Schwangerschaft

20. Schwangerschaftswoche (SSW 20)

Nützliche Informationen

Haben Sie Ihr Baby bereits treten gespürt? In Ihrem Bauch wird jetzt fleissig geturnt und trainiert. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 20. Schwangerschaftswoche.

Ihr Baby entwickelt sich jetzt nicht mehr ganz so schnell wie bisher. Es trinkt nun täglich Fruchtwasser und scheidet es über seine Harnwege wieder aus. Auch die Geschlechtsteile sind nun komplett ausgebildet. 

Ihr Baby erforscht jetzt immer ausgiebiger seine Umgebung, saugt am Daumen und spielt mit der Nabelschnur, mal kicken die Füsschen, mal boxen die Fäustchen. Auch seine Kräfte nehmen von Tag zu Tag zu, was Sie durch Knüffe und Tritte immer häufiger deutlich zu spüren bekommen.

Wann spüren Sie Ihr Baby am besten?

Jetzt beginnt die Zeit, wo Sie die Bewegungen Ihres Babys immer deutlicher spüren können. Häufig sind sie gerade am Abend (zwischen 20 und 23 Uhr) am stärksten, wenn es wach ist und aktiv wird – denn dann bewegen Sie sich weniger. Tagsüber wiegen Sie Ihr Baby mit Ihren Bewegungen eher in den Schlaf. 

Möchten Sie sich allerdings ausruhen und es sich gemütlich machen, kann es passieren, dass Ihr Baby wach wird, weil ihm das Schaukeln fehlt. Das werden Sie besonders in den kommenden Wochen zu spüren bekommen, wenn Ihr Baby grösser wird und Sie seine Tritte und Knüffe deutlicher wahrnehmen können. Durch das sanfte Schaukeln Ihres Babybauches können Sie Ihr Baby auch beruhigen. Das schult ganz nebenbei auch seinen Gleichgewichtssinn. 

Auch Ihr Partner und mögliche Geschwister, die bislang nur indirekt an der Schwangerschaft teilhatten, können ab jetzt die Bewegungen des Babys mit der Hand auf Ihrem Bauch miterleben.

Tipp: Notieren Sie sich den Tag, an dem Sie die Bewegungen zum ersten Mal gespürt haben und informieren Sie den Arzt. Denn es gibt ihm einen wichtigen Hinweis auf das Alter Ihres Babys.

Die Hälfte der Schwangerschaft haben Sie bereits hinter sich. In den nächsten Wochen wird Ihr Bauch noch um einiges wachsen und nicht mehr zu übersehen sein. Spätestens jetzt geht es nicht mehr ohne entsprechende Umstandskleidung

Vielleicht spüren Sie jetzt kleine Knötchen in Ihrer Mundschleimhaut (Schwangerschafts-Epulis) und auf Ihren Zähnen bildet sich häufiger Zahnbelag. Dagegen hilft nur eine gründliche Mund- und Zahnpflege. Ebenso könnten Sie jetzt häufiger trockene und gereizte Augen haben. Durch die hormonellen Veränderungen haben Sie vielleicht auch häufiger Kopfweh. Gönnen Sie sich und Ihrem Körper regelmässig eine Ruhepause, denn er muss für die kommende Zeit viel Kraft tanken.

Tipp: Helfen Sie Ihrem Partner «Vater zu werden»

Während der Schwangerschaft verändert sich nicht nur Ihr Körper, sondern auch Ihre Gefühle. Viele Frauen wünschen sich nun mehr Geborgenheit und einen verständnisvollen Partner an ihrer Seite. So mancher werdende Vater zieht sich jedoch während der Schwangerschaft von seiner Partnerin zurück und entwickelt vielleicht auch Eifersucht auf das Ungeborene. 

Auch wenn es für die Frau nicht immer leicht ist, Mutter zu werden: für einen Mann ist eine Schwangerschaft meist noch komplizierter. Daher ist es unheimlich wichtig, dass Sie den werdenden Papa mit in die Schwangerschaft einbeziehen und ihm Zeit lassen, sich in seine neue Rolle hineinzufinden. 

Unternehmen Sie jetzt viel gemeinsam. Berücksichtigen Sie auch seine Wünsche und konzentrieren Sie sich nicht nur allein auf Ihr Baby. Die Schwangerschaft sollte von beiden Partnern dazu genutzt werden, sich auf ihre jeweilige Rolle vorzubereiten. 

Nehmen Sie ihn mit zu Ultraschalluntersuchungen, Vorsorgeterminen oder Geburtsvorbereitungskursen. Ob der werdende Vater bei der Entbindung dabei ist, hängt von der persönlichen Einstellung jedes Einzelnen ab. Nach der Geburt wird Ihr Partner das Vatersein im täglichen Training üben können, während er sein Baby in den Armen hält, es beobachtet, wäscht, ernährt und wickelt. So kann er seine eigene Beziehung schrittweise aufbauen.

Es gibt mittlerweile diverse Gesprächskreise bzw. Internetforen für werdende Väter, die sehr hilfreich sein können. Z.B.:

www.hirslandenbaby.ch

Zweite Ultraschalluntersuchung (morphologischer Ultraschall oder Organscreening) 

Jetzt wird es Zeit für Ihre zweite Ultraschalluntersuchung. Sie ist besonders dann wichtig, wenn Ihre Schwangerschaft kleine Anomalien aufweist oder wenn Sie in der Vergangenheit eine Problemschwangerschaft hatten. Die Untersuchung wird deshalb immer häufiger von Ärzten oder Hebammen ausgeführt, die sich gezielt auf pränatale Ultraschalldiagnostik spezialisiert haben. Der so genannte morphologischen Ultraschall dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Ihr Arzt wird Ihnen dabei sicher einige Details auf dem Monitor zeigen, während er Ihr Baby untersucht, wie zum Beispiel das Schlagen seines Herzens oder seine Gliedmassen. Bei einer unkomplizierten Schwangerschaft reichen meistens die zwei vorgesehenen und von der Krankenversicherung bezahlten Sonographien aus. Falls Probleme oder Komplikationen auftreten, werden Sie wo nötig an einen Spezialisten überwiesen. So wird sichergestellt, dass Ihre Schwangerschaft so gut wie möglich betreut wird.

Was wird kontrolliert: Jetzt wird vor allem überprüft, ob Ihr Baby sich gut entwickelt. Dabei werden die Organe Ihres Babys genauer betrachtet, das Wachstum wird kontrolliert und die Gliedmassen sowie die Wirbelsäule beurteilt. Es wird von oben nach unten untersucht, damit sichergestellt werden kann, dass sich alle Organe normal entwickeln, deshalb auch Organscreening. Es werden auch verschiedene Messungen an Ihrem Kind vorgenommen und allgemein auf Anzeichen für Fehlentwicklungen geachtet. Weiter wird die Lage und Struktur der Plazenta und die Fruchtwassermenge beurteilt. Bei der äusseren Tastuntersuchung Ihres Bauches wird die Höhe des oberen Gebärmutterrandes ertastet, den so genannten Fundusstand. 

Das ist neu: Die Grösse Ihres Babys wird jetzt anders gemessen. Die Bestimmung der Scheitel-Steiss-Länge (SSL) ist nicht mehr möglich, da Ihr Baby bis zum Ende der Schwangerschaft immer gekrümmter und eingeengter in der Gebärmutter liegen wird. Neu wird jetzt die Scheitel-Fersen-Länge (SFL) des Fötus ermittelt. Dafür werden diverse so genannte biometrische Daten wie Kopfdurchmesser, Kopfumfang und einige andere Richtgrössen zusammengetragen. Denken Sie aber daran, dass Grösse und Gewicht von einer Schwangerschaft zur anderen variieren können. Vertrauen Sie daher am besten den Aussagen Ihres Arztes. Dieser Ultraschall bietet ebenfalls die Möglichkeit, das Geschlecht Ihres Babys zu bestimmen, wenn Sie dies wünschen, inklusive Foto. Wenn Sie sich lieber bei der Geburt überraschen lassen wollen, sollten Sie das Ihrem Frauenarzt vorher mitteilen. 

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