Babyernährung

Von der Milch zum Brei: Umstieg auf Breikost

Marianna Botta Diener
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Marianne Botta Diener

Lebensmittelingenieurin

Sie ist ausserdem Mutter von acht Kindern und erfolgreiche Buchautorin.

Nützliche Informationen

Nach dem ersten Lebenshalbjahr reicht Milch allein nicht mehr aus, um den Kalorien- und Nährstoffbedarf des wachsenden Babys zu decken. So schaffen Eltern und Kind den Übergang zum Brei problemlos.

Tipps: Umstellung auf Babybrei

Zwischen dem 5. und 7. Monat beginnen

Vor dem fünften Monat sollte das Baby keinen Brei erhalten, weil sein Verdauungs-, Immun- und Stoffwechselsystem noch nicht reif genug ist für «fremde» Nahrung. Spätestens im siebten Monat sollte jedoch mit dem Füttern des ersten Breis begonnen werden, da das wachsende Baby immer mehr Kalorien und Nährstoffe braucht und Milch allein nicht mehr ausreicht.

Nicht jedes Kind begreift gleich rasch, wie ein Brei gelöffelt und geschluckt wird. Wie in vielen Bereichen sind gewisse Kinder Früh-, andere Spätzünder. 

Vorsicht mit blähenden Speisen und Gewürzen

Im Idealfall gibt ein Baby irgendwann um den sechsten oder siebten Lebensmonat deutliche Signale, dass es bereit ist für den ersten Brei. Doch das Essen, das Erwachsene zu sich nehmen, bekommt ihm noch länger nicht. Vor allem schwer verdauliche und blähende Speisen, aber auch Gepökeltes und Geräuchertes wie Wurst oder Schinken sind tabu. Dasselbe gilt für Kochsalz, Streuwürze oder Bouillon.

Auch auf den Zusatz von Süssungsmitteln wie Zucker und Honig sollte verzichtet werden. Ohne Salz und Zucker empfinden Erwachsene den Babybrei als hochgradig fad. Ganz anders das Baby: es empfindet den Eigengeschmack der Lebensmittel als würzig und angenehm.

Eins nach dem Andern

Viele verschiedene Zutaten aufs Mal überfordern den kleinen Körper und steigern das Allergierisiko. Deshalb wird ein Lebensmittel nach dem andern im Abstand von ein paar Tagen eingeführt. So lässt sich leicht feststellen, wenn etwas nicht vertragen wird.

Und doch wird heute dazu geraten, das Baby schon im zweiten Lebenshalbjahr mit verschiedenen Geschmacksnoten aus Milch, Fleisch, Fisch, Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Öl vertraut zu machen, denn der Geruchs- und Geschmackssinn gehören zu den am frühesten entwickelten Fähigkeiten. Was Kinder früh und regelmässig zu kosten bekommen, schmeckt ihnen später nachweislich besser.

Und Spätzünder?

Und wenn ein Baby mit sechs oder sieben Monaten partout keinen Brei essen will? Da kein gesundes Kind freiwillig verhungert, brauchen sich Eltern keine Sorgen zu machen. So lange ein Kind gestillt wird, erleidet es keinen Mangel.

Manche Babys bevorzugen «Fingerfood» wie Brotrinde, gekochte Kartoffel- und Rüeblistücke sowie gedünstete Apfelspalten, später auch Teigwaren und Bananenrädchen. Ab dem ersten Geburtstag dürfen sie sowieso am Familientisch mitessen.

So klappts mit dem ersten Brei:

  • Wenn der erste Löffel Muttermilch oder die bekannte Säuglingsmilch enthält, fällt das Kennenlernen des «Plastikdings» leichter.
  • Überlassen Sie das Übungsfeld dem Papi, denn häufig klappt der Übergang von der Brust zum Löffel besser, wenn er die erste Mahlzeit füttert.
  • Ein schmaler, weicher Plastiklöffel eignet sich am besten zum Füttern.
  • Wenn das Baby streikt, bleiben Sie möglichst ruhig und gelassen und versuchen es in ein paar Tagen wieder.
  • Nach dem Brei bekommt das Baby anfangs noch Mutter- oder Babymilch, bis es satt ist. Später mag es sich dann am Brei satt essen.

Rezepte

Foto: Getty Images

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