Babypflege

Alles rund ums Wickeln

Pro Juventute
Bild wird geladen

Pro Juventute Elternberatung

Unser Fachpartner für dieses Thema ist die kostenlose Elternberatung von Pro Juventute.

Nützliche Informationen

Stichwörter

Babypflege 0-3 Jahre Baby

Das Wechseln der Windeln ist ein wichtiger Teil der Babypflege und bietet auch immer eine gute Gelegenheit, mit dem Baby zu spielen, es zu streicheln und seinen Körper wahrzunehmen. Nehmen Sie sich deshalb bewusst Zeit dafür.

In körperlicher wie emotionaler Hinsicht bedeutet Berühren auch berührt werden. Trotzdem, nicht alle Kinder mögen das Wickeln gleich gern. Vor allem in der ersten Zeit weinen manche dabei. Erwachsene neigen dazu, ihre eigenen Vorstellungen von Sauberkeit auf Kinder zu übertragen. Nasse Windeln stören ein kleines Kind jedoch nur, wenn es zugleich kalt hat oder seine Haut wund ist. Den Schlaf des Babys, den Spaziergang oder die Stillzeit also nicht gleich unterbrechen, weil die Windel feucht wird. Lieber erst einmal eine zusätzliche Decke um das Kind legen. Ob das Baby sofort, wenn es ein grosses «Geschäft» erledigt hat, gewickelt werden sollte, hängt von der Empfindlichkeit der Gesässhaut ab.

Tipps rund ums Wickeln

  • Am Anfang wechseln Sie die Windeln des Säuglings etwa alle vier Stunden. Ob das vor, zwischen oder nach den Mahlzeiten geschieht, spielt keine Rolle - Hauptsache, Sie und Ihr Kind fühlen sich wohl dabei.
  • Achten Sie darauf, dass die Windeln nicht zu gross oder zu klein sind, damit ihr Baby die richtige Bewegungsfreiheit hat.
  • Die Babyhaut wird weniger schnell wund, wenn sie viel Luftkontakt bekommt. Den Po also einen Moment an der frischen Luft trocknen lassen.
  • Ohne Windeln strampelt das Baby viel lieber. Wichtig ist, dass es dabei schön warm hat.
  • Nicht zu oft waschen und keine Seife verwenden
  • Nur in Ausnahmefällen empfiehlt es sich Reinigungstüchlein zu verwenden. Für unterwegs sind sie ideal, jedoch nicht für den ständigen Gebrauch geeignet.
  • Alles, was es zum Wickeln braucht, bereitlegen und das Kind nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen lassen.
     

Was, wenn der Po wund ist?

Der beste Schutz vor wunden Baby-Pos ist häufiges Wickeln. Vor allem nach dem Stuhlgang sollte man dem Baby rasch die Windeln wechseln. Zeigen sich trotzdem einmal Rötungen, tragen Sie etwas Wundheilsalbe auf die betroffenen Stellen auf. Lassen Sie Ihr Kind aber auch regelmässig ohne Windeln strampeln. Es fühlt sich wohl dabei, die frische Luft auf der Haut tut gut und beugt Rötungen vor.

Grundsätzlich sollten Sie Crèmes und Salben sparsam einsetzen. Das Gesäss des Babys wird mit warmem Wasser gewaschen und anschliessend gut getrocknet. Bei Bedarf die Genitalien des Mädchens mit etwas Öl von vorne nach hinten reinigen. Bei Buben sollte die Vorhaut nicht zurückgeschoben werden.

Verstopfung bei Schoppenkindern

Gestillte, gesunde Kinder entleeren ihren Darm unterschiedlich oft; an einem Tag möglicherweise bis zu zehn Mal, dann wieder bloss ein oder zwei Mal in zehn Tagen. Schoppenkinder tun dies in der Regel einmal am Tag. Wenn ein Schoppenkind Anzeichen von Verstopfung aufweist und während ein bis zwei Tagen nur nasse Windeln hat oder den Anschein erweckt, dass es sich nicht wohl fühlt, dann ziehen Sie eine Mütterberaterin bei, suchen Sie den Kinderarzt/die Kinderärztin auf oder wenden Sie sich an die Beratung des Eltern Club Schweiz.

Sicherheit

Je älter Ihr Baby ist, desto mehr bewegt es sich. Lassen Sie es auf dem Wickeltisch keinen Moment aus den Augen. Stürze vom Wickeltisch gehören zu den häufigsten Unfällen im ersten Lebensjahr. Ablagefächer mit Kleidung und Hygiene-Utensilien direkt beim Wickeltisch sind praktisch. Sie sollten aber nicht in Griffweite des Kindes sein.

Foto: Getty Images

Auch damit machen Sie Ihr Baby glücklich

Gugus