Schwangerschaft

8. Schwangerschaftswoche (SSW 8)

In dieser Woche bilden sich bei Ihrem Baby bereits Ansätze von winzigen Fingern und Zehen. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 8. Schwangerschaftswoche!

Ihr Embryo ist jetzt etwa 15 mm gross. Das Köpfchen hat sich ein wenig aufgerichtet und Augen, Mund sowie Nase bilden sich immer deutlicher heraus. Ebenso sind nun Ansätze der zukünftigen Wirbelsäule erkennbar. In dieser Phase beginnen sich auch die Verdauungsorgane zu bilden. Der kleine Körper nimmt jetzt eindeutig menschliche Formen an. Im Ultraschallbild können Sie bereits erste Gesichtszüge erkennen, ebenso Ansätze von winzigen Fingern und Zehen.

Tipp: Jetzt wäre ein günstiger Zeitpunkt für das erste Ultraschallbild für Ihr Babyalbum, da man schon sehr viel darauf erkennen kann.

Weil das Zahnfleisch jetzt stärker durchblutet wird, haben Sie vielleicht beim Zähneputzen häufiger Zahnfleischbluten. Ihr Blutdruck ist nun etwas niedriger als sonst.

Ihr Herz und Ihre Nieren müssen jetzt deutlich mehr leisten, denn die Menge im Blutkreislauf hat sich vergrössert und ein Teil des im Blut eingelagerten Sauerstoffs wird für Ihr Baby abgezweigt. Deshalb könnten Sie bei körperlichen Anstrengungen schnell erschöpft und ausser Atem sein. Gönnen Sie sich deshalb ab und zu eine Pause. Es ist zwar gut, wenn Sie Ihren Kreislauf ankurbeln, denn dadurch verbessert sich die Sauerstoffversorgung der Plazenta, aber alles in Massen.

Tipps: Was Sie bei der Zahnpflege beachten sollten

  • Jetzt ist eine gute Dentalhygiene mit einer weichen Zahnbürste und bewusste Ernährung mit ausreichender Versorgung mit Mineralstoffen besonders wichtig.
  • Putzen Sie sich vorsorglich 3 Mal pro Tag gründlich die Zähne, denn Zahnsteinbildung verschlimmert die Blutungen.
  • Verwenden Sie abends zusätzlich Zahnseide. So lässt sich das hormonell bedingte Kariesrisiko verringern.
  • Verwenden Sie gegen Entzündungen und Blutungen ein mildes, entzündungshemmendes Mundwasser.
  • Wenn Sie unter Morgenübelkeit mit Erbrechen leiden, kann das auf Dauer den Zahnschmelz schädigen. Mit fluoridhaltigem Speisesalz, Zahnpasta oder Fluortabletten können Sie den Zahnschmelz aber zum Wiederaufbau anregen. Ihr Zahnarzt kann ausserdem mit einem speziellen Fluorlack die Zähne vorbeugend vor Angriffen der Magensäure schützen.
  • Um Ihre Zähne in der Schwangerschaft optimal zu schützen, sollten Sie ausserdem ein bis zwei professionelle Zahnreinigungen im Verlauf der Schwangerschaft vornehmen lassen.
  • Lassen Sie sich auch von Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Dentalhygienikerin beraten.

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Achten Sie vermehrt auf Hygiene

In der Schwangerschaft ist Ihr Immunsystem geschwächt. Dieses Phänomen ist normal und beruht auf den biologischen Veränderungen, die durch die Schwangerschaft hervorgerufen werden. Achten Sie daher besonders bei der Zubereitung Ihrer Mahlzeiten auf Sauberkeit und waschen Sie sich regelmässig die Hände.

Ausgewogene Ernährung am Arbeitsplatz:

  • Stellen Sie sich aus dem Salatbuffet in der Mensa einen tollen Salat zusammen. Dazu nehmen Sie ein leichtes Joghurt-Dressing oder besser noch ein selbstgemachtes Dressing aus hochwertigem Öl und Essig mit frischen Kräutern von zu Hause mit. Eine Extraportion Eiweiss bringt ein hartgekochtes Ei, ein paar Scheiben magerer Schinken oder auch eine Portion gegrillte Poulet- oder Putenbrust. Zum Dessert nehmen Sie ein Stück Obst, einen frischen Obstsalat oder Joghurt. 
  • Wenn in Ihrer Cafeteria kein Salatbuffet angeboten wird, nehmen Sie die nötigen Vitamine von zu Hause mit. Ein knackiger Salat, der erst kurz vor dem Essen mit dem separat verpackten Dressing vermischt wird, ist eine gute Alternative zur meist fettreichen und vitaminarmen Mensakost. 
  • Grundsätzlich gilt: Kartoffeln sind besser als helle Teigwaren. Sparen Sie an Sauce, sie liefert nur Fett und leere Kalorien. 
  • Stellen Sie Ihre Ernährung zeitlich etwas um. Anstelle eines grossen Mittagessens nehmen Sie lieber ein zweites Frühstück (z.B. ein Müesli, einen Joghurt oder einen Viertelliter Milch oder Buttermilch), dann ein leichtes Mittagessen und einen oder sogar zwei Nachmittags-Snacks (z.B. einen Apfel, eine Banane) zu sich. Zwischendurch ein paar Trockenfrüchte, z.B. Pflaumen oder Aprikosen. Das stillt den Hunger auf Süsses und hilft auch bei Verstopfung. 
  • Greifen Sie in der Mensa zu ungesüssten Fruchtsäften anstatt zu Cola, Limonade oder Kaffee. Fruchtsäfte lassen sich wunderbar mit kohlensäurearmem Mineralwasser (oder Leitungswasser) «strecken», damit Sie die in der Schwangerschaft empfohlene Trinkmenge von mindestens 2 Litern pro Tag schaffen.

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber

Auch wenn Sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind, sollten Sie Ihren Arbeitgeber möglichst bald von Ihrer Schwangerschaft in Kenntnis setzen. Das gilt vor allem, wenn Sie am Arbeitsplatz mit gefährlichen Substanzen zu tun haben, sonstige Gefährdungen bestehen oder wenn Sie wegen starker Übelkeit arbeitsunfähig sind. Denn Schwangere dürfen nach dem Eidgenössischen Arbeitsgesetz nicht zu Arbeiten herangezogen werden, die ihre eigene oder die Gesundheit des ungeborenen Kindes beeinträchtigt.

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