Schwangerschaft

40. Schwangerschaftswoche (SSW 40)

Gehen Sie öfters spazieren und nehmen Sie warme Bäder, um die Geburtswehen zu fördern. Jetzt wird es nicht mehr lange dauern, bis Sie Ihr Baby endlich in den Armen halten können.

Zu Beginn des Geburtsvorgangs zieht sich Ihre Gebärmutter zusammen und baut so einen Druck auf den Po Ihres Babys auf. Dieser Druck schiebt Ihr Kind durch den sich öffnenden Muttermund, der sich wie ein Rollkragenpullover über seinen Kopf stülpt. Die entstehende Enge bringt Ihr Baby dazu, seine Beine und Arme dicht an den Körper heranzuziehen und sich möglichst klein zu machen. 

Bei jeder Wehe wird Ihr Baby kräftig massiert und dabei Stück für Stück abwärts bewegt. Selbst unterstützt es den Geburtsvorgang mit reflexartigen, rotierenden Bewegungen, um durch das Becken zu gelangen und stösst sich gleichzeitig mit den Füssen von der Gebärmutterwand ab. Nach einer fast rechtwinkligen Biegung, um die sich der Kopf zum Schluss herumwinden muss, wird zuerst der Kopf geboren, kurz darauf das ganze Baby. 

Zum ersten Mal muss das Baby selbst atmen, was zu Beginn sehr anstrengend ist. Kein Wunder also, wenn es die Welt mit einem kräftigen Schrei begrüsst. Es ist geschafft, Ihr Baby ist auf der Welt!

Gut zu wissen: Wenn sich Ihr Baby in der Nabelschnur verwickelt

Wenn während der Geburt ein fester Knoten in der Nabelschnur entsteht, kann es gelegentlich zu Notfallsituationen kommen. Dies gilt auch dann, wenn ein Teil der Nabelschnur vorausgeht und durch den Druck des Köpfchens oder anderer Körperteilen abgeklemmt wird. Das Baby könnte einen Sauerstoffmangel erleiden und muss möglichst schnell auf die Welt geholt werden. 

Normalerweise wird die Nabelschnur zusammen mit der Plazenta nach der Geburt «entsorgt», also weggeworfen. Da sich aber im Blut der abgetrennten Nabelschnur die so genannten Stammzellen in hoher Konzentration befinden, die man z.B. bei der Behandlung von bestimmten Krankheiten wie der Leukämie einsetzen kann, versucht man heutzutage oft, aus dem Nabelschnurende das Restblut nach der Geburt zu sammeln und aufzubewahren. 

Falls Ihr Krankenhaus dies anbietet, werden Sie um eine schriftliche Einwilligung gebeten, ob Sie der Blutentnahme zustimmen.

Auch wenn Sie das Gefühl haben, es tut sich noch nichts: Jetzt können Sie aktiv beginnen, sich auf die Geburt vorzubereiten. Gehen Sie viel spazieren. Das erhöht den Druck auf den Muttermund. Nehmen Sie ausserdem warme Bäder, diese können jetzt die Geburtswehen fördern. Wenn Ihr Baby bereit ist, auf die Welt zu kommen, können diese Massnahmen die Zeit bis dahin verkürzen. 

Für jede Frau ist die Geburt ein ganz persönliches Erlebnis. Die Gefühle bezüglich der Geburt schwanken meistens zwischen Begeisterung und Panik. Machen Sie sich keine Sorgen, dies ist völlig normal und auch verständlich, da dieses Ereignis doch Ihr gesamtes Leben verändern wird!

Wenn das Baby auf sich warten lässt

Mit dieser Woche endet offiziell das letzte Schwangerschaftsdrittel. Doch auch wenn sich die Geburt jetzt noch nicht ankündigt, ist das noch kein Grund, sie einzuleiten. Ihr Frauenarzt wird jetzt lediglich häufiger kontrollieren, wie es Ihrem Baby geht, indem er die Fruchtwassermenge, die Herztöne und die Bewegungen Ihres Kindes überwacht. Sind die Werte unauffällig, kann man ruhig noch bis zu zwei Wochen warten, bevor man nachhelfen muss. 

Eine Punktlandung ist relativ selten: Nur knapp 5% der Babys kommen tatsächlich am errechneten Termin zur Welt.

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