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Stillkissen – treue Begleiter, nicht nur in der Stillzeit

Ein passendes Stillkissen gehört für werdende Eltern zu den Investitionen, die sich langfristig lohnen. Doch was muss ich beim Kauf eines Lagerungskissens beachten? Dieser Test hilft, die richtige Auswahl zu treffen.

Es gibt werdende Eltern, die bereits während der Frühschwangerschaft das Kinderzimmer streichen oder auf die Suche nach einem farblich passenden Kinderwagen gehen. Ich gehörte und gehöre nicht zu dieser Gattung. Doch etwas habe ich sehr früh besorgt: ein Stillkissen. Und allerspätestens im achten Monat war ich extrem froh darüber. 

Wozu ist ein Stillkissen nötig?

Das Stillkissen bzw. Lagerungskissen erweist bereits in der Schwangerschaft einen guten Dienst, indem es den Rücken in verschiedenen Positionen stützt und den Bauch in Seitenlage entlastet. So kann Frau auch mit ganz runder Kugel gut schlafen.

Ist das Baby da, geht es für Mutter und Kind zuerst einmal vor allem um eines: die Nahrungsaufnahme. Wer stillt, kann sich in den ersten Wochen nicht mehr viel anderes vornehmen, so zumindest meine Erfahrung mit meinen beiden Kindern. Am Anfang kann eine Mahlzeit schon mal eine Stunde dauern. Wer keine Lust auf Nackenversteifungen hat, sollte sich das Stillen oder «Schöppeln» so bequem wie möglich gestalten. Hier ist das Stillkissen unersetzlich. Dank ihm bringt die Mama den Arm mit dem Baby in eine bequeme Haltung und kann den Rücken gerade halten. 

Worauf muss ich bei einem Stillkissen achten?

Es gibt viele verschiedene Stillkissen auf dem Markt. Um einen Überblick zu bekommen, sind folgende Punkte relevant beim Kauf: 

  • Ist das Stillkissen aus einem hautfreundlichen Material wie z.B. Baumwolle? 
  • Verarbeitung: Wie sehen die Nähte aus? Ist das Kissen robust? Ist der Reissverschluss versteckt damit sich keiner verletzt?
  • Waschbarkeit: Kann ich Bezug und Kissen waschen? Bei wieviel Grad?
  • Länge: Kann ich das Kissen für meine Zwecke benutzen bzw. ist es lang genug? Dies gilt es vor allem bei Zwillingen zu bedenken.

Stillkissen im Test: Milette und Boppy

Ich habe zwei verschiedene Stillkissen getestet, die beide in der Migros erhältlich sind. Eines der Eigenmarke Milette, eines von Boppy.

Das Milette-Kissen: Weich und formbar

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Das Stillkissen von Milette ist ein langes Stillkissen mit seinen 190 cm. Gefüllt ist es mit TÜV-zertifizierten Polystyrolperlen, die das Kissen sehr gut formbar machen. Man kann das Kissen für verschiedene Stillpositionen sowie andere Zwecke nutzen. Auch für Schwangere ist dieses Kissen sehr bequem, da es sich gut dem Körper anpasst und sich je nach Bedarf auch festere Stellen zurechtrücken lassen. 

In grösseren Migros-Filialen gibt es verschiedene Bezüge mit herzigen Mustern. Die Baumwoll-Bezüge sind bei 60 Grad waschbar, was zweifelsohne von Vorteil ist, wenn das Baby beispielsweise Milch ausspuckt. Die Jersey-Bezüge und das Kissen selber sind ebenfalls bei 40 Grad waschbar.

Boppy: Eine langfristige Investition, vor allem für das Baby

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Das Stillkissen von Boppy ist bereits seit über 20 Jahren auf dem Markt und weltweit sehr beliebt. Auf Internet-Foren wird das Kissen euphorisch gelobt. Mit seiner festen Form (Kunstfaser) und der eher kleinen Grösse ist es ein Exot unter den Stillkissen. Der Hersteller wirbt mit der ergonomischen Form und betont, dass sich damit das Baby beim Stillen automatisch auf der richtigen Höhe zur Brust befindet. Mit ein bisschen Übung habe ich das auch so hingekriegt. Wenn ich eine gute Position gefunden habe, dann bleibt sie auch, denn die Kunstfaser gibt nur soviel nach wie nötig. Später dient das Kissen auch als Stütze, wenn das Baby übt zu sitzen. Kissen und Bezug sind bei 30 Grad waschbar.

Für die Schwangerschaft würde ich dieses Kissen jedoch nicht unbedingt empfehlen.  

Fazit

Die beiden Stillkissen sind von ihrer Art her sehr verschieden. Beide Kissen sind grundsätzlich bequem und qualitativ hochwertig. Das Milette-Kissen ist von der Formbarkeit her flexibler und in der Schwangerschaft sicher bequemer als das Boppy-Kissen. Letzteres punktet jedoch beim Abstützen des Arms während dem Stillen: Es bleibt fest, während das Kissen von Milette eher einmal einsinken kann, wenn man es nicht schön formt. Ein Vorteil bei dem langen Milette-Kissen ist die Länge: Weil meine ältere Tochter beim Stillen ihrer kleinen Schwester oftmals dabei sein will, kann sie sich ebenfalls in die Rundung des Kissens kuscheln.

Nützliche Informationen

Leila
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Leila A.

Mutter von zwei Kindern (2,5 Jahre und 5 Monate)

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Leila A.

Mutter von zwei Kindern (2,5 Jahre und 5 Monate)

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Foto: Getty Images

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