Babyratgeber

Genug trinken: So wissen Sie, ob Ihr Baby die richtige Menge bekommt

Wieviel sollte mein Baby trinken? Viele Eltern sind sich unsicher über den Flüssigkeitsbedarf ihres Kindes. Hier finden Sie Tipps, wie Ihr Kind das Trinken lernt und wie Sie erkennen, ob es genug Flüssigkeit zu sich nimmt.

Nützliche Informationen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Babys haben im Verhältnis zum Körper einen höheren Flüssigkeitsbedarf als Erwachsene.
  • Babys sollten zu jeder Beikostmahlzeit Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Ihr Baby kann in der Schweiz dank der guten Qualität getrost Leitungswasser trinken. Und Achtung: Milch wird als Mahlzeit gewertet und nicht als Getränk.
  • Kinder lernen das Trinken durch Imitation.

Weil der Körper von Babys zu etwa 70 Prozent aus Wasser besteht, brauchen sie im Verhältnis zu ihrer Grösse und ihrem Gewicht mehr Flüssigkeit als Erwachsene, die nur etwa zu 50 bis 60 Prozent aus Wasser bestehen. Gerade wenn ein Baby anfängt Brei zu essen, braucht es mehr Flüssigkeit. Doch wieviel sollte mein Baby trinken? Was ist die optimale Trinkmenge? Für Eltern oft eine schwierige Frage.

Neben der Muttermilch und der Beikost braucht ein Baby zusätzlich Flüssigkeit. Je mehr Mahlzeiten über Beikost gefüttert werden, desto mehr Flüssigkeitsbedarf hat der Körper und desto mehr muss das Kind trinken. In den ersten Monaten nach der Geburt erhält ein Säugling bereits viel Flüssigkeit über die Muttermilch. So wird das Baby in dem Alter kaum anderes trinken als die Milch der Mutter.

Doch der Flüssigkeitsbedarf steigt schnell: Spätestens ab der dritten Beikostmahlzeit benötigt Ihr Kind zu jeder Mahlzeit zusätzliche Flüssigkeit. Ganz klare Angaben zur optimalen Trinkmenge gibt es nicht. Aber gewisse Anhaltspunkte. Kleinkinder ab etwa einem Jahr sollten täglich etwa 600 bis 800 ml zusätzlich trinken.

Wieso Milch nicht als Getränk zählt

Was sollte das Baby trinken? Eigentlich genügt Leitungswasser voll und ganz. In der Schweiz wird die Qualität ständig kontrolliert. Die Analysen zeigen, dass Schweizer Leitungswasser einwandfrei ist. Doch wer ganz sicher gehen will, dass aus den hauseigenen Rohren kein Wasser kommt, das mit Schwermetallen oder Keimen belastet ist, kann das Wasser für das Baby abkochen (und natürlich abkühlen lassen bevor es dem Baby gegeben wird). Als Getränk neben den Mahlzeiten können Sie auch spezielle Baby-Tees oder zwischendurch als Abwechslung milden beziehungsweise stark verdünnten Saft (idealerweise Bio) nehmen sowie Mineralwasser. 

Ungeeignet sind für Kleinkinder koffeinhaltige Getränke (Cola, Kaffee etc.), gesüsste Limonaden oder süssstoffhaltige Flüssigkeiten. Und Vorsicht bei Milch! Milch zählt nicht zu den Durstlöschern und kann nicht zur Trinkmenge angerechnet werden. Weil Milch viel Energie und andere für den Körper wichtige Nährstoffe wie Calcium und Eiweiss enthält, ordnen Ernährungsexperten sie als Lebensmittel und nicht als Getränk ein.

Die richtige Trinkmenge erkennen

Bieten Sie Ihrem Kind nicht vor dem Essen etwas zu trinken an. Das dämpft das Hungergefühl des Babys. Am besten geben Sie Ihrem Kind zu oder nach den Mahlzeiten etwas zu trinken. Und wie erkennen Sie nun, ob das Kind täglich die nötige Menge an Flüssigkeit zu sich nimmt?  Ganz einfach: Das erkennt man am besten am Inhalt der Windel. Sie sollte immer gut nass sein. Die Ausscheidungen sollten geformt, aber weich sein. Ist das der Fall, haben Sie die optimale Trinkmenge für Ihr Kind gefunden. 
 
Eltern brauchen meist etwas Geduld bis ihr Baby selbständig trinken gelernt hat und alleine die richtige Menge trinkt. Auf keinen Fall sollte ein Kind dabei unter Druck kommen. Am besten lernt das Kind wie immer: Durch Imitation. Seien Sie ein Vorbild und trinken Sie auch immer etwas nebenher. Gemeinsam trinken und sich fröhlich zuprosten - so macht das Trinkenlernen nicht nur dem Kind, sondern auch den Eltern Spass. 

Ein guter Tipp am Rande: Sollte das Kind noch nicht genug Wasser trinken wollen oder können, bieten Früchte oder Gemüse mit einem hohen Wasseranteil wie Wassermelone oder Gurke eine gute Zusatzquelle an Flüssigkeit, um die nötige Trinkmenge zu sich zu nehmen.

Wieso die Nuckelflasche nicht zur Gewohnheit werden sollte

Sobald Ihr Kind selbstständig sitzen kann, sind Saugflaschen nicht mehr nötig. Ab dem achten Monat kann man Kinder langsam an das Trinken aus einer Tasse gewöhnen. Viele Kinder möchten noch nicht ganz auf den Schoppen verzichten, allerdings sollten die Eltern diesen massvoll einsetzen, da zu häufiges Nuckeln Zahnschäden (Karies) versursachen kann, auch wenn der Schoppen nur mit Wasser gefüllt ist. Auch die Entwicklung des Gaumens kann negativ beeinflusst werden. Gewöhnen Sie Ihr Kind deshalb behutsam und konsequent an andere Beruhigungs- und Einschlafrituale.

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