der Geruch von aufgeschnittenen Zitronen kann die Übelkeit mildern. Kalter Tee oder Mineralwasser mit einem Zitronenschnitz helfen ebenfalls und decken den Flüssigkeitsbedarf.
  • Vielleicht versuchen Sie es mal mit Akupunktur.

Weitere wertvolle Tipps zur richtigen Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie hier.

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