Babypflege

Babys und Sonne: So schützen Sie die Haut Ihres Kindes vor Sonnenbrand

Babyhaut reagiert sehr empfindlich auf UV-Strahlung. Deshalb sollte Ihr Baby im ersten Lebensjahr stets im Schatten bleiben und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

Nützliche Informationen

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Das Wichtigste in Kürze

  • Babys können schon nach wenigen Minuten an der Sonne einen Sonnenbrand bekommen. 
  • Achtung: Babyöl enthält keinen Lichtschutzfaktor und fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut.
  • Beim Kauf einer Sonnenbrille für Ihr Kind sollten Sie auf das CE-Siegel achten. Damit ist ein vollumfänglicher Augenschutz gewährleistet.

Für Kinder ist es wichtig und gesund, sich regelmässig im Freien bewegen zu können. Für den Knochenbau beispielsweise ist Vitamin D, das durch Sonnenlicht gebildet wird, unabdingbar. Doch beim alltäglichen Spaziergang an der frischen Luft lauert auch die Gefahr eines Sonnenbrandes. Die Haut Ihres Babys ist viel empfindlicher als Ihre eigene. Babyhaut ist um ein Vielfaches dünner und der natürliche Schutz vor Sonneneinstrahlung, die sogenannte Lichtschwiele, ist bei einem Kleinkind noch nicht voll entwickelt. Die Haut bildet also noch nicht genügend Pigmente, um sich zu schützen.

Kinder halten sich viel mehr im Freien auf als Erwachsene und nehmen im Lauf ihrer Kindheit bis zu 80 Prozent der gesamten Sonnenbestrahlung ihres Lebens auf. Dabei beträgt die sogenannte Eigenschutzzeit der Babyhaut laut Kinderärzten nur etwa zwei bis sieben Minuten. Setzt man das Baby also nur schon zehn Minuten ungeschützt der Sonne aus, könnte ein Sonnenbrand die Folge sein. Dieser ist für Kleinkinder jedoch so gefährlich wie eine Verbrennung, auf die sie sogar mit Fieber reagieren können. Deshalb, und weil die Sonne auch im Schatten noch mindestens die Hälfte ihrer Kraft hat, hilft nur ein vollumfänglicher Sonnenschutz, den Sie mit diesen Tipps gewährleisten:

Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne

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Gesund bleiben mit Sonnenschutz

  • Vermeiden Sie die Mittagshitze und gehen Sie, wenn möglich, in den kühlen Morgenstunden oder gegen Abend spazieren. Dies ist nebenbei bemerkt auch für Sie als Mutter oder Vater besser.
  • Schützen Sie den Kinderwagen mit einem Sonnensegel, oder einem Sonnenschirm. Achten Sie darauf, dass der Sonnenschirm über einen UV-Schutz verfügt. Herkömmliche Schirme lassen nämlich einen grossen Teil der UV-Strahlen durch.
  • Denken Sie auch an den Sonnenschutz am Autofenster.
  • Lassen Sie Ihr Baby wenn möglich einen Langarmbody und leichte, lange Hosen und unbedingt einen Sonnenhut tragen. Viele Kinder-Sonnenhüte gibt es auch mit Nackenschutz.
  • Tragen Sie im Freien immer Sonnencrème mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 und Mikropigmenten auf. Für Babys und Kleinkinder gibt es spezielle, gut verträgliche Produkte. Tragen Sie Sonnencreme immer rechtzeitig auf. Einige Sunblocker brauchen jeweils 30 Minuten, bis sie ihre Wirkung entfalten.
  • Seien Sie vorsichtig mit Babyöl, es fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut.
  • Nach dem Planschen im Freien sollten Sie Ihr Kind immer sofort abtrocknen und neu eincremen. Die Wassertröpfchen wirken wie Brennglas auf der Haut.

Die richtige Sonnencreme für zarte Babyhaut

Bei der Wahl der Sonnencreme gibt es zwei Möglichkeiten: Die mineralische (physikalische) Sonnencreme oder die chemische Variante. Die mineralische Creme bildet eine reflektierende Schicht auf der Haut, welche die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel zurückwirft. Sie wirkt auf der Oberfläche der Haut. Bei der chemischen Sonnencreme, die man auf der Haut nicht sieht, werden die UV-Strahlen in Wärmeenergie umgewandelt. Chemische Sonnencremes wirken erst nach rund einer Stunde, physikalische hingegen sofort. Dass mineralische Cremes nicht in die Haut einziehen, ist nicht unbedingt ein Nachteil: So sieht man nämlich, wo das Kind noch eingecremt werden muss. Bei richtiger Anwendung bieten beide Varianten einen guten Schutz gegen UV-Strahlen.

Was es bei Sonnenbrillen zu beachten gibt

Babyaugen sollten ebenfalls vor der Sonne geschützt werden, die Linsen sind noch nicht voll entwickelt und sehr empfindlich. Gerade deshalb sollten Sie beim Kauf einer Sonnenbrille darauf achten, dass sie einen möglichst hohen Schutz bietet. Eine gute Sonnenbrille mit garantiertem UV-Schutz ist ein Muss. Wählen Sie eine Kindersonnenbrille, welche die schädlichen Strahlen optimal filtert. Die Sonnenbrille sollte 99 Prozent der gefährlichen ultravioletten (UV) Strahlung abblocken. Über den Schutzfaktor und die Qualität einer Sonnenbrille informiert unter anderem das CE-Zeichen, das jede Sonnenbrille, die in Europa verkauft wird, tragen muss. Es befindet sich auf der Innenseite der Bügel und besagt, dass das Modell den EU-Standards entspricht. Von einer Sonnenbrille ohne CE-Zeichen sollten Sie besser absehen.

So gehen Sie bei einem Sonnenbrand vor

Wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Sonnenbrand kommt, hilft im ersten Moment vor allem eines: Kühlen! Gut geeignet für die Pflege der roten Haut sind kalte Umschläge mit Kamillen- oder Grüntee, Joghurt oder Quark. Auch Feuchtigkeitscremes oder Gels bringen den Heilungsprozess voran. Achten Sie darauf, dass diese Produkte für Kinder geeignet sind.  
Was Sie zudem beachten müssen: Bei einem Sonnenbrand verliert der Körper viel Flüssigkeit. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind viel trinkt.

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Foto: Getty Images 

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