Schwangerschaft

24. Schwangerschaftswoche (SSW 24)

Nützliche Informationen

In dieser Schwangerschaftswoche wiegt Ihr Baby bereits rund 600 g und ist aktiver denn je. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 24. Schwangerschaftswoche.

Ihr Baby wiegt jetzt bereits rund 600g. Doch es wird noch 4 bis 5 mal so viel zunehmen. Das zeigt deutlich, wie viel es in kürzester Zeit noch wachsen muss. 

Sein Gleichgewichtssinn ist nun schon gut entwickelt. Ebenso kann man bereits komplexe Bewegungsmuster beobachten, z.B. als Reaktion auf laute Geräusche. Da es nie wieder so viel Platz haben wird wie jetzt, wird dies voll ausgenutzt, um herumzutoben und Purzelbäume zu schlagen. Viele Babys sind zwischen der 24. und 28. SSW am aktivsten. Danach wird es für wilde Turnübungen zu eng.

Ihr Bauch wird immer runder. Gleichzeitig nimmt Ihr Baby immer mehr Platz in Ihrem Bauch ein. Stechende Schmerzen im Brustbereich werden in den nächsten Wochen deshalb häufiger auftreten. 

Auch Ihr Blutvolumen ist weiter angestiegen. Sie haben jetzt rund 2 Liter zusätzliches Blut im Körper. Das kann zu einem Eisenmangel führen, was sich auch durch Schwindelanfälle bemerkbar machen kann. Vor allem wenn Sie schnell aufstehen oder sich plötzlich bewegen. 

Aus diesem Grund wird Ihr Hb-Wert jetzt regelmässig kontrolliert. Leiden Sie vielleicht auch unter Schwangerschaftsdiabetes? Eine Ernährungsumstellung könnte helfen.

Tipp: Nach der Geburt ist vor der Geburt: Rückbildungsgymnastik

Rückbildungsgymnastik ist auch schon vor der Geburt sinnvoll! Zur Stärkung Ihrer Beckenbodenmuskulatur und als Vorbereitung für eine leichtere Geburt können Sie mehrmals täglich diese Muskeln anspannen und wieder entspannen. Sie vermeiden damit auch die lästige Blasenschwäche (Harninkontinenz) nach der Geburt. 

Eine gute Übung zur Vermeidung von Rückenschmerzen und zum Training der Bauchmuskulatur ist die Beckenwiege (das Schambein wird dabei nach vorne und oben bewegt), die man im Stehen, Liegen oder Sitzen durchführen kann. 

Die Hüftgelenke werden beweglicher und der Beckenboden elastischer, wenn Sie so oft es geht in der Hocke sitzen. Bei der Geburt wird Ihnen das enorm helfen!

Gut zu wissen: Ammenmärchen und Aberglauben

Lassen Sie sich von Ammenmärchen und Aberglauben nicht verunsichern – auch wenn es Ihre Umwelt immer wieder versuchen wird. Lachen Sie lieber herzhaft darüber, was sich im Laufe der Jahrhunderte an Aberglauben zum Thema Schwangerschaft angesammelt hat: Nachfolgend einige Beispiele. 

  • Die Bauchform verrät das Geschlecht des Babys: Ein eher spitzer Bauch soll typisch für einen Knaben sein und hinter einem eher breiten Bauch soll sich ein Mädchen verstecken. Doch wie sich ein schwangerer Bauch vorwölbt, hängt allein von der Form und Kippung Ihres Beckens, der Stärke Ihrer Bauchmuskulatur und Ihres Bindegewebes sowie der Krümmung der Wirbelsäule ab.
  • Wenn eine Schwangere sich erschreckt, soll sie die Hände vom Körper wegstrecken, sonst bekommt das Kind eine Gaumenspalte.
  • Wenn sie ein Feuer sieht, darf sie sich nicht berühren, weil das Baby dann an dieser Stelle ein Feuermal bekommt.
  • Lässt sich eine Schwanger die Sonne auf den Bauch scheinen, wird das Kind kurzsichtig. Ausserdem könnte die Fruchtblase platzen und das Baby Verbrennungen bekommen.
  • Wenn sie sich häufig übergeben müssen, wird das Kind besonders intelligent.
  • Wenn sie häufig unter Sodbrennen leiden, wird das Kind mit vielen Haaren geboren. Die Haare kitzeln nämlich den Magen von innen.

Vorsorgeuntersuchungen: Diverse Tests stehen jetzt an

Hämoglobinwert bestimmen

Von nun an wird Ihr Frauenarzt häufig den Hämoglobinwert in Ihrem Blut bestimmen. Das ist nur ein kleiner Stich in die Fingerkuppe, mit dem festgestellt wird, ob Sie genug rote Blutzellen haben, um Ihr Baby optimal mit Sauerstoff zu versorgen. Falls der Hb-Wert zu niedrig ist, liegt wahrscheinlich ein Eisenmangel vor. Eventuell müssen Sie dann zusätzlich ein Eisenpräparat einnehmen.

Antikörper Suchtest

Zwischen der 24. und 27. SSW wird auch der Antikörper-Suchtest im Blut wiederholt. Dabei geht es nicht nur um Blutgruppen-Antikörper, sondern auch um frische Antikörper nach Infektionen, z.B. Röteln oder Toxoplasmose. Wenn Sie Rhesus negativ sind und keine Anti-D-Antikörper nachweisbar sind, wird Ihnen wahrscheinlich zwischen der 28. und 30. SSW eine Spritze mit Anti-D-Globulin (Rhesus-Prophylaxe) gegeben.

Zuckerbelastungstest

Wahrscheinlich werden Sie zwischen der 24. und 26. SSW zu Ihrem Frauenarzt gehen, um einen Zuckerbelastungstest durchführen zu lassen. Sie müssen auf nüchternen Magen Zuckerwasser innerhalb von 5 Minuten trinken. Dann wird nach einer Stunde der Blutzuckerwert bestimmt. 

Dieser Zuckertest wird seit 2009 von der Schweizerischen Gynäkologengesellschaft (gynécologie suisse) routinemässig bei allen Schwangeren empfohlen, um einen versteckten Schwangerschaftsdiabetes zu erfassen. 

Einen leichten Schwangerschaftsdiabetes bekommen Sie mit einer speziellen Diät in den Griff. Eine insgesamt kalorienreduzierte Ernährung mit mehreren kleinen Mahlzeiten pro Tag und Bewegung gleichen den Zuckerhaushalt wieder aus. Ihr Arzt wird Sie hierzu ausführlich beraten. In hartnäckigen Fällen sind Insulinspritzen notwendig.

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