Ernährung & Gesundheit

10 Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit

Viele schwangere Frauen leiden unter Schwangerschaftsübelkeit. Bei den meisten Betroffenen verschwinden die unangenehmen Nebenerscheinungen nach den ersten Monaten wieder. Vielleicht helfen dir folgende Tipps, um die Beschwerden etwas zu lindern.

Es gibt viele kleine Tipps und Hausmittelchen, die bei der Schwangerschaftsübelkeit helfen können. Sprich  mit Freundinnen, oftmals haben sie gute Ratschläge. Oder versuche die Tipps aus unserer Liste:

Steffi Schlüchter
Bild wird geladen

Steffi Schlüchter

Dipl. Ernährungsberaterin HF und Leiterin Nutrinfo und Medienservice bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung

Steffi Schlüchter
Bild wird geladen

Steffi Schlüchter

Dipl. Ernährungsberaterin HF und Leiterin Nutrinfo und Medienservice bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung

Was tun bei Schwangerschaftsübelkeit?

 

  1. Halte ZwiebackStudentenfutter oder andere Snacks auf dem Nachttisch bereit und iss noch vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit. Mit leerem Magen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dir schlecht wird. Gib dem Verdauungsapparat also etwas zu tun.
  2. Aus demselben Grund darfst du den ganzen Tag lang snacken, natürlich am besten viel Obst und Gemüse. Deine Hauptmahlzeiten fallen dafür kleiner aus. Lass den Bauch nicht ganz leer, aber überfülle ihn auch nicht.
  3. Iss, worauf du Appetit hast, auch wenn dir der Sinn nur nach Reis oder Teigwaren steht. Vermeide fette und frittierte Speisen, davon wird dir eher schlecht.
  4. Keine Panik, wenn du während der ersten Schwangerschaftsmonate zu wenig isst oder vielleicht sogar ein wenig abnimmst. Sobald die Schwangerschaftsübelkeit vorüber ist, kannst du das ohne Schaden für dich und das Baby nachholen.
  5. Geh viel an die frische Luft und lüfte regelmässig die Räume.
  6. Falls du erbrechen musst, trinke anschliessend viel, um den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen. Ist dein Urin dunkel, solltest du mehr trinken.
  7. Müdigkeit kann die Übelkeit noch verstärken. Darum hole dir deinen Schlaf, wann immer du kannst.
  8. Ingwer, Zitrone und Pfefferminze wird nachgesagt, gegen Übelkeit in der Schwangerschaft zu nützen. Kleingeschnittener Ingwer lässt sich mit Wasser zu einem Tee aufgiessen, ein Spritzer Zitrone peppt das Wasser auf und Pfefferminzblättchen kann man in der Hand verreiben und daran schnuppern oder gegen schlechten Geschmack kauen.
  9. Versuche es mit Akupressur: In Apotheken und Drogerien gibt es Armbändchen, die gegen Übelkeit helfen sollen, indem sie einen Punkt am Handgelenk stimulieren.
  10. Auch wenn kein Kraut gegen die Schwangerschaftsübelkeit gewachsen ist – Verständnis vom Gynäkologen sowie von Familie und Freunden ist schon viel wert. Was du in dieser Zeit brauchst, ist nicht die Aufforderung, sich bitteschön zusammenzureissen, sondern handfeste Unterstützung im Alltag.

Ursachen und Risiken der Schwangerschaftsübelkeit

Bis zu 85 Prozent der schwangeren Frauen leiden während ihrer Schwangerschaft an Übelkeit und Erbrechen. Die Ursachen dafür sind weitestgehend unklar - vermutlich sind die Hormone Schuld am flauen Gefühl im Bauch. Ab wann die Schwangerschaftsübelkeit auftritt, ist ebenso unterschiedlich wie deren Dauer und Häufigkeit. Man spricht zwar hin und wieder von Morgenübelkeit, aber der Begriff ist irreführend. Manchen Frauen ist den ganzen Tag lang schlecht, bei anderen löst ein bestimmter Geruch Übelkeit aus.

Unwohlsein und Brechreiz sind unangenehm und können den Alltag beeinträchtigen. In der Regel ist die Übelkeit aber harmlos für Mutter und Kind. Tröstend ist der Umstand, dass dieses Schwangerschaftssymptom bei den meisten Frauen nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel ausgestanden ist. Nach zwölf bis 16 Wochen geht es vielen wieder besser. Wem in der ersten Schwangerschaft übel war, sollte sich für Folgeschwangerschaften auf ähnliche Symptome einstellen.

Schwangerschaftsübelkeit – ab wann ist sie gefährlich?

Die Schwangerschaftsübelkeit kann von Frau zu Frau ganz unterschiedlich sein. Manche Schwangere kämpft die ganze Schwangerschaft hindurch mit dem Brechreiz, was belastend für die ganze Familie sein kann. Gefährlich wird es, wenn du dich ständig übergeben musst. Kannst du keine Flüssigkeit und kein Essen bei dir behalten, wende dich rasch an deine Hebamme oder an die Frauenärztin. Diese werden dafür sorgen, dass du nicht dehydrierst, also zu viel Wasser und Mineralstoffe verlierst. Fälle von heftigem Schwangerschaftserbrechen sind allerdings selten: Nur etwa ein Prozent der Schwangeren sind davon betroffen.

 

Foto: iStock

Noch mehr über die spannenden neun Monate

Guter
Rat