Schwangerschaft

18. Schwangerschaftswoche (SSW 18)

Nützliche Informationen

In dieser Woche bilden sich an den Fingerspitzen Ihres Babys die ganz individuellen Fingerabdrücke. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 18. Schwangerschaftswoche.

Der Kopf wächst jetzt im Vergleich zum Körper langsamer. Arme und Beine werden hingegen immer länger. An den Fingerspitzen bilden sich jetzt die ganz individuellen Fingerabdrücke. 

Noch hat Ihr Baby keinen Schlaf-Wach-Rhythmus – es schläft über den gesamten Tag verteilt etwa 20 Stunden. In den Phasen dazwischen ist es hingegen sehr aktiv. Es nutzt den Platz, den es derzeit noch ausreichend zur Verfügung hat und spielt mit seinen Händen und Füssen.

Ihre Gebärmutter hat sich deutlich vergrössert und braucht immer mehr Platz. Dadurch drückt sie langsam auch auf die grossen Blutgefässe. Vielleicht sind Sie jetzt öfters mal kurzatmig, was auch eine der typischen Schwangerschaftsbeschwerden ist. Dann gönnen Sie sich Ruhe, denn Ihr Herz muss jetzt mehr leisten, um das Blut durch den Kreislauf zu pumpen und Ihr Baby mit genügend Nährstoffen zu versorgen. 

Vielleicht haben Sie manchmal ein seltsames Gefühl im Bauch, spüren eine Art Kribbeln oder zartes Klopfen.

Tipps: Wann spüre ich das erste Mal mein Baby?

Wenn Sie bereits einmal schwanger waren, können sich in diesem Schwangerschaftsstadium schon erste Kindsbewegungen bemerkbar machen. Die Bewegungen werden oft als «Zerplatzen von Seifenblasen», «Berührung eines Schmetterlingsflügels» oder ähnlich poetisch beschrieben. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn das nicht so ist. Wenn dies Ihre erste Schwangerschaft ist, kann es durchaus noch ein wenig dauern, bis es soweit ist. Haben Sie Geduld. 

Sicherheit beim Autofahren: Sicherheitsgurt

Sie haben ein schönes rundes Bäuchlein bekommen. Im Auto fragen Sie sich vielleicht, wie (und ob) Sie den Sicherheitsgurt anlegen. Auch schwangere Frauen müssen sich unbedingt anschnallen und den Gurt richtig positionieren: Den oberen Teil über der Rundung und den unteren Teil unter den Bauchansatz. Wichtig: Der Gurt muss auch bei Schwangeren richtig festgezogen werden. Denn wenn es zu einem Unfall kommt, ist es viel ungefährlicher, wenn der Gurt etwas einschneidet, als wenn Ihr Bauch brutal auf das Lenkrad oder einen anderen Gegenstand im Wageninneren prallt. 

Wenn der Gurt am Bauch unangenehm wird, können Sie ein Kissen unterlegen und den Gurt zwischen Bauch und Oberschenkel straff anlegen. Im Fachhandel gibt es ausserdem speziell ausgestattete Sitzkissen, die es ermöglichen, den Sicherheitsgurt um den Babybauch herum zu führen, oder Spezialgurte für Schwangere. 

Achtung: Der Airbag darf keinesfalls ausgestellt werden!

Erste Planung und Vorbereitungen für die Geburt

Nutzen Sie die Zeit, sich langsam Gedanken über die Geburt zu machen, z.B. wo und wie Sie entbinden möchten. Falls Ihr betreuender Frauenarzt nicht selbst in einem Privatspital als Belegsarzt tätig ist, wird er Ihnen sicher eine Entbindungsklinik empfehlen können. 

Wenn Sie eine Hausgeburt bevorzugen, informieren Sie sich schon jetzt über die Vor- und Nachteile. Informieren Sie sich ebenfalls über die unterschiedlichen Entbindungsmöglichkeiten wie z.B. eine Wassergeburt. Vielleicht ist die Geburt in einem Geburtshaus für Sie ein guter Kompromiss? Sie können jetzt schon Kontakt zu einer Hebamme suchen, falls Sie dies nicht bereits schon getan haben. 

Wenn Sie bald nach der Geburt wieder berufstätig sein wollen und die Grosseltern nicht zur Verfügung stehen, sollten Sie die Möglichkeiten der Kinderbetreuung in Ihrer Nähe prüfen. Kinderkrippen-Wartelisten sind oft lang. Auch eine private Betreuung zu Hause zu finden, kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Wahl der Hebamme

Wenn Sie neben den Untersuchungen bei Ihrem Frauenarzt eine zusätzliche fachliche Unterstützung suchen, können Sie sich entweder an eine frei praktizierende oder angestellte Hebamme wenden. Sie begleitet Sie durch Ihre gesamte Schwangerschaft, zu Hause oder im Spital und kann Ihnen wertvolle Tipps geben. 

Doch auch hier sollten Sie rechtzeitig auf die Suche gehen, da viele Hebammen schon weit im Voraus ausgebucht sind. Die Hebammenzentralen bieten telefonische Beratung oder vermitteln eine Hebamme in Ihrer Nähe. Die Leistungen der Hebammen werden ohne Belastung von Franchise und Selbstbehalt von der Grundversicherung übernommen.

Weitere Informationen zum Thema Hebamme, finden Sie unter: www.hebamme.ch

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