Schwangerschaft

11. Schwangerschaftswoche (SSW 11)

Nützliche Informationen

Gute Neuigkeiten: Ab dieser Woche sinkt das Risiko einer Fehlgeburt rapide. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 11. Schwangerschaftswoche.

Das Gehirn und das Nervensystem entwickeln sich weiter. So beginnen sich jetzt die beiden Gehirnhälften zu differenzieren, während die Nervenzellen nach und nach miteinander kommunizieren. 

Über dem winzigen Herzen hat sich nun der Brustkorb geschlossen. Ebenso beginnen an den winzigen Fingern und Zehen die ersten Nägel zu wachsen. Mittlerweile ist auch die Haut nicht mehr ganz so durchscheinend, da sich immer weitere Hautschichten bilden. 

Gute Nachricht: Ab jetzt sinkt das Risiko einer Fehlgeburt rapide.

Tipp: Auf was Sie bei Krankheiten und Impfungen achten müssen

Mehrere Infektionskrankheiten, beispielsweise Kinderkrankheiten, können während einer Schwangerschaft Ihr Kind schwer schädigen. Andererseits sind auch nicht alle Impfungen gegen diese Erkrankungen ungefährlich für Ihr ungeborenes Baby, vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. 

Falls Sie wissen, dass in Ihrer Umgebung Kinder an Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken erkrankt sind, sprechen Sie möglichst schnell mit Ihrem Arzt. Generell sollten nur wirklich dringende Impfungen während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Unbedenklich während einer Schwangerschaft, und teilweise auch empfohlen, sind Impfungen gegen Tetanus, Grippe, Kinderlähmung (Poliomyelitis) und Hepatitis A und B. Auch diese Impfungen sollten aber nach Möglichkeit nicht in den ersten drei Monaten durchgeführt werden.

Man sieht zwar noch keinen Bauch, aber vielleicht spannt bereits Ihr Hosenbund. Auch Ihre Brüste sind schon ein wenig gewachsen. Ihre Gebärmutter dehnt sich immer weiter aus und drückt dadurch vermehrt auf Ihre Blase. 

Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto mehr wird auch der Verdauungsprozess dadurch beeinträchtigt. Die Verdauung verläuft langsamer und der Darm hat weniger Spannkraft. Vielleicht sind Sie in dieser Phase auch durstiger als gewöhnlich. Das liegt am ständig zunehmenden Blutvolumen, das sich bis zur Geburt fast verdoppelt. Der positive Nebeneffekt: Wenn Sie vorher unter kalten Händen und Füssen gelitten haben, werden Ihre Hände und Füsse jetzt dadurch angenehm warm.

Tipps: Die Brust auf das Stillen vorbereiten

  • Tragen Sie jetzt schon einen etwas grösseren, gut stützenden BH (wenn möglich aus Baumwolle), um eine Überdehnung des Stützgewebes der Brust zu vermeiden. Einige Ärzte empfehlen, lieber einen Sport-BH oder einen bügellosen BH zu tragen, da die Bügel die natürlichen Veränderungen in der Brust hemmen und die normale Entwicklung der Milchgänge behindern können. Die Auswahl ist riesig – Sie finden sicher die Unterstützung, die Ihre Brust jetzt braucht.
  • Kalte Brustduschen regen die Durchblutung an.
  • Bei manche Frauen tritt schon während der Schwangerschaft gelegentlich ein wenig Vormilch aus der Brust aus. Diese kann wie eine Creme auf der Haut verrieben werden und ist die ideale Pflege für die Brust.
  • Bei Brustschmerzen wirkt Lavendel entspannend und beruhigend. Ein warmes Bad oder ein warmer Lavendelwickel helfen. Ebenso sorgt eine Lavendel-Öl-Massage für Linderung.

Was Sie bei starkem Ausfluss tun können:

Falls Sie in der Schwangerschaft unter stärkerem Ausfluss leiden, ist das ganz normal.

  • Es empfiehlt sich, die Vagina nur mit Wasser zu reinigen.
  • Auf Scheidenspülungen oder Intimsprays sollten Sie verzichten.
  • Indem Sie jeden Tag viel trinken – das heisst mindestens zwei Liter – können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, Bakterien hinauszuschwemmen.

Unter Ultraschallsicht wird ab der 11. Schwangerschaftswoche eine lange, dünne Nadel durch die Bauchdecke vorgeschoben und eine kleine Menge Fruchtwasser entnommen. Die Chance, eine Chromosomenveränderung oder erbliche Stoffwechselerkrankungen dabei zu entdecken, liegt bei nahezu 100 Prozent. Das Risiko, sein Kind bei dieser invasiven Methode zu verlieren, beträgt etwa 0,5 Prozent.
 
Wer kein Risiko eingehen will, hat seit 2012 die Möglichkeit, einen pränatalen Bluttest zu machen.

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