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Betreuungsformen - Ein zweites Zuhause

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Krippe, Tagesmutter, Nanny, Babysitter, Grosseltern oder eine Mischung davon? Manche berufstätige Eltern vertrauen eher auf Institutionen, andere ziehen familiäre Lösungen vor.

Liebevoll, zuverlässig und möglichst langfristig soll die familienergänzende Kinderbetreuung sein. Im Idealfall finden die Kinder verständige Bezugspersonen und knüpfen neue Freundschaften. 

Betreuungsformen für Ihr Kind

Krippe

Die Kinderkrippe oder Kita betreut Kinder ab wenigen Monaten bis Kindergarteneintritt. Sie ist professionell geleitet und mit Ausnahme von höchstens zwei Ferienwochen das ganze Jahr über geöffnet. Hier ist die Gruppe wichtig. Die Kinder lernen viel voneinander. Sie spielen, singen, basteln, essen und schlafen gemeinsam. Viele Krippen haben subventionierte Plätze (abhängig vom Einkommen.) Vor allem private Krippen bieten zudem Extras wie verlängerte Abholzeiten oder Zweisprachigkeit. Ohne Subventionen oder Geschwisterrabatt kostet ein Krippentag bis zu Fr. 140.- pro Kind.

Tagesmutter/Tagesfamilie

Neben der Krippe sind Tageseltern die wichtigste Betreuungsform. Tagesfamilien sind etwas familiärer als eine Krippe. Das kann besonders für Babys ein Vorteil sein. Die Betreuungszeiten können individuell abgestimmt werden. Eine Tagesmutter betreut ein bis maximal fünf Kinder, manchmal gemeinsam mit eigenen Kindern. In der Regel wird sie in einem Kurs auf ihre Aufgabe vorbereitet. Ausbildung, Vermittlung, Anstellungsvertrag, Versicherung - das übernimmt die lokale Tageseltern-Organisation. Sie vermittelt auch bei allfälligen Problemen. Die Kosten sind regional unterschiedlich und variieren zwischen 5 und 12 Franken pro Stunde und Kind. Für einkommensschwache Eltern gibt es meist Subventionen. Website Tagesfamilien Schweiz.

Nanny/private Hausangestellte

Sie kocht, spielt mit den Kindern und bringt sie wenn nötig zum Arzt: die professionelle Nanny. Besonders für berufstätige Eltern mit zwei und mehr Kindern kann eine Nanny die ideale Lösung sein. Allerdings ist «Nanny» oder «Kinderfrau» keine geschützte Berufsbezeichnung. Auch ohne Ausbildung in Kinderbetreuung kann man sich so nennen. Deshalb sollten Sie ein sorgfältiges Anstellungsgespräch führen und Diplome und Arbeitszeugnisse einsehen. Verschiedene Portale wie www.rockmybaby.ch vermitteln Nannys.

«Wir teilen uns eine Kinderfrau»: Lesen Sie mehr zum Thema auf www.migros-magazin.ch.

Babysitter

Babysitter kommen an einzelnen Tagen oder Abenden zum Einsatz. Neben Jugendlichen bieten auch Studentinnen und kinderliebende Erwachsene auf Vermittlungsportalen wie lilliput Babysitterdienste an. Der Stundenlohn für Babysitter über 18 Jahren beträgt je nach Ausbildung Fr. 15.- bis 32.-. Wichtig ist, dass Sozialversichungsbeiträge bezahlt werden und ab 8 Stunden pro Woche eine Unfallversicherung für private Hausangestellte abgeschlossen wird. 

Private Betreuung

Sehr viel Kinderbetreuung wird nach wie vor privat organisiert. Vor allem Grosseltern leisten da unschätzbare Hilfe. Auch mit Nachbarn und Freunden kann man sich gegenseitig beim Kinderhüten unterstützen. Wichtig sind verbindliche Abmachungen. Niemand sollte sich ausgenützt fühlen. Sobald die Betreuung regelmässig wird und eine Verpflichtung darstellt, muss man auch über eine Entschädigung sprechen. 

Foto: Getty Images

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