Babyratgeber

So ist Lernen ein Kinderspiel: Diese Spiele machen Kindern jetzt Spass und fördern ihre Entwicklung

Für Kinder gibt es nichts Wichtigeres als zu spielen – und das ist auch gut so. Denn wer spielt, lernt. Doch welche Spiele machen Ihrem Kind jetzt Spass? Und welche Spiele sind nun pädagogisch besonders wertvoll? Wir haben Antworten.

Nützliche Informationen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Spielen ist lernen: Gewusst wie, fördern Sie Ihr Kind spielerisch. 
  • Dreijährige und Vierjährige fangen im Spiel an, sich auszuprobieren.
  • Für Kinder ab drei Jahren werden Spielkameraden immer wichtiger: Gruppenspiele sind nun wichtig für die soziale Entwicklung.
  • Rollenspiele sind pädagogisch besonders wertvoll.

Auch für Drei- und Vierjährige bleibt Spielen das Wichtigste des Tages. Und dabei passiert ganz nebenbei etwas sehr Wichtiges: Im Spiel lernen unsere Kinder, sie entwickeln neue Fähigkeiten und Denkansätze. So wird ihre Welt Stück um Stück bunter und vielfältiger. Dadurch verändern sich aber auch die Bedürfnisse, die kleine Kinder an Spielsachen haben sowie die Art des Spielens. Und was besonders wichtig ist: Kinder im Kleinkind- und Vorschulalter brauchen andere Kinder, andere Spieler. Und immer mehr Selbstständigkeit: Es ist wichtig, dass sie nicht ständig unter der Beobachtung von Erwachsenen sind. Sie müssen auch mal unter sich sein dürfen.

Freiraum lassen: Das Kind wird beim Spielen kreativ

Lassen Sie Ihrem Kind Zeit und Raum: Das freie Spiel ist wichtig. Das Spielen der Kinder sollte in dem Alter nicht reguliert werden. Sie dürfen Ihr Kind aber durchaus inspirieren. Letztendlich sollten kleine Kinder frei sein, nach Lust und Laune zu spielen. Denn: Kinder im Kleinkind- und Vorschulalter müssen sich ausprobieren dürfen und mit Haut und Haaren erleben, wozu sie schon fähig sind. Und dabei sollen sie auch mal scheitern. Eltern sollten nicht gleich bei der kleinsten Waghalsigkeit einschreiten. Wenn es kein wirklich ersichtliches Risiko gibt, müssen die Kinder ihre Erfahrungen machen dürfen.

Kinder sind erfinderisch. Stellen Sie Ihrem Kind neben klassischen Spielsachen auch Raum und Material zum Ausprobieren und Experimentieren zur Verfügung. Karton, Stifte, Leim, Papier, Becher, Hölzer, Wolle, Klopapierrollen und vieles mehr. Alles wird früher oder später in den kreativen Kinderhänden seine Verwendung finden. Ab etwa dem Alter von drei Jahren ist Geschicklichkeit eine gern angenommene Herausforderung, ein Reiz. Sie werden sich nun schon selbst einige Zeit beschäftigen ohne neue Impulse bekommen zu müssen.

In andere Rollen schlüpfen oder in die Gruppe einfügen

Jetzt gefällt es ihrem Kind, in andere Rollen zu schlüpfen. Rollen, die sie von den Erwachsenen abgeschaut oder von denen sie in Geschichten gehört haben: Ärztin, Fussballer, Verkäuferin, Tänzerin, Tierpflegerin, Prinzessin, Ritter, Polizist... Im Kinderspiel ist alles möglich. Kinder lernen so, andere Perspektiven einzunehmen und Empathie zu entwickeln. Als Anregung für solche pädagogisch wichtigen Rollenspiele eignet sich ein Fundus an Kleidern und Accessoires. Werfen Sie also abgetragene Kleider, Handtaschen, Schirme, Gürtel oder Hüte nicht gleich weg, sie könnten noch einmal in einem Spiel Verwendung finden.
 
Wichtig in diesem Alter, wie eigentlich in jedem Kindesalter, ist ausreichend Bewegung. Sich auszutoben und seine körperlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, geht auch spielerisch. Ab dem Alter von drei Jahren sind viele Kinder schon gerne beim Kinderturnen dabei. Informieren Sie sich über die verschiedenen Angebote, bestimmt gibt es auch in Ihrer Region eine Gruppe. Ihr Kind wird sich nicht nur über die körperliche Betätigung freuen, sondern auch über andere Kinder und neue Spielkameraden.

Lernen fürs Leben: Ein Kinderspiel in der Gruppe

Ausserdem finden hier immer wieder Gruppenspiele und Kooperationsspiele statt. Solche Kooperationsspiele haben einen grossen Einfluss auf die soziale Entwicklung. Im Spiel mit der ganzen Gruppe lernt das Kind, als Teil eines grösseren Ganzen zu agieren. Als Gruppe verfolgt man ein Ziel, die Spieler müssen gemeinsam eine Aufgabe lösen, am selben Strang ziehen. Hier tritt der Egoismus für eine Zeit in den Hintergrund, was zählt, ist die Gruppe. Kooperationsspiele fördern auch die Kommunikationsfähigkeit der Spieler, sowohl verbal als auch non-verbal.

Die besten Spiele entstehen aus Langeweile

Ihr Kind beklagt sich über Langeweile, obwohl es inmitten von Spielen und Spielsachen sitzt? Lassen Sie es und greifen Sie nicht gleich motivierend ein. Auch Langeweile gehört zur Entwicklung des Kindes dazu und kann sogar anregend sein. So kann das Kind aus sich heraus Ideen schöpfen. Die lustigsten Spiele entstehen bei Langeweile!

Die besten Kinderspiele für Kinder und Gruppen

  • Memory
  • Puzzle
  • Knete
  • Fingerfarben
  • Dreirad, Laufrad, Roller, Kinderfahrrad
  • Wasserfarben
  • Kugelbahn
  • Autos, Bagger, Kran, Holzeisenbahn
  • Kreide für die Strasse oder den Hof
  • Puppentheater
  • Verkleidungskiste
  • Puppen
  • erste Brettspiele

Kleinkinder und elektronische Medien

Zählen digitale Spiele auch als Kinderspiel? Immer mehr Kinder dürfen auf den Smartphones ihrer Eltern spielen. Doch kleine Kinder sollten in keinem Fall unbegrenzt Zeit vor dem Fernseher, Smartphone, Tablet, Computer oder vor irgendwelchen Spielekonsolen verbringen. Ausserdem sollten Sie darauf achten, was das Kind da konsumiert: Eltern sind dafür verantwortlich, was ihre Kinder ansehen. Wählen Sie also Videos aus, die sie für ihr Kind geeignet halten. Computerspiele sind für die ganz Kleinen mit Sicherheit noch nichts. Experten raten, den Konsum von Fernsehen und Co. auf höchstens 30 Minuten pro Tag zu beschränken.

Foto: Getty Images

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