Schwangerschaft

21. Schwangerschaftswoche (SSW 21)

Nützliche Informationen

Von nun an festigen sich die Skelettknochen Ihres Babys immer mehr und wachsen weiter. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 21. Schwangerschaftswoche.

Die Haut Ihres Babys wird jetzt immer dicker und rötlicher. Sein Körper hat nun auch begonnen, die wichtige Fettschicht aufzubauen, die ihm hilft, Körperwärme zu produzieren und zu speichern. 

In dieser Phase entstehen im Gehirn auch die ersten Hirnfurchen. Die Skelettknochen festigen sich immer mehr und wachsen weiter. Ebenso reifen die Sinnesorgane weiter aus, wobei der Tast-, Geschmacks- und Gehörsinn zum Teil schon funktionieren. Das kleine Herz transportiert jetzt etwa 100 Liter Blut pro Tag.

Tipp: Kommunizieren Sie mit Ihrem Babybauch

Ihr Baby freut sich jetzt, wenn Sie mit ihm Kontakt aufnehmen. Dabei können Sie sowohl mit Ihrer Stimme als auch durch Berührungen mit ihm kommunizieren. Sie spüren, wie sich Ihr Baby im Bauch bewegt. Spielen Sie mit ihm, indem Sie sanft mit den Fingerkuppen über Ihren Bauch streichen oder klopfen. Sie werden jetzt schnell ein Gefühl dafür bekommen, welche Körperteile Sie ertasten. 

In diesem Stadium der Schwangerschaft liegt das Baby noch mit dem Kopf nach oben. Wenn sie weiter oben mit der Hand ganz leicht gegen den Bauch drücken, können Sie das Köpfchen spüren. Der kleine Po fühlt sich eher spitz an. Auf der linken oder rechten Bauchseite können sie seinen Rücken spüren. Auf der jeweils gegenüber liegenden Bauchseite machen sich möglicherweise die Händchen und Füsschen durch Bewegungen bemerkbar. 

Wenn Sie spüren, dass es aufgeregt strampelt, können Sie es durch leises Sprechen beruhigen, ruhige Musik auflegen oder ihm etwas vorsingen. Vielleicht möchte es Ihnen auch mitteilen, dass ihm Ihre aktuelle Sitz- oder Liegeposition nicht gefällt. Ändern Sie Ihre Position – vielleicht lässt das Strampeln dann nach. 

Sie können Ihr Baby jetzt auch gezielt zu einer Reaktion reizen. Stupsen Sie einmal Ihren Bauch an, wenn es darin gerade sehr ruhig ist – die Reaktionen werden Sie vermutlich verblüffen. Doch auch hier gilt, manche Babys sind lebhafter als andere.

Sie können Ihr Baby jetzt deutlich spüren und Ihr Babybauch ist auch für alle sichtbar – die Schwangerschaft ist nicht mehr abstrakt, sondern sehr konkret geworden. 

Vielleicht haben Sie bisher Glück gehabt und sind von Rückenschmerzen verschont geblieben. Doch je grösser und schwerer Ihr Bauch wird, umso mehr Arbeit muss Ihre Rückenmuskulatur leisten. Rücken und Beckenboden werden zunehmend auch durch eine schlechte Haltung belastet. Weil der untere Teil des Rückens stärker gewölbt wird und sich das Becken und dadurch auch der Körperschwerpunkt verlagert. Deshalb ist eine gute Haltung jetzt doppelt wichtig.

Tipps: Wie Sie Ihren Rücken entlasten und Rückenschmerzen vorbeugen können

Ihr Bauch wird immer grösser und schwerer – bis zum Ende Ihrer Schwangerschaft werden Sie wahrscheinlich immer häufiger von Rückenschmerzen geplagt sein. Achten Sie vor allem auf eine gute Körperhaltung. Stehen Sie immer so gerade wie möglich, gehen Sie eventuell ganz leicht in die Knie und lassen Sie das Becken nicht nach vorne kippen. 

Bei längerem Sitzen sollten Sie mit einem kleinen Kissen den Rücken im unteren Bereich abstützen. Rückenschmerzen können nachlassen, wenn Sie eine Zeitlang flach auf dem Rücken liegen und den Kopf und die Unterschenkel mit Kissen etwas höher lagern. Sie sollten ab jetzt auch keine schweren Dinge mehr heben und tragen oder lange stehen. 

Gönnen Sie sich jetzt zwischendurch mehr Pausen und versuchen Sie, möglichst wenige Arbeiten im Stehen zu erledigen. Fragen Sie auch Ihren Arzt oder Ihre Hebamme um Rat. Ebenso wird Ihnen im Geburtsvorbereitungskurs häufig gezeigt, wie man eine rückenschonende Haltung einnehmen kann.

Essen Sie öfters mal Fisch

Es wird empfohlen, während der Schwangerschaft häufig Fisch zu essen. Denn für die Entwicklung und für das Wachstum seines Gehirns verbraucht der Fötus viele Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese Nährstoffe stammen aus Ihren eigenen Reserven. Achten Sie deshalb darauf, genügend dieser Fettsäuren zu sich zu nehmen. 

Nahrungsmittel wie fetthaltige Fischsorten (z.B. Thunfisch, Lachs, Sardinen, Forelle) sind eine erstklassige Omega-3-Quelle. Achten Sie jedoch darauf, woher der Fisch stammt, da das Risiko auf erhöhte Quecksilber- und Dioxinwerte besteht. Es wird empfohlen, pro Woche eine bis zwei Portionen möglichst fettreichen Fisch zu essen. Vergessen Sie aber nicht, ihn gut durchzugaren. Ihr Arzt kann Ihnen auch die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels empfehlen, insbesondere falls Sie Vegetarierin sind.

Wichtig: Jetzt sollten Sie sich spätestens zu einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden! Hier finden Sie Kurse in Ihrer Nähe:

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