Babyernährung

Der Familientisch: Ab jetzt isst unser Baby mit

Sobald das Kind selbst sitzen kann und an Beikost gewöhnt ist, gehört es mit an den Familientisch. Was ist in diesem nächsten Schritt der Ernährung zu beachten?

Nützliche Informationen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Ab etwa dem 10. Monat ist Ihr Kind bereit für den Familientisch.
  • Das Kind lernt durch das Beispiel der Eltern am Tisch, wie man sich dort benimmt.
  • Salz und Gewürze sollten beim Kochen der Beikost für das Baby nun sparsam verwendet werden.
  • Eltern sollten ihr Kleinkind mit kleinen Schritten durch den Wechsel der Ernährung begleiten.

Die meisten Babys sind ab dem fünften Monat bereit für die Muttermilch-Abgewöhnung und für den ersten Brei aus Gemüse oder Obst. Ist Ihr Kind an die Beikost und an den Brei gewöhnt, bekommt es bald Lust auf mehr. Der Brei aus Gemüse und Früchten wird langweilig. Das Kind wird immer neugieriger darauf, was die Eltern alles essen. Man sieht es dem Blick an: «Das riecht aber gut und sieht so interessant aus!» Auch, was die Geschwister essen, macht Appetit.

Und tatsächlich ist es mit etwa zehn bis zwölf Monaten soweit: Ihr Kind, wenn es dann schon selbstständig sitzen kann und Beikost kennt, kann gut am Familientisch mitessen. Ab diesem Moment gehört es vollwertig zum Familienessen dazu und lernt schon früh durch Imitation, wie man sich zu Tisch benimmt. Nun brauchen Sie Ihrem Kind auch nicht immer ein Extra-Essen zu kochen. Der dadurch reduzierte Aufwand wirkt sich entspannend auf Ihren Zeitplan aus. 

Bye Bye Brei und hallo feste Nahrung

Ab jetzt werden die gemeinsamen Mahlzeiten der Familie zur Gewohnheit. Dabei geht es aber nicht nur um den Start einer ausgewogenen Ernährung ohne Muttermilch. Regelmässig zusammen zu sitzen und zu essen, signalisiert Ihrem Kind auch Zusammengehörigkeit. Hier lernt es nicht nur Essensgewohnheiten und Benimmregeln, sondern auch soziales Verhalten. Deshalb ist eine entspannte Atmosphäre am Tisch zwischen Eltern und Baby von besonderer Bedeutung. Wenn möglich, sollten Sie schwierige Themen am Essenstisch in Anwesenheit kleiner Kinder vermeiden. Ihr Baby wird womöglich sonst die negativen Schwingungen mitbekommen. Eltern erwähnen dort lieber die schönen Erlebnisse des Tages, denn die innere Verknüpfung mit dem Essen und Nahrungsaufnahme sollte von Anfang an positiv besetzt sein.

Tipps und Regeln für das Kochen von Beikost für Kinder

  • Verwenden Sie Salz so sparsam wie möglich. Zu viel Salz ist nicht gesund und schadet den Nieren von Kleinkindern. Auch Zucker sollten Sie dem Essen nicht zusätzlich zuführen.
  • Zwingen Sie Ihr Baby nicht, Obst oder Gemüse zu essen, welches es ablehnt. Eine Kombination aus bekannter Beikost in Verbindung mit neuen Lebensmitteln hilft dem Kind, die neue Ernährung zu akzeptieren.
  • Achtung bei gesunden aber härteren Zutaten wie Nüssen, Kapern oder Oliven! Sie sollten nur zerkleinert im Essen vorkommen. Kleinkinder könnten sich sonst daran verschlucken. Kochen Sie zudem hartes Gemüse zuerst weich, bevor Sie es Ihrem Baby geben.
  • Verwenden Sie nicht zu scharfe Gewürze. Die Geschmacksnerven Ihres Kindes sind noch sehr empfindlich. Chili und Pfeffer können am Tisch nachgewürzt werden.
  • Achten Sie auf Reaktionen Ihres Kindes nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel, um Allergien Ihres Säuglings frühzeitig zu erkennen.

Gesunde Stimmung für das gesunde Baby

Uns Menschen tun feste Rituale und Strukturen gut, wir können uns an ihnen orientieren. Deshalb geben feste Essenszeiten, zu denen alle Familienmitglieder pünktlich erscheinen, einen guten Rahmen. Nicht zu vergessen: Das Auge isst mit. Ein schön gedeckter und sauberer Tisch animiert auch das Kleinkind zu einem guten Appetit. Auch trägt richtiges Geschirr für die Kinder dazu bei. Für Babys eignen sich Teller und Becher aus dem Kunststoff Melamin. Es gibt sie mit vielen unterschiedlichen Motiven und sie zerbrechen nicht, wenn sie herunterfallen. Was auch für eine entspannte Stimmung sorgen kann: Geben Sie Ihrem Baby die Möglichkeit, sein Essen selbst zu schöpfen, sofern es sich dabei nicht verletzen kann. So wird es – fast wie die Grossen – aktiv in den Schöpfprozess eingebunden. Da Babys eine gute Wahrnehmung von Hunger und Sättigung in der Ernährung haben, sollten sie nicht gezwungen werden, den Tellerinhalt aufzuessen.

Goldene Regeln für das Essen am Familientisch – so lernt Ihr Baby schon früh am guten Beispiel

  • Wir beginnen gemeinsam mit dem Essen, sobald alle sitzen
  • Jedes Familienmitglied darf sagen, was ihm wichtig ist
  • Wir lassen den anderen ausreden und unterbrechen ihn nicht
  • Streit ist am Essenstisch tabu
  • Wir sprechen nicht mit vollem Mund
  • Das Fernsehgerät bleibt beim gemeinsamen Essen ausgeschaltet
  • Niemand benutzt sein Smartphone beim Essen

Tischmanieren lernen können auch Kleinkinder

Isst ein Baby am Tisch mit, kann es schnell vorkommen, dass die Hälfte der gesunden Ernährung auf dem Boden landet. Hier ist Gelassenheit gefragt – Kinder lernen Tischmanieren nicht von heute auf morgen. Positiv beeinflussen können Sie als Eltern das Benehmen am Tisch durch aktives Vorleben, so gewöhnt sich Ihr Kleinkind allmählich an den Familientisch. In der ersten Zeit wird Ihr Baby noch mit den Händen essen wollen. Hände sind die Gabeln und Löffel der Kinder: Mit ihnen führt es das Gemüse oder Brot nicht nur in den Mund, sondern spürt auch ihre Textur und Wärme. Eltern sollten ihr Baby auch hier langsam an Gabeln und Messer heranführen. 

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