Körperpflege

Richtig rasieren: Tipps für den ersten Bartwuchs

Spriessen bei Jungen im Teenageralter die ersten Barthaare, stehen sie vor vielen Fragen: Wie funktioniert rasieren? Eignet sich ein Elektrorasierer oder eine Nassrasur? Und wie lassen sich Rötungen nach der Rasur verhindern? Ein Ratgeber für Eltern von pubertierenden Söhnen.

Nützliche Informationen

Nützliche Informationen

Wenn sich beim Blick in den Spiegel die ersten Barthaare zeigen, löst das bei Jugendlichen ganz unterschiedliche Gefühle aus – von Stolz über Freude bis Verunsicherung und Scham. Bei den meisten Jungen beginnt das Gesichtshaar etwa zwischen 13 und 16 Jahren zu spriessen. Von einem richtigen Bart ist dann oft noch nichts zu sehen. Anfangs sind die Haare weich und eher flaumartig, bei einigen wächst das Gesichtshaar nur stellenweise. Erst mit der Zeit werden die Haare härter und der Bartwuchs regelmässig.

Sprechen Sie mit Ihrem Sohn übers Rasieren

Rasieren kann und soll man den Flaum trotzdem. Die erste Rasur bietet eine wunderbare Gelegenheit für ein Vater-Sohn-Gespräch. Viele Jugendliche sind dankbar, wenn ihr Vater ihnen Tipps gibt und über seine eigenen Erfahrungen berichtet – von Mann zu Mann. Selbstverständlich kann jedoch auch die Mutter mit einer konkreten Anleitung beratend zur Seite stehen. Wie Teenies bei der Rasur richtig vorgehen, erklären wir Schritt für Schritt weiter unten im Text.

Nassrasur versus Trockenrasur

Ob Ihr Junge lieber die Nassrasur oder die Trockenrasur ausprobieren möchte, ist eine individuelle Entscheidung. Am besten erklären Sie ihm die Vor- und Nachteile beider Varianten.

Trockenrasur mit Elektrorasierer

Vorteil:

  • Eignet sich für Jugendliche mit empfindlicher Haut 
  • Geringes Risiko sich zu schneiden

Nachteil:

  • Die Haare werden nur oberflächlich geschnitten
  • Hält bei stärkerem Bartwuchs gerade etwa einen Tag an
     

Nassrasur

Vorteile:

  • Gründlicher als eine Trockenrasur
  • Hält 2 bis 3 Tage, weil die Haare direkt an der Austrittsstelle gestutzt werden

Nachteile:

  • Dauert länger und braucht etwas Übung
  • Führt bei empfindlicher Haut eher zu Rötungen und Pickeln 
  • Risiko sich zu schneiden ist grösser

Welcher Rasierer ist für Männer am besten geeignet?

Zum Nassrasieren gibt es Einweg- oder Mehrwegrasierer. Einwegrasierer sind zwar günstig, verfügen jedoch über einen unflexiblen Klingenkopf, der sich wenig an die Hautkontur anpasst. Jugendlichen mit wenig Rasiererfahrung empfehlen Experten deshalb Mehrwegrasierer.  

Bei den Elektrorasierern unterscheidet man zwei Arten: Bei einem Folienrasierer (z.B. Braun Rasierer Series 7) bewegen sich die Schermesser unter einer Schutzfolie linear hin und her, bei einem Rotationsrasierer  (z.B. Philips Rasierer) bewegen sie sich kreisförmig.

Männern mit sensibler Haut wird oft ein Folienrasierer empfohlen. Hingegen lassen sich mit dem Rotationsrasierer die schwierigen Stellen am Kinn und Hals leichter rasieren. Am besten lassen Väter Ihren Sohn den eigenen Rasierer einmal ausprobieren, bevor dieser sein eigenes Modell bekommt.

Rasieren: So funktioniert es

Diese Anleitungen helfen Müttern, die Ihren Söhnen das Rasieren erklären möchten, ebenso wie Vätern, die alles richtig und detailliert wiedergeben wollen.

Trockenrasur mit Elektrorasierer

  1. Den Elektrorasierer in einem 90-Grad-Winkel zum Gesicht halten und mit wenig Druck über das trockene Gesicht führen. Wenn nötig die Haut mit den Händen leicht straffen. 
  2. Die abrasierten Stoppeln mit Wasser und einem milden Waschgel vom Gesicht waschen. 

Nassrasur

  1. Das Gesicht mit Waschgel und warmem Wasser reinigen. 
  2. Die Haut mit Rasiergel oder Rasierschaum einschäumen.
  3. Den Rasierer in einem leicht schrägen Winkel halten und mit wenig Druck über das Gesicht bewegen. Nach jedem Rasierzug den Rasierkopf mit Wasser abspülen. 
  4. Das Gesicht gründlich waschen.

Wissenswertes rund um die Rasur

  • Ein Peeling vor dem Rasieren kann helfen, das Gesicht auf die Rasur vorzubereiten: Es entfernt abgestorbene Hautschuppen, sodass der Rasierer besser gleitet.
  • Wer zu gereizter Haut neigt, führt den Rasierer am besten in Wuchsrichtung der Haare. Wer hingegen in entgegengesetzte Richtung rasiert, erreicht eine gründlichere Rasur.
  • Der Rasierer sollte nach jeder Rasur gründlich gereinigt werden. Denn sammeln sich Bakterien darauf, kann dies zu Entzündungen führen.
  • Die Klinge des Rasierers sollte regelmässig gewechselt werden, weil stumpfe Klingen das Verletzungsrisiko erhöhen.

Auch die richtige Pflege ist beim Rasieren wichtig

Vermitteln Sie Ihrem Sohn, dass sowohl bei der Nass- wie auch der Trockenrasur eine sorgfältige Hauptpflege wichtig ist. Durch sie lassen sich eingewachsene Haare, trockene Haut, Rötungen oder Pickel vorbeugen. Dafür gibt es verschiedene Produkte: Lotionen spenden Feuchtigkeit und ziehen schnell ein. Cremes sind etwas reichhaltiger als Lotionen. Balsam eignet sich bei strapazierter, empfindlicher oder trockener Haut. Junge Männer mit sensibler Haut sollten zu einem Produkt ohne Alkohol greifen, am besten zu einem Balsam. 

Bei der Trockenrasur bietet es sich an, ein Pre Shave-Produkt, beispielsweise ein Rasieröl zu verwenden. So gleitet der Rasierer geschmeidiger über die Gesichtshaut. Bei der Nassrasur ist das Auftragen eines After Shave-Produkts umso wichtiger. Es beruhigt die gereizte Haut und spendet dieser zusätzliche Feuchtigkeit.

Übung macht den Meister

Beim Rasieren gilt wie bei so vielen Dingen im Leben: Je öfters man es macht, desto einfacher wird es. Haben Sie stets ein offenes Ohr für die Fragen und Anliegen Ihres Jungen. So schaffen Sie eine gute Grundlage, damit er für sich selber herausfinden kann, welche Art des Rasierens und welche Pflegeprodukte ihm am meisten zusagen.

Foto: Getty Images

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