Schwangerschaft

Schwangerschaftstipps bei schmerzenden Füssen und Beinen

In der Schwangerschaft sind Füsse, Knöchel und Beine abends oft geschwollen, sie schmerzen und fühlen sich schwer und müde an. Tagsüber müssen sie viel leisten und haben deshalb besondere Pflege und Aufmerksamkeit verdient. Unsere Famigros-Tipps sorgen für wohltuende Entspannung und Linderung.

Viele Schwangere kennen das Problem: Die Füsse scheinen zu wachsen und breiter zu werden. Egal, ob elegante Stilettos oder bequeme Turnschuhe – kein Schuh passt mehr, und die Beine sind schwer wie Blei.

Wieso schmerzen Füsse und Beine in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft müssen die Gefässe viel mehr Blut transportieren, um die Gebärmutter und das Baby optimal zu versorgen. Zudem ist der Hormonhaushalt verändert: Dadurch wird das Gewebe weicher, die Venen weiten sich aus, und oft lagert sich Wasser ein. Und nicht zu vergessen: Beine und Füsse müssen gegen Ende der Schwangerschaft durchschnittlich 14 Kilo mehr tragen. Zur Entlastung sind praktische Lösungen gefragt.

Folgende Tipps helfen bei schmerzenden Füssen und Beinen:

Regelmässige Bewegung ist wichtig

Ob Spazieren, Schwimmen oder Schwangerschaftsyoga – Bewegung in der Schwangerschaft ist gesund und wichtig. Falls Sie berufsbedingt häufig sitzen, sollten Sie sich zwischendurch die Beine vertreten, um die Blutzirkulation anzuregen. Während des Sitzens können Sie mit den Füssen auf und ab wippen und die Fusssohlen dehnen. Achten Sie beim Sitzen auch darauf, dass Sie die Beine nicht übereinander schlagen und so die Durchblutung blockieren.

Tragen Sie bequeme Schuhe – oder gehen Sie barfuss

Dass hohe Absätze bei schmerzenden Füssen nicht ideal sind, ist klar. Achten Sie während der Schwangerschaft besonders darauf, dass Sie bequeme Schuhe tragen, die locker sitzen und ein gutes Fussbett haben. Eventuell lohnt es sich sogar, ein Paar Schuhe eine Nummer grösser zu kaufen. In Haus und Garten gehen Sie am besten barfuss – das regt die Durchblutung an.

Massage hilft bei schmerzenden Fusssohlen und schweren Beinen

Massieren Sie Ihre Beine stets von den Fussspitzen zum Herzen hin, zum Beispiel mit dem Frische-Gel aus Weinlaubextrakten oder einem anderen kühlenden Gel aus dem Migros-Fusspflegesortiment. Wirkstoffe wie Rosskastanien und Ringelblumen sind ebenfalls eine Wohltat für müde Beine. Bei Fusssohlenschmerzen empfiehlt sich ein Holzmassageroller oder ein Igelball: Rollen Sie den Massageball einfach unter den Fusssohlen hin und her – die belebende Wirkung ist sofort spürbar.

Legen Sie die Füsse hoch – auch tagsüber

Ob im Berufsalltag oder zu Hause: Lagern Sie immer mal wieder die Füsse hoch, um die Gefässe zu entlasten. Und nachts schlafen Sie am besten so, dass Füsse und Beine höher liegen als das Becken. Legen Sie dazu beispielsweise einen Fusskeil, Kissen oder Decken unter oder auf die Matratze.

Heiss-kalte Wechselduschen

Wechselduschen helfen ebenfalls bei geschwollenen Füssen und Beinen und haben daneben zahlreiche weitere gesundheitsfördernde Effekte. Beginnen Sie immer mit der warmen bis heissen Anwendung, danach folgt die kalte. Brausen Sie zuerst den Fuss ab (also die Stelle, die am weitesten vom Herzen entfernt ist) und gehen Sie dann mit dem Duschkopf auf der Aussenseite des Beins hoch und auf der Innenseite wieder hinunter zum Fuss. Fangen Sie mit dem rechten Bein an. Ein Massagehandschuh oder eine Massagebrause unterstützen die Behandlung.

Kompressionsstrümpfe entlasten schmerzende Beine

Falls Ihre Beine stark geschwollen sind oder wenn Sie zu Krampfadern neigen, empfehlen Ärzte und Hebammen oft Kompressions- oder Stützstrümpfe. Auch wenn Sie bei der Arbeit lange stehen müssen oder eine längere Auto- oder Flugreise ansteht, können Kompressionsstrümpfe eine willkommene Entlastung bringen und Krampfadern oder einer Thrombose vorbeugen. Ziehen Sie die Strümpfe morgens vor dem Aufstehen an, solange die Beine noch nicht so stark angeschwollen sind. Gut zu wissen: Mit einem Rezept von Ihrem Arzt können Sie die Kompressionsstrümpfe über die Krankenkasse abrechnen, wobei diese allerdings Franchise und Selbstbehalt unterliegen.

Muskelkrämpfe in den Beinen: Magnesium hilft

Muskelkrämpfe in Waden und Oberschenkeln treten vor allem nachts auf. Meist liegt ein Nährstoffmangel zugrunde. Magnesium schafft Abhilfe: Es wirkt krampflösend und kann während der ganzen Schwangerschaft eingenommen werden.

Sind die Schmerzen in Füssen und Beinen sehr stark, sollten Sie zur Sicherheit Ihren Arzt verständigen – besonders dann, wenn Sie auch unter Bluthochdruck leiden. Es könnte sich um ein Anzeichen einer Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) handeln, die unbehandelt schwere Komplikationen für Mutter und Kind nach sich ziehen kann.

Foto: Getty Images

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