Babyalltag

Entspannt einkaufen mit Kind? Ja, das geht!

Mit einem Kind einkaufen zu gehen ist keine leichte Übung. Sich auf die Einkaufsliste zu konzentrieren, wenn das Kind ungeduldig ist und quengelt, bedeutet für Eltern oft Stress. Was können Sie tun, um entspannter mit Kindern einzukaufen? Wir haben ein paar Tipps.

Nützliche Informationen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Kindern ist es beim Einkaufen oft langweilig: Beschäftigen Sie sie.
  • Sie möchten mitmachen und Entscheidungen treffen dürfen: Lassen Sie den Nachwuchs helfen.
  • Machen Sie den Einkauf zu einem Erlebnis.
  • Ausgeschlafene und satte Kinder sind bessere Einkaufsbegleiter.

Fünf Tipps für eine entspannte Einkaufstour mit Kind

1. Wie die Grossen: Ich will helfen! 

Die Unruhe des Kindes beim Einkaufen kann daran liegen, dass es ihm schlichtweg langweilig ist. Es möchte eigentlich am Prozess des Einkaufens teilnehmen: Das Kind will mitmachen, wissen wie das die Erwachsenen so machen mit dem Einkaufen, es möchte Entscheidungen treffen dürfen und sich «gross» fühlen. Ganz sicher möchte es nicht still und unbeweglich im Einkaufswagen sitzen und die Welt nur an sich vorbeiziehen sehen. Für ein entspanntes Einkaufen ist es also am allerwichtigsten, dass Mütter oder Väter ihre Kinder teilhaben lassen und dies dem Kind auch so kommunizieren. Was für ein Gefühl für das Kind: «Ich darf dabei helfen, etwas für unsere Familie zu tun, ich unterstütze Mama und Papa. Ich werde gebraucht! Die Grossen nehmen mich ernst. Ach, ist das spannend, ich gehöre ja schon richtig dazu.» Diese positive Stimulation und Eingebundenheit wird sich auch für die Eltern auszahlen. 

2. Planen – und zwar mit dem Kind

Das Kind in den Einkaufsprozess miteinbeziehen kann man übrigens schon vor dem Ladenbesuch. Schreiben Sie gemeinsam eine Einkaufsliste: Lassen Sie den Nachwuchs überlegen, was im Kühlschrank fehlt und was es für die kommenden Tage braucht. Loben Sie das Kind, wenn es an etwas Wichtiges gedacht hat. Das stärkt das Selbstvertrauen und macht stolz.

3. Unterwegs im Laden – als Team

Setzen Sie beim Einkauf selbst auf Teamwork: Mit dem kleinen Kinder-Einkaufswagen kann das Kind selbstständig Dinge holen, die auf der Einkaufsliste stehen, die Mama ihm vorliest und in erreichbarer Höhe liegen: Toastbrot, Cornflakes, Reiswaffeln. Auch beim Obst und Gemüse ist Mithilfe gefragt. So vermittelt man dem Kind die besondere Bedeutung dieser Lebensmittel für eine gesunde Ernährung. Die Kinder können dann zum Beispiel mit Mama oder Papa Äpfel oder den «feinen Broccoli» abwiegen. Solche Kommentare prägen sich die Kinder ein. Oder aber das Kind darf entscheiden, welche Früchte und Gemüse gekauft werden diese Woche. Auch beim Joghurt oder anderen gesunden Lebensmitteln sollen die Kinder ruhig ihre eigene Wahl treffen. Am Ende dann das grosse Finale: «Alle Waren auf das Fliessband. Hilfst Du mir?» So sind die Kinder ständig beschäftigt und die Gefahr eines kleinen öffentlichen Aufstands hält sich in Grenzen. 

4. Ausgeschlafen: Ausgeruhte Kinder sind stressresistenter

Eine weitere wichtige Grundvoraussetzung für einen entspannten Weg in den Supermarkt ist, dass das Kind ausgeruht ist und nicht gerade aus einer anderen anstrengenden oder gar stressigen Situation kommt. Müde oder erschöpfte Kinder werden von der meist grellen Supermarktatmosphäre unter Umständen noch aufgeputscht und verlieren dann leicht ihre Nerven. Am besten geht man auch mit Kindern nicht zu Stosszeiten einkaufen, sondern zu üblicherweise ruhigeren Zeiten, wenn weniger Menschen im Geschäft sind.

5. Mit vollem Magen geht das «Posten» einfacher

Wichtig ist auch, dass die Kinder satt sind und sie deshalb etwas weniger von den bunten Süssigkeiten angelockt werden als eh schon zu erwarten ist. Schon zu Hause können Eltern also den Weg für einen entspannten Einkauf anbahnen. 

Immer mit der Ruhe: Tipps, wenn es doch stressig wird

Was tun, wenn trotz aller Vorbereitung und Bemühung der Einkauf mit dem kleinen Liebling zum Desaster wird?

  • Ruhe bewahren
  • Humorvoll reagieren

  • Nur das Nötigste einkaufen (um schnell fertig zu sein)

  • Bei Betteln um zu viele Süssigkeiten standhaft bleiben (sonst passiert das Gleiche das nächste Mal wieder)

  • Daran denken, dass auch alle anderen einmal Kinder waren

Ganz schön praktisch

Foto: iStock

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