Schwangerschaft

23. Schwangerschaftswoche (SSW 23)

Nützliche Informationen

Nach und nach entwickelt Ihr Baby seinen eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus. Zudem reifen seine Lungen weiter aus. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 23. Schwangerschaftswoche.

Weitere Fettschichten werden aufgebaut und kleine Fettpolster angelegt. So wird Ihr Baby langsam auch rundlicher. In nächster Zeit muss sich vor allem die Lunge stark weiterentwickeln. 

Nach und nach entsteht jetzt auch sein eigener Schlaf-Wach-Rhythmus. Mittlerweile ist es gross genug, dass Sie sogar spüren, wenn es sich von einer Seite auf die andere dreht. Von aussen sieht man dann eine kleine Ausbuchtung, meistens der Po, die sich wellenartig von einer Bauchseite zur anderen schiebt.

Gut zu wissen: So entwickelt sich die Lunge Ihres Babys
 

Das Lungensystem Ihres Babys durchläuft eine gesonderte Entwicklung, da es im Bauch noch nicht richtig atmen muss und über Ihr Blut mit Sauerstoff versorgt wird. Daher reifen die Lungen gegenüber den anderen Organen relativ spät aus. 

Die Lungenbläschen müssen dabei einen wichtigen Prozess durchlaufen. Sie überziehen sich nach und nach mit einer Substanz (Surfactant), die dafür sorgt, dass der Schutz- und Reinigungsmechanismus des Bronchialsystems funktioniert; d.h. dieser wichtige Stoff Surfactant verhindert, dass die Lungenbläschen bei der Ausatmung ganz zusammenfallen und beim Atmen zusammenzukleben. 

Voll funktionstüchtig ist die Lunge erst bei der Geburt. Deshalb haben Frühgeborene (die vor Ende der 37. SSW geboren werden) meistens Schwierigkeiten mit der Atmung, was auch als Atemnotsyndrom bezeichnet wird.

Der obere Rand Ihrer Gebärmutter liegt jetzt fast schon auf der Höhe des Bauchnabels. Das bekommen Sie jetzt auch öfters schmerzhaft im Becken zu spüren. Ebenso können sich jetzt die Mutterbänder wieder durch starkes Ziehen bemerkbar machen, das oft bis zur Geburt anhält. Wenn es zu schlimm wird, legen Sie sich eine Zeit lang hin, das sollte das Ziehen lindern. 

Jetzt können auch vermehrt Krämpfe in den Beinen auftreten, besonders nachts. Das kann verschiedene Ursachen haben: Der wachsende Bauch, der immer stärker auf die Nerven Ihrer Beine drückt, Wasseransammlung im Körper sowie Flüssigkeits- oder Bewegungsmangel. Manchmal liegt es auch an einem Magnesiummangel.

Tipps: So vermeiden Sie einen Magnesiummangel

Häufig reicht es aus, die Ernährung anzupassen. Vollkornprodukte, Nüsse, grünes Gemüse, Fleisch, Fisch und Milchprodukte enthalten beispielsweise viel Magnesium. Nach Absprache mit Ihrem Arzt können Sie auch ein Magnesiumpräparat einnehmen. Viel Bewegung kann Bein- und Wadenkrämpfen zusätzlich entgegenwirken.

Alternative Heilmethoden und was Sie darüber wissen sollten

Interessieren Sie sich vielleicht auch für alternative Heilmethoden, um Ihre kleineren, aber unangenehmen Beschwerden zu behandeln? Wenn Sie homöopathische Mittel einnehmen möchten, sollten Sie alkoholhaltige Basis-Tinkturen vermeiden. In der Apotheke werden oft auch attestfreie Arzneimittel verkauft, die homöopathische Mittel und konventionelle Medikamente miteinander kombinieren. Lassen Sie sich auf jeden Fall von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, was Sie unbedenklich einnehmen können.

Vorsicht ist auch bei der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) angebracht. Nicht alle Pflanzen sind harmlos. Akupunktur bietet hingegen besonders im Hinblick auf die Geburtsvorbereitung gute Lösungen. Unabhängig davon, für welche Methode Sie sich entscheiden: Sie sollten unbedingt Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Hebamme über die angewendete Behandlung informieren.

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