Laufgitter – gemütliche Spielecke und praktischer Helfer
Als Eltern braucht man ab und zu freie Hände. In solchen Momenten kann ein Laufgitter eine sichere und praktische Lösung sein, um das Baby kurzzeitig zu beschäftigen und gleichzeitig gut aufgehoben zu wissen. Es gibt jedoch einige Punkte, die beim Kauf und der Nutzung eines Laufgitters beachtet werden sollten.
Zeitgemäss oder nicht?
Früher nannte man es „Laufstall“, heute ist der Begriff „Laufgitter“ gebräuchlicher. Dennoch fragen sich viele junge Eltern: Ist es überhaupt noch zeitgemäss, Babys hinter Gitterstäbe zu setzen? Die Antwort lautet: Ja, solange das Laufgitter sinnvoll und mit Bedacht eingesetzt wird.
Ein Laufgitter ist kein Ort, an dem ein Kind über längere Zeit „geparkt“ werden sollte. Es dient vielmehr dazu, Eltern in kurzen Momenten zu unterstützen – etwa wenn der Briefträger klingelt, in der Küche etwas Aufmerksamkeit erfordert oder ein älteres Geschwisterkind Zuwendung braucht. Wichtig ist, dass das Baby sich im Laufgitter wohlfühlt und ausreichend beschäftigt wird.
Nützliche Informationen
In Kürze:
- Zeitliche Begrenzung: Nutze das Laufgitter nur für kurze Zeiträume, damit dein Kind sich nicht eingesperrt fühlt.
- Sicherheit: Stelle das Laufgitter an einem sicheren Ort auf, fern von Fenstern, Heizkörpern oder Treppen.
- Abwechslung: Biete deinem Baby im Laufgitter abwechslungsreiches Spielzeug und interagiere mit ihm, um Langeweile zu vermeiden.
Worauf beim Kauf eines Laufgitters achten?
Höhenverstellbarkeit – das Laufgitter wächst mit dem Kind
Ein höhenverstellbarer Boden ist eine der wichtigsten Eigenschaften eines Laufgitters. Babys entwickeln sich schnell: Anfangs liegen sie friedlich auf der obersten Stufe, während die Familie um sie herum aktiv ist. Schon bald werden sie sich an den Gitterstäben hochziehen und die ersten Schritte wagen. Ein höhenverstellbares Laufgitter ermöglicht es, die Sicherheit des Kindes in jeder Entwicklungsphase zu gewährleisten und das Möbelstück über längere Zeit zu nutzen.
Material – Holz oder Kunststoff?
- Holzlaufgitter: Diese Modelle sind stabiler und langlebiger. Kinder können sich sicher an den Stäben hochziehen, ohne dass das Laufgitter ins Wanken gerät. Zudem fügt sich Holz oft harmonischer in die Einrichtung ein als die meist bunten Kunststoffmodelle.
- Kunststofflaufgitter: Kunststoffmodelle sind leichter und oft einfacher zu reinigen, aber sie bieten weniger Stabilität und sind optisch auffälliger.
Wichtig: Egal für welches Material du dich entscheidest, achte darauf, dass das Laufgitter schadstofffrei ist. Holzmodelle sollten frei von Weichmachern in Lacken, Farben und Kunststofffolien sein. Zertifikate wie „TÜV-geprüft“ oder „GS-Siegel“ (Geprüfte Sicherheit) können eine Orientierung bieten.
Gemütlichkeit im Laufgitter schaffen
Ein Laufgitter kann für Babys ein angenehmer Ort sein, wenn es gemütlich gestaltet wird. Mit einer weichen Unterlage, einer Krabbeldecke, dem Lieblings-Plüschtier und altersgerechtem Babyspielzeug wird das Laufgitter zu einem sicheren und unterhaltsamen Rückzugsort.
Dennoch wird dein Baby früher oder später ausserhalb der Gitterstäbe Spannenderes entdecken wollen. Die rund ein bis zwei Quadratmeter eines Laufgitters reichen dann nicht mehr aus, um seinen Entdeckungsdrang zu stillen. Dies ist ein natürlicher Entwicklungsschritt: Dein Kind wird beginnen, die Wohnung zu erkunden – und dabei Bücherregale, Schubladen und Schränke entdecken. Diese Phase dauert nur kurz und ist ein wichtiger Teil der motorischen und kognitiven Entwicklung.
Ab wann ist ein Laufgitter nicht mehr geeignet?
Ein Laufgitter ist vor allem in den ersten Lebensmonaten und -jahren sinnvoll, wenn das Baby noch nicht selbstständig mobil ist oder gerade erst beginnt, sich an den Gitterstäben hochzuziehen und die ersten Schritte zu machen. Sobald das Kind jedoch sicher laufen kann und seinen Entdeckungsdrang voll auslebt, verliert das Laufgitter zunehmend an Bedeutung.
- Alter und Entwicklungsstand des Kindes: In der Regel wird ein Laufgitter ab etwa 12 bis 18 Monaten weniger relevant, da Kinder in diesem Alter ihre Umgebung aktiv erkunden möchten und mehr Platz benötigen. Ein Laufgitter kann dann schnell als Einschränkung empfunden werden und die natürliche Bewegungsfreude des Kindes hemmen.
- Zeichen, dass das Laufgitter nicht mehr gebraucht wird: Wenn dein Kind beginnt, sich aus dem Laufgitter herauszuziehen, ständig versucht, die Gitterstäbe zu überwinden, oder sich darin frustriert fühlt, ist es Zeit, das Laufgitter abzubauen.
- Alternative Möglichkeiten: Statt das Kind im Laufgitter zu platzieren, kannst du einen kindersicheren Bereich in der Wohnung schaffen, in dem es sich frei bewegen und sicher spielen kann. Dies fördert seine motorische und kognitive Entwicklung und gibt ihm mehr Raum, seine Umgebung zu erkunden.
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Foto: Getty Images
Aktualisiert am: 14.01.2026