Babygesundheit

Gesund durchs Jahr: Das sorgt für ein starkes Immunsystem

Frische Luft, viel Bewegung, eine ausgewogene Ernährung. Das sind die Grundlagen für ein intaktes und starkes Immunsystem – sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Aber es gibt noch mehr Methoden, mit denen Sie die Abwehrkräfte der Kleinen stärken können. Mit unseren Tipps kommen Sie und Ihre Kinder gesund durchs Jahr.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Unser Immunsystem wehrt Bakterien, Viren und Parasiten ab und schützt uns so vor Infektionen.
  • Besonders Kinder kurz nach der Muttermilchphase müssen ihr eigenes Immunsystem stärken.
  • Übertriebene Hygiene ist eher schädlich und schwächt das Immunsystem.
  • Nahrungsergänzungsmittel, wie zum Beispiel Vitamin C, sind bei gesunden Kindern überflüssig.
  • Kinder sind anfällig für Infekte: Zehn bis zwölf Erkältungen pro Jahr sind bei Kindern keine Ausnahme.

Ein starkes Immunsystem schützt uns vor Infekten. Wer eine starke körpereigene Abwehr hat, wird also weniger krank, wer ein schwaches Immunsystem hat, kränkelt öfter und länger. Wer sich schützen will, kann mit verschiedenen Massnahmen sein Immunsystem stärken. Wichtig wird das vor allem, wenn es draussen wieder kühler wird und der erste Schnupfen des Jahres ansteht. Das gilt auch für Kinder. Vor allem, wenn sie gerade von der Muttermilch abgewöhnt worden sind und ihre eigenen Abwehrkräfte erst selbst stärken müssen. Eltern können sie dabei aber gut unterstützen und mit ein paar kleinen Tricks und Massnahmen ihre Gesundheit und die körpereigene Abwehr fördern.

Der Kontakt mit Bakterien und Keimen stärkt die Abwehrkräfte

Abwehrkräfte wollen trainiert werden. Falsch wäre es, jetzt auf eine übersteigerte Hygiene zu achten. Um die Stärkung des Immunsystems zu unterstützen, sollten Kinder mit Keimen in Kontakt kommen. Erst, wenn sie mit einem Keim in Kontakt waren, können sie später die entsprechenden Antikörper bilden und werden nicht mehr krank.

Das bedeutet aber auch, dass in der Kindheit regelmässige Erkältungen gang und gäbe sind. Das ist nützlich und sorgt eben für die erwähnte Immunisierung. Infekte lassen sich nicht vermeiden und es macht also sogar Sinn, dass diese hin und wieder durchlebt werden. Trotzdem können und sollten Sie das ein oder andere unternehmen, um die Abwehrkräfte der Kinder zu stärken. Kostspielige Nahrungsergänzungen, Vitamine und Tabletten, braucht man dafür allerdings nicht. Es geht auch ganz natürlich und so ganz nebenbei im täglichen Trubel des Familienalltags! Wir haben die wichtigsten Tipps hier zusammengefasst.

Tipp 1: Bewegung und frische Luft

Ein Kind sollte bei jedem Wetter hinaus an die frische Luft. Dabei gilt: Umso grüner das Umfeld, desto besser. Der Aufenthalt im Freien gibt dem Körper durch die Sonnenstrahlung die Möglichkeit, wichtiges Vitamin D zu bilden. Vergessen Sie den Sonnenschutz nicht: Selbstverständlich sollte man die Kinder trotzdem vor zu viel Sonnenstrahlen wiederum schützen. Bei gutem Wetter verbringen Sie am besten mindestens ein bis zwei Stunden täglich im Freien. Bei schlechter Witterung sollten sich Kleinkinder allerdings nicht länger als eine Stunde draussen aufhalten. Wenn es kälter als - 10 °C ist sogar nur höchstens eine halbe Stunde. Doch das reicht oft schon zum Toben und Spielen. Kinder kommen so glücklich zurück ins Haus. Und Zufriedenheit ist dem Immunsystem sehr zuträglich.

Ein wichtiger Tipp: Bei kaltem Wetter sollten Sie auf warme und trockene Füsse achten: Wenn Kinder kalte und nasse Füsse haben, steigt das Erkältungsrisiko rapide an. Bei kalten Füssen werden nämlich die Nase und Rachenschleimhaut schlechter durchblutet. In Folge dessen kühlt die Schleimhaut aus, sodass Viren leichter einen Infekt verursachen können.

Genügend Bewegung ist wichtig: An der frischen Luft zu rennen, zu klettern und zu toben, toppt jedes Immuntraining. Bei sportlicher Aktivität bilden sich nämlich die sogenannten Viren-Killerzellen am allerbesten. Deshalb macht es Sinn, Kinder daran zu gewöhnen sich möglichst viel körperlich zu betätigen: Motivieren Sie sie, Wege zu Fuss oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, die Treppe statt den Aufzug zu nehmen, häufig auf den Spiel- oder Fussballplatz zu gehen und später Mitglied in Sportvereinen zu werden.

Tipp 2: Richtig zu essen, ist wichtig fürs Immunsystem

Jeden Tag Vitamin C schlucken? Müssen Sie nicht. Die Ernährung ist die Basis von so vielem – auch in Sachen Gesundheit. Wer sich richtig ernährt, nimmt alle wichtigen Vitamine auch so zu sich. Damit der Körper sich gegen Viren wehren kann, braucht er aber auch genügend Energie in Form aller wichtigen Nährstoffe. Damit Ihr Kind genügend Energie aufnimmt und auch kein Stress für den Körper entsteht, helfen geregelte Essenzeiten. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt somit dazu bei, dass Ihr Kind ein starkes Immunsystem entwickeln kann: Decken Sie alle Nährstoffe - Kohlenhydrate, Fette und Eiweiss - ab und achten Sie zudem auf Ballaststoffe aus Gemüse. Auch ungesüsstes Naturjoghurt sowie Vollkornprodukte sind sehr zuträglich für den Körper. 

Gerade im Winter sollten Eltern noch zusätzlich darauf achten, dass ihre Kinder viel Wasser, verdünnte Saftschorle oder Tee trinken. Denn gerade Heizungsluft trocknet den Raum aus, die Schleimhäute sollten aber möglichst feucht sein, um möglichst wenig anfällig für Erreger zu sein.

Tipp 3: Genügend schlafen und Stress reduzieren

Stress schwächt den Körper und das Immunsystem. Darum ist ausreichend Schlaf ebenfalls wichtig für ein starkes Immunsystem. Die Zahl von Abwehrzellen des Immunsystems steigen während des Schlafens. Das Schlafbedürfnis variiert zwar von Kind zu Kind, aber es gibt Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können, wie viel Schlaf Ihrem Kind guttut. Im Alter zwischen einem und zwei Jahren sollte ein Kind idealerweise elf bis zwölf Stunden Schlaf pro Nacht bekommen. Der Raum sollte dabei nicht wärmer als 18 Grad sein.
 
Und was kann man sonst noch tun, um sein Immunsystem zu stärken? Im Winter sollte man immer wieder gut lüften. Fünfminütiges Stosslüften mehrfach am Tag bläst die Viren aus dem Haus. Und natürlich: Häufig die eigenen Hände waschen, wenn man in Kontakt mit vielen anderen Menschen war, 20 Sekunden lang mindestens. So hält man das Risiko geringer, sich selbst oder auch das eigene Kind durch Schmierinfektionen mit Viren anzustecken.

Im Zweifelsfalle ab zum Arzt!

Ihr Kind leidet immer wieder an Bronchitis, hat wiederholt eine Mittelohrentzündung oder gar einer Lungenentzündung? Gehen Sie zum Arzt. In solchen Fällen sollten die Auslöser von einem Spezialisten genauer untersucht werden.

Foto: Getty Images

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