Babyschlaf

Generelles zum Babyschlaf

Was brauchen Babys, um gut zu schlafen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Ein- und Durchschlafen Ihres Kindes unterstützen und Schlafprobleme beseitigen können.

Nützliche Informationen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Neugeborene schlafen über Tag und Nacht verteilt 13 bis 20 Stunden.
  • Bringen Sie schon früh eine gewisse Struktur in das Leben Ihres Kindes, damit sich der Schlafrhythmus rasch einpendelt. 
  • Um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen, sollte das Kind in Rückenlage schlafen.

In den ersten Lebensmonaten muss sich das Baby an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen. In der Regel wacht es nachts mehrmals auf und braucht Nahrung oder einfach Zuwendung. Eltern müssen ihren Alltag so gut es geht der inneren Uhr und den Bedürfnissen ihres Babys anpassen. So können sie die erste Zeit mit ihrem Kind auch geniessen. 

Die tägliche Portion Schlaf

In jeder Altersstufe ist der Schlafbedarf von Mensch zu Mensch verschieden. So ist es auch bei den Säuglingen. «Die Schafgewohnheiten von Neugeborenen sind sehr variabel», sagt der Zürcher Kinderarzt Jan Cahlik. In den ersten Lebenswochen wachen Neugeborene oft alle ein bis zwei Stunden auf und schlafen häufig zwischen den Mahlzeiten mehrere Stunden lang. Manche Babys kommen im ersten Monat auf 20 Schlafstunden, für andere sind 13 Stunden genug. Der Durchschnitt liegt zwischen 16 und 18 Stunden. «Es gibt Kinder, die zum Beispiel zweimal am Tag für eine längere Zeit schlafen», kommentiert Cahlik, «Und dann gibt es solche, die mehrere Male am Tag nur Nickerchen machen, da ist jedes Kind verschieden.» Während Erwachsene die Nacht durchschlafen, kann ein Kind also bereits während des Tages genug Schlaf bekommen. So ist es gut möglich, dass Ihr Kind um 20 Uhr einschläft, um ein Uhr in der Nacht jedoch wieder hellwach ist und nach Ihnen schreit.
Ab dem vierten Lebensmonat kann sich der Schlafrhythmus allmählich einpendeln. Der amerikanischen National Sleep Foundation zufolge benötigen Babys ab dem vierten Lebensmonat nur noch zwischen 12 und 15 Stunden Schlaf pro Tag. Ab dem vollendeten ersten Lebensjahr verringert sich die Stundenzahl auf 11 bis 14 Stunden. 

3 Tipps rund um den Babyschlaf

1.) Abendritual

Damit das Kind merkt, dass Schlafenszeit ist, lohnt es sich ein Abend- oder Schlafritual einzuführen. Das Kind merkt sich: Wenn Mama oder Papa mir den Pyjama anziehen, den Nuggi geben und das Lied vom Mond singen, dann ist Schlafenszeit. 

2.) Aufstehen

Häufiger als umgekehrt weckt das Baby am Morgen seine Eltern. Wenn das Baby morgens wach ist, sollte es nicht mehr lange im Bett bleiben müssen - dann beginnt der Tag. Es gibt jedoch auch unter den Babys Langschläfer. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind wegen dem langen Morgenschlaf Mühe mit dem Nachtschlaf hat, können Sie es sanft wecken. Je länger es am Morgen schläft, desto länger wird es abends munter sein.

3.) Das gibt einen ruhigen Schlaf

Ein strukturierter Tag hilft dem Baby beim Schlafen-Lernen. Es merkt sich, wann es Zeit zum Essen, Spielen und Schlafen ist. Auch häufiger Körperkontakt fördert das Wohlbefinden des Babys und hat Auswirkungen auf seinen Schlaf: Kinder, die tagsüber häufig herumgetragen werden, schlafen ruhiger als solche, die lange allein im Bettchen liegen. 

Der Baby-Schlafsack sorgt für Sicherheit

Anstatt einer Decke empfiehlt es sich, einen Baby-Schlafsack zu kaufen. Denn bei einer Decke besteht die Gefahr, dass das Kind sie wegstrampelt und sie schlussendlich auf dem Kopf des Kindes liegt, was zu einem Wärmestau führen kann. Mit einem Schlafsack ist dafür gesorgt, dass das Baby stets gut zugedeckt ist, ohne in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu sein. 

Wo soll mein Kind schlafen?

Soll mein Kind in seinem eigenen Zimmer schlafen? Oder doch bei uns im Elternbett? Jeder Ort hat seine Vor- und Nachteile. Für das Elternbett spricht die Nähe zur Mutter. Das Schlafen am Körper der Mutter verhilft dem Baby nicht nur zu einem stabileren Herzschlag und Atmungsrhythmus, sondern hilft ihm auch, seine Wärme besser zu halten. 
Auf der anderen Seite meldete 2017 eine US-amerikanische Studie, dass Kinder schneller lernen durchzuschlafen, wenn sie in ihrem eigenen Zimmer schlafen. Ein Kompromiss zwischen diesen beiden Methoden bietet das Beistellbett: Es ist an einer Seite offen und wird an das Elternbett gestellt. So haben alle ihren Raum und trotzdem sind Kind und Mutter miteinander verbunden.  
Ob Ihr Kind also alleine schläft, oder im Elternbett die tägliche Ration Schlaf bekommt, ist jeder Familie überlassen. Ein sehr wichtiger Punkt dabei ist gemäss Kinderarzt Jan Cahlik vor allem die Raumtemperatur: «Der ideale Wert ist 18 Grad Celsius.» 

Plötzlicher Kindstod im Schlaf

Fragt man eine Hebamme oder einen Kinderarzt, empfehlen sie, das Baby ausschliesslich in Rückenlage schlafen zu lassen. «Das ist die sicherste Schlafposition, um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen», sagt auch Jan Cahlik. Unter plötzlichem Kindstod versteht man, dass ein Kind ohne einen erkennbaren Grund im Schlaf verstirbt. Bis heute konnte kein bestimmter Auslöser dafür erforscht werden. Jedoch sind gemäss Statistiken ab den neunziger Jahren weitaus weniger verstorbene Kinder im Babybett aufgefunden worden als vorher. In den Jahren um 1990 haben Ärzte nämlich damit begonnen, Eltern davon abzuraten, ihr Kind auf dem Bauch schlafen zu lassen. 

Mit Babys auf Reisen

Gerade eben hat sich Ihr Baby an sein Bett gewöhnt, und schon muss es sich im Familienurlaub oder bei Verwandten an ein neues gewöhnen. Gar nicht so einfach! Wenn Sie wollen, können Sie Ihr Kind auch schon zu Hause an ein Reisebett gewöhnen. So wird es schneller zur vertrauten Schlafgelegenheit - auch in einer fremden Umgebung.
 

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