Erziehung und Entwicklung

Tipps für Eltern: Jugendkonto für Kinder und Jugendliche

Ein Jugendkonto hilft Ihrem Teenager besser mit dem Taschengeld und dem Jugendlohn umzugehen. Tipps für Eltern von Migros-Bank-Experten.

Münzen und Noten auf die Theke zu legen war früher. Heute bezahlen viele zunehmend cashless, also ohne Bargeld. Das geht entweder digital mithilfe von Apps auf dem Smartphone oder mit der Bankkarte. Diese einfache Zahlweise verleitet aber schnell zu unkontrollierten Ausgaben. Das stellt nicht nur Jugendliche vor Herausforderungen, sondern auch Eltern: Wie soll ich meinem Kind den richtigen Umgang mit Geld beibringen, wenn es mehrheitlich nur noch virtuell existiert?

Ein Jugendkonto fürs Taschengeld oder Jugendlohn eröffnen

Um das Kind an die Thematik Geldverwalten und Sparen heranzuführen, ist es sinnvoll, das Taschengeld anfangs bar auszuzahlen – in der Primarschule erst wöchentlich, allenfalls ab 10 Jahren monatlich. Ab 12 Jahren macht es auch Sinn, einen Jugendlohn® einzuführen. So lernen Kinder, ihr Geld besser einzuteilen. Wenn Ihr Teenie verantwortungsbewusst und selbständig mit Geld umzugehen weiss, können Sie als Eltern den monatlichen Batzen auch auf ein Jugendsparkonto auf der Bank einbezahlen.

Zu einem Konto gehört auch eine Debitkarte, mit welcher das Kind Geld am Bancomat beziehen oder seinen Einkauf direkt bargeldlos bezahlen kann. Idealerweise wird für häufige Bezüge ein Privat- statt Sparkonto benutzt, mit genug Freiraum für finanzielle Transaktionen. Ratsam ist die Erstellung eines Budgets, damit die Ausgaben nicht aus dem Ruder laufen und Ende Monat möglichst noch etwas Geld auf dem Bankkonto übrig bleibt. Wichtig ist es, dass der Nachwuchs möglichst früh das regelmässige Sparen lernt.

Lohnt es sich für Jugendliche, Geld zu sparen?

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das gilt auch bei Geldangelegenheiten. Bereits im frühen Alter zahlt sich das Sparen für die Zukunft aus. Die Erfüllung eines grossen Wunsches, wie beispielsweise einer neuen Spielkonsole oder eines Laptops für die Schule, gibt dem Jugendlichen Anreiz zum Sparen. Zumindest wer mit dem Erreichen des 17. Lebensjahres Fahrstunden nehmen will, sollte etwas Geld auf die Seite legen.

Je nach Anlagehorizont und Verwendungszweck eignen sich verschiedene Spartöpfe. Um unvorhergesehene Ausgaben zu decken, welche Sie als Eltern nicht übernehmen möchten, eignet sich eine Reserve auf dem Jugendsparkonto. Darauf gehören auch Gelder für Sparziele mit einem Horizont von ein bis zwei Jahren (z.B. Ferien). Für jene mit einem Horizont von drei und mehr Jahren lohnen sich alternativ Fondssparpläne mit abgestimmter Aktienquote. Am besten lassen Sie und Ihr Teenie sich hierzu von der Bank beraten.

Nützliche Informationen

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Migros Bank Free25
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Free25 – Angebot der Migros Bank für Junge bis 25

Das Angebot Free25 der Migros Bank bietet attraktive Vorteile für Jugendliche ab 12 Jahren. Das Herzstück bildet dabei das kostenlose Privatkonto Free25 und die Maestro-Karte Free25 ohne Jahresgebühr. Kunden können an allen Bancomaten der Migros Bank, aber auch an den Kassen diverser Geschäfte der Migros-Gruppe spontan, sicher und ohne Gebühren Geld abheben. In Geschäften sind auch kleinere Beträge wie zum Beispiel 20 Franken und eine gewünschte Stückelung erhältlich. Die Sonect App erlaubt ausserdem den Bargeldbezug in weiteren Geschäften wie beispielsweise K Kiosk und Volg, allerdings kostenpflichtig.

Free25 umfasst zusätzlich die Möglichkeit, mittel- bis langfristige Sparziele mit dem Sparkonto Free25 zu einem Vorzugszinssatz oder dem Fondssparplan Free25 zu erreichen. Darüber hinaus kann beim Einkaufen in verschiedenen Unternehmen der Migros-Gruppe von Vorteilen zu attraktiven Konditionen profitiert werden. Erfahren Sie mehr hier.
 

Tipps und Tricks für das erste Jugendkonto

Mit folgenden Tipps und Tricks gelingt der sichere Umgang mit dem Bankkonto:

1. Zeitpunkt für die Kontoeröffnung bestimmen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Einrichten eines Sparkontos für Ihr Kind? Grundsätzlich können Eltern schon ab der Geburt ein Jugendsparkonto eröffnen. Mit dem 18. Geburtstag wird das Guthaben dann automatisch an Ihren Nachwuchs übertragen und läuft dann auf seinem Namen weiter. Will Ihr Teenager selber ein Konto eröffnen, kann es das beispielsweise bei der Migros Bank bereits ab dem Alter von 12 Jahren tun.

2. Budget planen

Eine Budgetplanung ist das A und O jeder Kontoführung. Dabei können Sie zusammen mit dem Kind aushandeln, welche Ausgaben es mit dem Konto tätigen darf und welche nicht. Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt dies ab ca. 16 Jahren und spricht dabei von einem «erweiterten Taschengeld». Besonders beim Onlineshopping sind Grenzen wichtig. Damit das Kind die Ausgaben online nicht aus den Augen verliert, empfiehlt sich eine Budget-App wie beispielsweise «Haushaltsbuch: Money Manager», welche kostenlos für Android und iOS verfügbar ist. Eine weitere praktische und einfach zu bedienende App ist «BudgetCH» von der Budgetberatung Schweiz (kostenlos für Android und iOS verfügbar).

3. Maximalbetrag für Ausgaben aushandeln

Hat Ihr Jugendlicher einen festen Lehrlingslohn und shoppt regelmässig online, bietet sich eine Prepaid-Kreditkarte an. Dabei ist es jedoch wichtig, bei den Ausgaben nicht den Überblick zu verlieren. Als Eltern können Sie mit dem Nachwuchs dabei einen Maximalbetrag pro Einkauf festlegen, den er nicht überschreiten soll. Denn ein vorsichtiger Umgang mit dem Konto liegt auch im Interesse des Jugendlichen.

4. Bei der Selbstdisziplin helfen

Impulskäufe führen manchmal zu nachträglichen Zweifeln. Dieses Themas sollten Sie darum mit Ihrem Kind besprechen. Denn beim Bezahlen mit einer Karte oder dem Smartphone ist die Gefahr gross, mehr Geld auszugeben, als geplant war. Mithilfe der Mobile Banking App und Apps von Kartenherausgebern behält Ihr Kind jederzeit den Überblick über seine getätigten Ausgaben, den Kontostand und die verbleibende Kartenlimite.

5. Freiheit lassen

Schliesslich gilt trotz aller Planung: Erlauben Sie Ihrem Kind finanzielle Freiheiten in Bezug auf sein eigenes Konto. Nur so können Jugendliche den Umgang mit dem eigenen Geld auf ihrem Konto lernen und folglich mehr Selbstbewusstsein aufbauen.

Sparkässeli für zuhause

Foto: Getty Images

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