Schwangerschaft

30. Schwangerschaftswoche (SSW 30)

Langsam wird es eng: Ihr Baby kann seine Körperposition zwar noch verändern, doch mit dem heftigen Gestrampel der letzten Wochen ist es nun vorbei. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 30. Schwangerschaftswoche.

Der Körper Ihres Babys bereitet sich langsam auf das Leben ausserhalb der Gebärmutter vor. Die fetthaltige Schutzpaste auf seiner Haut und der feine Lanugo-Flaum verschwinden langsam. Seine Körperposition kann es zwar noch verändern, doch mit dem heftigen Gestrampel der letzten Wochen ist es nun vorbei. 

Es reagiert mittlerweile immer sensibler auf Reize von aussen. Umso mehr wird es sich freuen, wenn Sie es durch die Bauchdecke hindurch streicheln. 

Tipp: Wie soll Ihr Baby heissen?

Vielleicht wissen Sie schon, ob Sie ein Mädchen oder einen Knaben erwarten und haben auch schon Ihren Lieblingsnamen ausgesucht. Falls das nicht der Fall ist, haben Sie noch die letzten Wochen bis zur Geburt, um sich den schönsten Namen für Ihren Sohn oder Ihre Tochter auszusuchen und beim Zivilstandesamt zu melden. 

Die Suche nach dem schönsten Babynamen bereitet beiden Partnern meist grosse Freude, führt aber auch zu langen Diskussionen. Auch die halbe Verwandtschaft und Ihr Freundeskreis haben sicher so manche Vorschläge parat. Lassen Sie sich nicht zu sehr von aussen beeinflussen: Die Namenswahl ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, denn der Vorname begleitet Ihr Kind sein ganzes Leben lang und sollte deshalb sorgfältig gewählt werden. 

Namenlexika können helfen, Rückschlüsse zu Ursprung und Bedeutung der Namen zu erhalten. So können Sie Ihrem Baby mit seinem Namen auch einen bestimmten Wunsch oder eine Eigenschaft mit auf den Weg geben. Achten Sie ausserdem darauf, dass Vor- und Nachname zueinander passen. 

Wenn Sie sich bei der Geburt von dem Geschlecht Ihres Babys überraschen lassen wollen, suchen Sie jeweils einen weiblichen und männlichen Vornamen aus. Manche Eltern lassen sich auch erst durch ihr Baby inspirieren und warten mit der Namenswahl, bis sie ihr Kind endlich in den Armen halten können.

Das Bundesamt für Statistik liefert interessante Informationen rund um die Vornamenvergabe in der Schweiz: www.bfs.admin.ch

Weitere Vorschläge finden Sie auch unter: www.vorname.com

Wenn Ihr Baby schon mit dem Kopf nach unten liegt, spüren sie seine kräftigen Fusstritte jetzt besonders in Ihrem Zwerchfell, was Ihnen die Luft nehmen kann. 

Durch viele kleinere Beschwerden, wie Kurzatmigkeit, Sodbrennen, Schlaflosigkeit, Schmerzen, durch überdehnte Bänder oder schwere Beine wird die Schwangerschaft immer beschwerlicher. Das wachsende Gewicht belastet zunehmend Ihren Rücken und Ihr Becken. Treppen steigen oder leichte Lasten tragen fallen Ihnen daher vermutlich immer schwerer. Die Angst vor der Geburt weicht deshalb langsam der Ungeduld, diese Phase endlich geschafft zu haben.

Tipp: Bequeme und hilfreiche (Schlaf-) Positionen mit grossem Babybauch

Wenn die Schwangerschaft jetzt langsam beschwerlich für Sie wird, weil der wachsende Bauch den Rücken belastet und sein Gewicht auf Ihre Blase drückt, dann versuchen Sie Folgendes:

Legen Sie sich auf die Seite, das untere Bein ausgestreckt und das obere Bein angewinkelt. Unter das obere Bein können Sie ein Stillkissen oder Seitenschläferkissen legen. Diese Position kann helfen, das Gewicht besser zu verteilen und die Blutzirkulation zu verbessern, was Sie auch besser schlafen lässt. Sie können auch mit einem kleinen Kissen unter dem Bauch, einem im Rücken und einem zwischen den Beinen schlafen. 

Ebenso können Wärmflaschen für Entspannung und Linderung sorgen. Flach auf dem Rücken sollten Sie jetzt nicht mehr liegen – nicht nur, weil Ihnen das möglicherweise ohnehin unangenehm ist. Sondern weil es auch nicht ganz ungefährlich sein kann: Ihr Bauch drückt jetzt verstärkt auf die untere Hohlvene, durch die das Blut aus den unteren Körperregionen zurück zum Herzen fliesst. Das kann Kreislaufstörungen auslösen.

Trainieren Sie für die Geburt: Damm-Übungen und Damm-Massage

Der Damm ist der wichtigste Teil des Beckenbodens. Hier laufen zahlreiche Muskeln zusammen, die in der Schwangerschaft stark beansprucht werden und während des Geburtsvorgangs auf eine harte Probe gestellt werden. 

Mit ein paar simplen Übungen können Sie diese wichtige Körperzone kräftigen und besser auf die Rückbildungsgymnastik vorbereiten:

  • Stellen Sie sich aufrecht mit geradem Rücken hin
  • Halten Sie den unteren Bereich des Bauchs mit beiden Händen
  • Spannen Sie die Dammmuskeln an (so, als ob Sie den Harndrang unterdrückten, indem Sie die Schliessmuskeln in Ihrem Körper nach oben ziehen) und pressen Sie die Gesässmuskeln zusammen
  • Lassen Sie nach ein paar Sekunden locker und wiederholen Sie diese Übung 10 Mal

Hebammen empfehlen darüber hinaus in den letzten Wochen vor der Geburt mit regelmässigen Damm-Massagen anzufangen. Auch wenn nicht erwiesen ist, dass damit ein Dammschnitt verhindert werden kann, wird die Wahrscheinlichkeit für einen tiefen Dammriss dadurch deutlich reduziert.

Sammeln Sie wichtige Informationen zur Geburt und erstellen Sie einen Geburtsplan

Jetzt ist die Zeit gekommen, sich über die Details der Geburt zu informieren und eventuell einen Geburtsplan aufzustellen. Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Medikamente Sie während der Geburt bekommen möchten und welche nicht. Gerade bei Schmerzmitteln und Teilanästhetika (Teilnarkosemitteln) gibt es eine grosse Anzahl von Möglichkeiten, über die Sie zumindest Bescheid wissen sollten. Ihr Arzt oder Ihre Hebamme können Sie hier gut beraten. 

Auch im Geburtsvorbereitungskurs wird man Ihnen einen Überblick über die verschiedensten Methoden der natürlichen Schmerzerleichterung geben, wie z.B. Massage, Atem- und Entspannungsübungen sowie medizinische Möglichkeiten der Schmerzbekämpfung. Ein Geburtsplan ist ein wichtiger Anhaltspunkt für das Personal des von Ihnen ausgewählten Geburtsortes. Er enthält alle wichtigen Punkte und Vorstellungen, die Sie sich für den Ablauf der Geburt und den eventuellen anschliessenden Aufenthalt wünschen. 

Ausdrücklich Unerwünschtes sollte ebenfalls in den Geburtsplan aufgenommen werden, wie etwa die Vermeidung eines Dammschnitts und der Geburtszange. Ausserdem gibt Ihnen diese Planung die Möglichkeit, sich aktiv mit dem Verlauf Ihrer Geburt vertraut zu machen. Es empfiehlt sich, den Inhalt einige Zeit vor der Geburt mit dem Klinikpersonal abzusprechen. Wenn es ernst wird, sollte der Geburtsplan griffbereit im Klinikkoffer liegen und auch Ihr Begleiter sollte Zugriff darauf haben.

Aber: Seien Sie sich darüber im Klaren, dass es immer zu Situationen kommen kann, in denen sich Hebamme, Ärzte und andere Geburtshelfer zu Ihrem und dem Wohl Ihres Kindes nicht nach Ihrem Plan richten können, und dass der Plan keine rechtliche Grundlage darstellt.

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