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Einnistungsblutung in der Frühschwangerschaft: So erkennen Sie die Nidationsblutung

Nützliche Informationen

Rund drei bis vier Wochen nach der letzten Regelblutung, also ein bis zwei Wochen nach der Befruchtung der Eizelle, kann eine leichte, nur kurz andauernde Blutung auftreten: Die Einnistungsblutung. Hier erfahren Sie, wie Sie die so genannte Nidationsblutung in der Frühschwangerschaft erkennen und erhalten Antworten auf die häufigsten Fragen.

Die Einnistungsblutung setzt ungefähr zum selben Zeitpunkt ein, an dem eine Frau ihre Regelblutung hätte – und sorgt somit vor allem bei Frauen, die sich schon lange ein Kind wünschen, im ersten Moment nicht selten für grosse Enttäuschung. Kein Wunder, wird das Thema in Internetforen und Chats heiss und ausgiebig diskutiert. Hier erfahren Sie das Wichtigste zur Nidationsblutung in der Frühschwangerschaft und erhalten Antworten auf die häufigsten Fragen.

So erkennen Sie die Einnistungsblutung

Wann findet die Einnistungsblutung statt?

Nachdem eine Eizelle befruchtet worden ist, wandert sie langsam durch den Eileiter zur Gebärmutter und nistet sich dort in die Gebärmutterschleimhaut ein. Dort kann es – muss es aber nicht! – zu leichten Verletzungen der mütterlichen Blutgefässe kommen, wenn das Ei die Gebärmutterwand durchdringt. Dies geschieht rund ein bis zwei Wochen nach der Befruchtung der Eizelle, also um die 4. Schwangerschaftswoche herum.

Wie lange dauert die Einnistungsblutung?

Die Einnistungsblutung dauert nicht länger als maximal drei Tage. Ist die Blutung dann noch nicht verebbt, muss von einer normalen Menstruationsblutung ausgegangen werden.

Wie sieht eine typische Nidationsblutung aus und wie unterscheidet sie sich von einer normalen Periode?

Die Nidationsblutung unterscheidet sich von der Regelblutung vor allem dadurch, dass sie nur ein bis zwei Tage dauert. Oft besteht sie nur aus einzelnen Blutstropfen oder hellroten Schlieren, und auch die für eine Menstruationsblutung typischen Symptome wie Unterleibs-, Kopf- oder Rückenschmerzen bleiben aus. Im Unterschied zur Periode wird die Nidationsblutung nicht stärker nach dem ersten Tag, sondern bleibt schwach und ebbt schnell wieder ab.

Wie stark kann eine Einnistungsblutung werden?

Da während der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Frühschwangerschaft lediglich ganz kleine Blutgefässe verletzt werden, fällt die Nidationsblutung auch nur schwach aus. Wenn Sie starke Blutungen haben, die mit Schmerzen und/oder Krämpfen verbunden sind, sollten Sie sicherheitshalber Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen aufsuchen. 

Bedeutet die Einnistungsblutung immer auch eine Schwangerschaft?

Blutungen können ganz verschiedene Ursachen haben: Zyklusschwankungen, Stress, Hormonschwankungen oder auch kürzlich stattgefundener Geschlechtsverkehr können zu einem so genannten „Spotting“ führen. Eine leichte Blutung bedeutet daher nicht zwingend, dass Sie schwanger sind. Bevor Sie sich also den Kopf zerbrechen, zu rechnen und zu spekulieren beginnen, ist es ratsam, zeitnah einen Schwangerschaftstest durchzuführen und sich somit Gewissheit zu verschaffen. Die meisten handelsüblichen Schwangerschaftstest liefern 14 Tage nach dem Eisprung zuverlässige Ergebnisse. Seit neuestem gibt es aber auch immer mehr Frühtests auf dem Markt, die bereits wenige Tage nach dem Eisprung anzeigen, ob die Eizelle befruchtet worden ist oder nicht. 

Fällt der Schwangerschaftstest positiv aus, ist es ratsam, einen Termin bei der Gynäkologin auszumachen und dort die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Beim Untersuch– falls tatsächlich eine Schwangerschaft vorliegt – kann dann auch festgestellt werden, in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich bereits befinden, ob alles so aussieht, wie es sollte und wann Ihr Baby voraussichtlich das Licht der Welt erblicken wird. 

Foto: Getty Images

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