Schwangerschaft

34. Schwangerschaftswoche (SSW 34)

Der Geburtstermin ist nicht mehr fern: Viele Schwangere haben jetzt mit Schlafstörungen zu kämpfen. Wir verraten Ihnen, was dagegen hilft. Erfahren Sie zudem Interessantes über die Entwicklung Ihres Kindes in der 34. Schwangerschaftswoche.

Die Haut Ihres Babys ist jetzt schon gut gepolstert und wird langsam rosa. Der Kalzium-Spiegel in seinem Blut ist inzwischen höher als Ihr eigener, denn die Plazenta schöpft alle Ihre Reserven aus, um die Knochen Ihres Babys noch einmal zu verstärken. 

Seine Fingernägel sind mittlerweile schon so lang, dass es sich schon richtig kratzen kann. Es kann sich gerade noch etwas zur einen oder anderen Seite drehen. Trotzdem ist es weiter aktiv und macht sich besonders nachts bemerkbar.

Es sind jetzt noch sechs Wochen bis zum errechneten Geburtstermin. Vielleicht gehen Sie in dieser Woche in den Schwangerschaftsurlaub. Oder vielleicht wollen Sie so lange wie möglich weiter arbeiten. In beiden Fällen sollten Sie sich schonen. 

Der Platz in Ihrem Bauch wird immer enger – sowohl für Ihr Baby als auch für Ihre Organe. Ihre Bauchdecke ist jetzt so stark gespannt und der Bauch so gross, dass Ihr Bauchnabel abflacht und sich nach aussen wölben kann. Keine Sorge, das legt sich wieder nach der Geburt. Ausserdem sollten Sie jetzt soviel Kalzium wie möglich zu sich nehmen. Essen oder trinken Sie viele Milchprodukte. Auch Kalzium-Brausetabletten können nicht schaden.

Tipp: Gute Nacht Regeln 

Gerade gegen Ende der Schwangerschaft treten häufig Schlafstörungen auf. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: Das Baby nimmt in Ihrem Bauch immer mehr Platz ein, was eine bequeme Schlafposition erschwert. Oder Sie finden nur schwer Entspannung, leiden vielleicht unter Krämpfen und denken bereits an die Geburt. Vielleicht werden Sie auch wach, weil Sie Hunger haben oder Ihnen plötzlich übel ist, was an einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel liegen kann.

So können Sie besser einschlafen

Essen Sie leicht zu Abend und vermeiden Sie Getränke, die Koffein enthalten. Trinken Sie stattdessen ein Glas warme Milch oder beruhigende Kräutertees (Baldrian, Melisse, Hopfen). Machen Sie sich ein warmes Bad mit Melisse- oder Baldrianölzusatz oder Aromatherapie (Lavendel, Rosmarin, Sandelholz). 

Auch müssen Sie in den kommenden Wochen mehrmals pro Nacht zur Toilette, versuchen Sie daher, vor dem Schlafengehen nicht zu viel zu trinken. Tagsüber dagegen sollten Sie ordentlich «auftanken». Gehen Sie stets vor dem Zubettgehen auf die Toilette und versuchen Sie, Ihre Blase dabei vollständig zu leeren. Wenn die Schlafstörungen chronisch werden, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren. Er kann Ihnen ein homöopathisches Schlafmittel verschreiben.

Optimale Schlafposition in den letzten Wochen der Schwangerschaft

Legen Sie sich beim Schlafen auf die linke Seite. So kann Ihr Blut besser zirkulieren, die Verdauung, die Nieren und Ihre Leber besser funktionieren. Winkeln Sie leicht die Knie an und nehmen Sie mehrere Kissen zu Hilfe, mit denen Sie Ihren Rücken, den Bauch, die Hüfte und die Gelenke stützen können. Am besten schieben Sie eins zwischen die Beine, eines in die Hüftgegend und eines unter den Kopf. 

Vermeiden Sie ab jetzt, auf dem Rücken zu schlafen, weil das zu Herzrasen und Schwindelgefühl führen kann und sich möglicherweise negativ auf Ihren Blutdruck auswirkt.

Koffer packen für die Geburt

Um dem Entbindungstermin gelassen entgegensehen zu können, sollten Sie etwa einen Monat vor dem wahrscheinlichen Geburtsdatum den Klinikkoffer für sich und Ihr Baby vorbereiten, damit alles bereitsteht, sollte es früher losgehen. 

Für die Babykleidung verwenden Sie am besten eine kleine Wickeltasche. Die Babywäsche muss sehr weich und besonders einfach anzuziehen sein. Um das Allergierisiko zu reduzieren, sollten Sie die Babykleidung vor der ersten Benutzung auf jeden Fall waschen. 

Bei der Geburt kann das Baby seine Temperatur noch nicht selbständig regulieren: Denken Sie also daran, Ihren Liebling warm anzuziehen. Das Baby muss immer eine Kleidungsschicht mehr tragen als Sie! Sie sollten auf jeden Fall einen Body oder einen Babyschlafanzug in der Erstlingsgrösse mit dabei haben, damit sich Ihr kleiner Sonnenschein in seiner Kleidung so richtig wohl fühlt. 

Für die Geburt benötigen Sie ein bequemes Nachthemd oder T-Shirt und warme Socken. Aber auch beruhigendes Massageöl, Kosmetika, Pflegeartikel und eventuell einen MP3-Player mit Ihrer Lieblingsmusik dürfen nicht fehlen, damit Sie sich auch nach der Geburt rundum wohl fühlen und entspannen können. 

Für die ersten Ausflüge auf den Klinikflur benötigen Sie flache Hausschuhe, weite Nachthemden und einen Bademantel. Für die Heimfahrt empfiehlt sich ebenfalls bequemes Schuhwerk und weite Kleidung. 

Für die Formalitäten brauchen Sie Ihre Krankenkassenkarte und Fragebögen je nach Anweisungen des Spitals und einen Schriftenempfangsschein. Wenn Sie verheiratet sind das Familienbüchlein, wenn Sie ledig oder geschieden sind Ihren Personenstandsausweis.

Lesen Sie unsere Checkliste, die Ihnen dabei hilft, die Babytasche für die Geburt vorzubereiten.

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Foto: Getty Images

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