Schwangerschaft

13. Schwangerschaftswoche (SSW 13)

Nützliche Informationen

In dieser Woche funktioniert der Saugreflex Ihres Babys bereits, den es beim Daumenlutschen nun fleissig trainiert. Erfahren Sie mehr über die Entwicklung Ihres Kindes in der 13. Schwangerschaftswoche.

Ihr Baby wächst jetzt stark in die Länge. Sein Körper ist noch winzig, aber zu diesem Zeitpunkt bereits fertig ausgeformt. Finger und Zehen haben sich getrennt und sind jetzt gut zu erkennen. Auch sein Saugreflex funktioniert bereits, den er beim Daumenlutschen nun fleissig trainiert.

Das knorpelige Skelett wird nach und nach durch stabilere, kleine Knochen ersetzt. Der Schädel besteht bereits aus grossen, gewölbten Knochen, die jedoch noch nicht miteinander verwachsen sind.

Tipp: Ihr Baby schöpft aus Ihren Kalziumvorräten - auf was Sie achten sollten

Für einen gesunden Knochenaufbau benötigt Ihr Baby während der Schwangerschaft viel Kalzium. Vor allem im Laufe der letzten drei Monate schöpft es aus Ihren Kalziumreserven, um sein Knochengerüst immer stärker auszubilden. Nehmen Sie deshalb vermehrt leichte Milchprodukte zu sich. Die Hauptlieferanten für Kalzium sind Milch, Käse und Joghurt. Wobei Leicht- oder Magermilch ebenso viel Kalzium wie herkömmliche Vollmilch enthalten.

Ernährungstipp: Es wird empfohlen, täglich zwei bis drei Portionen kalziumreiche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen: zum Beispiel ein Glas Milch zum Frühstück, einen Joghurt zum zweiten Frühstück und einen Milchshake im Laufe des Tages.

Frauen, die keine Milchprodukte essen, müssen für eine ausreichende Kalziumzufuhr aus anderen Quellen sorgen. Denn Achtung: Bei einem Kalziummangel besteht die Gefahr, dass Ihr Baby es Ihren Zähnen entzieht, was zu Zahnausfall führen kann. Oder auf Ihre Knochen zurückgreift, sodass sich für Sie das Risiko besteht, später in Ihrem Leben unter Knochenproblemen zu leiden.

Fragen Sie auch Ihren Arzt um Rat, falls Sie befürchten, nicht genügend Kalzium zu sich zu nehmen.

Buchtipp:

«Meine Schwangerschaft Woche für Woche»: Medizinischer Hintergrund und praktischer Rat.

Von Lesley Regan. DK 2011.

Jetzt beginnt die Zeit, in der Sie sich wahrscheinlich am wohlsten fühlen. Die Beschwerden der ersten drei Monaten verschwinden langsam und Ihr Babybauch ist noch kaum zu sehen.

Die Plazenta gewährleistet ab jetzt den gesamten Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen zwischen Ihnen und Ihrem Kind und produziert nun auch eigene Hormone, die Ihren Körper auf die Geburt vorbereiten.

Spüren Sie vielleicht auch kleine kugelartige Verhärtungen in den Brüsten? Keine Sorge, das sind nur die Brustdrüsen und Milchgänge, die sich verändern. Es kann ebenso vorkommen, dass Ihre Brüste jetzt schon die so genannte Vormilch, eine durchsichtige, gelbliche Flüssigkeit, absondern.

Gut zu wissen: Die Vormilch

Die so genannte Vormilch, auch als Kolostrum bezeichnet, kann schon früh in der Schwangerschaft abgesondert werden. Diese Flüssigkeit kann hell oder wässrig sein, oder auch gelb-orange, dickflüssig und klebrig.

Die Vormilch ernährt Ihr Baby in den ersten Tagen nach der Geburt und ist besonders nahrhaft. Sie enthält Bestandteile, die für das Immunsystem Ihres Kindes essentiell sind. Wenige Tage später wird sie durch die richtige Muttermilch ersetzt. Ob Sie jetzt schon Vormilch produzieren oder nicht, sagt nichts darüber aus, ob Sie später ausreichend Muttermilch haben werden.

Mögliche Komplikationen während der Vorsorgeuntersuchungen abklären

Leider sind nicht alle Schwangerschaften unkompliziert. Während Ihren Vorsorgeuntersuchungen können diverse Komplikationen erkannt werden. Im Voraus bekannte Risiken gibt es bei einigen chronischen mütterlichen Erkrankungen wie z.B. bei Herz- und Nierenerkrankungen oder Allergien.

Andere Komplikationen treten erst während der Schwangerschaft auf, z.B. Blutungen, Plazenta praevia (tiefliegende Plazenta), Muttermundschwäche, Präeklampsie (schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck), Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes), die durch die Mehrbelastung der Bauchspeicheldrüse entstehen kann oder vorzeitige Wehen.

Auf alle diese Probleme und noch viel mehr wird bei der Vorsorgeuntersuchung geachtet, und nötigenfalls werden Sie an einen Spezialisten überwiesen. So wird sichergestellt, dass Ihre Schwangerschaft so gut wie möglich betreut wird!

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