Schwanger werden

Mit Ovulationstests einfacher schwanger werden

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0-3 Jahre Baby

Lässt das Wunschkind auf sich warten? Ein Ovulationstest hilft Frauen, ihre fruchtbaren Tage zu ermitteln und schneller schwanger zu werden.

Ein romantisches Diner bei Kerzenlicht, entspannte Musik und danach ein Baby machen? Ein Ovulationstest ist ein hilfreiches Mittel, damit Paare den idealen Zeitpunkt kennen, um eine Familie zu gründen oder sie zu vergrössern. Der Test reagiert auf den Anstieg des Luteinisierenden Hormons (LH) im Urin der Frau und zeigt so den Zeitpunkt des monatlichen Eisprungs (Ovulation) und die fruchtbaren Tage an. Doch halten diese Tests, was sie versprechen? Es gibt Studien, die einen Anstieg der Schwangerschaften bestätigen, andere attestieren dem Ovulationstest gar eine hohe Zuverlässigkeit. Das Gute an dieser Methode: Sie ist natürlich und kann einfach und überall angewendet werden. Wie diese Tests funktionieren, wie lange die Fruchtbarkeit gegeben ist und woran es liegen kann, wenn stets «negative Werte» angezeigt werden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Natürliche Familienplanung dank Ovulationstest

Das Prinzip des Tests

Dieses Produkt ist aktuell nicht verfügbar

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Während des Eisprungs steigt der Hormonspiegel der Frau, und sie befindet sich für kurze Zeit in der fruchtbaren Phase. Mit Hilfe von Antikörpern kann der Ovulationstest das Luteinisierende Hormon (LH) im Urin sichtbar machen. Ist die Konzentration von LH tief, reagiert der Teststreifen «negativ», steigt die Konzentration von LH sprunghaft an, wechselt er auf «positiv». Oder anders formuliert: Zeit fürs Babymachen!
Allerdings variiert der Hormonspiegel von Frau zu Frau. Funktioniert der Ovulationstest, bewegen sich die LH-Werte in folgenden Bereichen:

 

  • Nach der Menstruation (Follikelphase): LH-Wert = 2–6 U/l, Eisprung = negativ
  • Rund um den Eisprung (Ovulationsphase): LH-Wert = 6–20 U/l, Eisprung = positiv
  • Nach dem Eisprung (Lutealphase): LH-Wert = 3–8 U/l, Eisprung = negativ


(Die Höhe des Luteinisierenden Hormons wird in Units pro Liter [U/l] angegeben.)

Einfache Anwendung des Ovulationstests

So gehts: Den Streifen kurz in den Urin halten und nach fünf bis zehn Minuten verfärbt sich die Anzeige. Die fruchtbare Phase wird in der Regel mit zwei Strichen angezeigt, es gibt aber auch moderne Geräte mit einem Display.

Meist wird empfohlen, den Ovulationstest gleich nach dem Aufstehen zu machen. Falls Sie eine andere Tageszeit vorziehen, sollten Sie länger nicht zur Toilette gehen und nur zurückhaltend trinken, da sonst der Urin zu stark verdünnt wird, was zu Fehlinterpretationen führt. Zudem ist es wichtig, immer zur selben Uhrzeit zu testen. Wie genau das Produkt zu handhaben ist, steht auch in der jeweiligen Packungsbeilage. 

Der individuelle Zyklus

Es wäre mühsam und auch ziemlich kostspielig, wenn Sie jeden Tag einen Test durchführen müssten. Dies können Sie umgehen, indem Sie zuerst die Länge Ihres individuellen Zyklus und ein grösseres Zeitfenster für die fruchtbaren Tage ermitteln.

Gerechnet wird vom Einsetzen der Periode bis zum ersten Tag der nächsten Periode. Gehen wir von einem Intervall von 28 Tagen aus, findet der Eisprung etwa am 11. Tag nach Menstruationsbeginn statt. Allerdings sind Abweichungen im Zyklus recht häufig, zudem kann beispielsweise das Absetzen der Pille Unregelmässigkeiten auslösen, was die Berechnung erschwert. In diesem Fall empfiehlt es sich, vom kürzesten Zyklus auszugehen, um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Weitere Hinweise zum Ermitteln der fruchtbaren Tage finden Sie hier.

Der Ovulationstest zeigt immer nur «negativ» an

Die Erfahrungen mit diesen Tests sind im Allgemeinen sehr gut, doch was, wenn eine Frau immerzu nur mit einem «Negativ» konfrontiert wird? Eine mögliche Erklärung wäre, dass zwischen zwei Perioden für einmal kein Eisprung stattfindet. Dann heisst es Tee trinken, den nächsten Zyklus abwarten und es erneut versuchen.

Aber es gibt auch Frauen mit einem ausgeprägt schwachen Hormonanstieg, und gewisse Tests sind nicht in der Lage, diese minimale Veränderung zu erfassen. Dann hilft ein sensitiveres Produkt. In der Apotheke gibt man Ihnen gerne Auskunft. Wenn der Test immer noch nicht anschlägt, ist ein Gang zum Frauenarzt oder zur Frauenärztin angezeigt. Dort wird der LH-Wert ermittelt und untersucht, weshalb es mit dem Ovulationstest nicht klappt. Eine Ursache könnte eine Unterfunktion der Eierstöcke sein.

Gute Nachricht: Der Test reagiert «positiv» 

Wenn der Test sein positives Signal sendet, heisst es: schnell die Kerzen anzünden und Barry White auflegen. Denn die Zeit ist knapp. Sobald der LH-Wert in die Höhe schiesst, bedeutet dies, dass der Eisprung binnen 24 bis 36 Stunden stattfindet. Zudem muss die reife Zelle – nachdem sie den Eierstock verlassen hat – innerhalb eines Tages befruchtet werden. Insgesamt stehen die Zeichen während 24 bis 48 Stunden gut für die Zeugung des ersehnten Babys. 

Was kann ein solcher Test und was nicht? 

Der Umkehrschluss ist logisch: Wenn ein Test die fruchtbaren Tage anzeigen kann, warum sollte man ihn nicht auch als natürliches Mittel zur Verhütung nutzen können? Dagegen sprechen Zyklusschwankungen und Unsicherheiten bei den Tests. Nur bei Frauen, die keine hormonellen Verhütungsmittel vertragen, kann dieses Verfahren in Ergänzung zu anderen natürlichen Massnahmen zum Zug kommen. 

Ebenso ist der Ovulationstest kein probates Mittel, um eine Schwangerschaft nachzuweisen. Zwar reagiert der Teststreifen auch auf das dem LH ähnliche Schwangerschaftshormon hCG, doch gerade deshalb kann bestenfalls gerätselt werden, ob das Resultat hCG oder halt doch LH anzeigt. Dann doch lieber ein richtiger Schwangerschaftstest.

Und wenn sich dann tatsächlich Nachwuchs ankündigt, hält das Schwangerschafts- und Babyportal von Famigros viele Tipps und Informationen für werdende Mamis und baldige Papis bereit. 

Alles über die spannenden neun Monate