Babyernährung

Gemeinsam mit den Grossen essen: Was brauchen Babys am Tisch?

Marianna Botta Diener
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Marianne Botta Diener

Lebensmittelingenieurin

Sie ist ausserdem Mutter von acht Kindern und erfolgreiche Buchautorin.

Nützliche Informationen

Von der Milch über die Breikost zu den Menüs der Erwachsenen oder grösseren Geschwister: Sobald der Nachwuchs etwa ein Jahr alt ist, darf er am Familientisch mitessen. Wir zeigen Ihnen, was Babys am Tisch brauchen und worauf Sie achten sollten.

Mit skeptischem Blick betrachten die Kleinen die Speisen, das Besteck wird zum Musikinstrument und bei den ersten Essversuchen kommen die Finger genüsslich zum Einsatz. In einem Moment der Unaufmerksamkeit kann sogar der Kinderteller samt Inhalt auf dem Boden landen. Kleckern und Ausprobieren gehört bei Babys am Tisch dazu. Eltern tun deshalb gut daran, das Ganze mit einer ordentlichen Portion Gelassenheit anzugehen und die richtige Babyausstattung zu organisieren.

Tipps zur Ausstattung für Babys am Tisch

Im Hochstuhl auf Augenhöhe mit den Eltern

Im Alter von rund zwölf Monaten essen die meisten Babys erstmals am Tisch. Manche Babys wollen auch schon früher dabei sein, wenn die Grösseren essen und geben sich nicht mehr mit einem Platz in der Babywippe oder am Boden zufrieden. Im Hochstuhl nehmen die Kleinen auf Augenhöhe mit Mama, Papa und vielleicht auch grösseren Geschwistern an den gemeinsamen Mahlzeiten teil. Der Stuhl sollte sicher platziert sein und nicht rutschen. Steht er auf einem schönen Teppich oder edlen Parkettboden? Sie können ein Tuch oder eine Plastikdecke um die Beine des Hochstuhls legen. So fangen Sie einen Teil der Lebensmittel auf, die nicht im Teller oder im Mund landen. Ein Hochstuhl aus einfach zu reinigendem Material und mit verstellbaren Elementen ist besonders praktisch. Dank Anschnallgurt sitzt Ihr Baby sicher in der Höhe. Mit einem feuchten Putzlappen oder einem Allzwecktuch in Griffnähe sind Stuhl und Esstisch rasch gereinigt.

Praktischer Helfer in der Babyausstattung: das Lätzchen

Die Hände greifen in die Spaghetti voller Tomatensauce - und was eigentlich auf Löffel oder Gabel hätte liegen sollen, klebt jetzt am Baby. Zugegeben, wenn Kleinkinder am Tisch essen, gerne auch nach den eigenen Regeln, kann einiges danebengehen. Deshalb gehören Lätzchen in jede gute Babyausstattung. Besorgen Sie gleich mehrere davon, damit Sie immer eine Reserve zur Hand haben. Besonders praktisch sind Muldenlätzchen aus Plastik, bei denen die herunterfallenden Esswaren in einem Auffangbecken landen. Und für unterwegs eignen sich Einweglätzchen aus Papier besonders gut. 

Kindergeschirr und Kinderbesteck sind funktional

Funktionalität ist auch beim Kauf von Kindergeschirr und Kinderbesteck angesagt. Das ideale Kindergeschirr ist bruchfest, praktisch (auch zum Mitnehmen oder für ein Essen im Garten) und spülmaschinenfest. Informieren Sie sich, ob das Geschirr mikrowellentauglich ist. In Sachen Farbe und Design haben Sie die Wahl. Stellen Sie nach Lust und Laune bunte Teller und passende fröhliche Becher zusammen oder entscheiden Sie sich für ein komplettes Kindergeschirr-Set mit Teller, Schüssel, Tasse, Löffel und Gabel. Beim Besteck reichen anfangs Löffel und Gabel aus. Messer gibt’s für die Neulinge am Tisch noch nicht. Mama und Papa übernehmen das Zerkleinern von grösseren Speisen. Wenn der Nachwuchs älter wird, lernt er den Umgang mit Kinderbesteck.

Aus Kinderbecher oder Fläschchen trinken?

Es gibt keine fixe Regel, wann Ihr Kind aus dem Becher statt aus der Babyflasche trinken soll. Kinder ahmen gerne nach. Wenn der Nachwuchs wie die Grossen den Tee oder die Milch aus dem Becher trinken möchte, lassen Sie es Ihr Kind versuchen. Vielleicht braucht Ihr Baby ein bisschen Hilfe und vielleicht geht auch noch einiges daneben. Übung macht bekanntlich den Meister. Eine Schnabeltasse oder ein Trinklernbecher sind ideal für den Übergang von der Flasche zum eigenen Becher.

Essen mit Baby am Tisch: Was ist Ihnen wichtig?

Es braucht etwas Zeit, bis sich Eltern und Babys an die neue Esssituation gewöhnen. Geben Sie sich und dem Kleinen diese Zeit. Essen sollte zudem kein Zwang sein. Was ist Ihnen sonst noch wichtig: Gemütlichkeit, persönliche Gespräche, keine Ablenkung durch Fernseher oder Handy? Sie haben Vorbildfunktion. Kinder orientieren sich an dem, was Mama und Papa machen – auch bei den Tischsitten. Setzen Sie konsequent um, worauf Sie Wert legen. So machen Sie aus dem gemeinsamen Essen ein wiederkehrendes Ritual, auf das sich alle gemeinsam freuen können.

Rezepte

Foto: Getty Images

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