Weihnachten

Hurra, hurra, das Christkind ist da!

Nützliche Informationen

Gibt es das Christkind? Natürlich, sagen die kleinen Kinder. Sie freuen sich vor allem auf die Geschenke - und wollen vom Drumherum noch gar nicht viel wissen. Werden sie älter, können diese Rituale aber bald sehr schön und wichtig werden. Wie Sie Weihnachten kindergerecht gestalten können.

Ein Tannenbaum im Wohnzimmer. Die Häuser und Gärten strahlen in 1000-Watt-Lichterglanz. Schön angezogene Kinder, die friedlich um den Baum sitzen und Lieder singen. Geduldig warten sie auf die Ankunft des Christkindes. Es gibt keinen Streit um das grösste Geschenk. Und das Geschenkpapier wird selbstredend von den Kindern schön zusammengefaltet und ins Altpapier entsorgt.

So sieht das Ideal der Weihnachtsfeier aus - und bleibt in den meisten Fällen reines Wunschdenken. Die Kinder nämlich merken sehr wohl, dass alles anders ist an diesem Tag und verweigern deshalb oft ihre Kooperation. Wenn das Christkind dann endlich da ist, liegen die Nerven bei allen Beteiligten blank. Dabei braucht es nur wenig, um die Weihnachtsfeier kindgerecht - und das muss sie in den ersten Jahren sein - zu gestalten.

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Jedem Alter sein Ritual

«Die ersten Weihnachten mit kleinen Kindern im grossen Familienkreis waren gar nicht lustig», erzählt Jeannine Baumann. «Das Christkind hatte die Geschenke schon unter den Baum gelegt. Und die Grossen - allen voran die Grosseltern - verlangten, dass die Kinder mit dem Öffnen der Geschenke bis nach dem Essen warteten.» Die Kinder fanden das gar nicht lustig, und so drehten die Baumanns den Spiess die nächsten Jahre um: Erst Geschenke auspacken, dann essen.

Soweit ist Familie Müller noch nicht. «Die ersten Weihnachten mit unserem damals ein Monat alten Sohn feierten wir klassisch. Klar, wir waren damals eine junge Familie», sagt Ruedi Müller. Der Einmonatige verschlief den Abend; allein Fotos mit ihm in einem lustigen Samichlauskostüm zeugen davon, dass er dabei war. Die Geschenke packten Mami und Papi aus. Ein Jahr später waren die Müllers schlauer und wussten: Um 19 Uhr ist das Kleinkind sowieso todmüde. So durfte Janis schon am Morgen die Geschenke auspacken, was er mit Begeisterung tat. Einen Christbaum gab es in diesem Jahr nicht, weil Janis Eltern Angst davor hatten, dass ihr ungestümer Bub das Haus in Brand setzte. Und abends, als Janis um 19 Uhr schlafend im Bett lag, feierten die Müllers bei einem selbst gekochten Festmahl in Ruhe Weihnachten.

Gemeinsames Erlebnis

Bei Familie Zuber hat sich im Laufe der Jahre das Ritual eingeschlichen, dass Vater Zuber zusammen mit seinem älteren Sohn am Weihnachtsmorgen den Weihnachtsbaum kauft. Vater, Mutter und der Sohn schmücken zusammen den Baum und das Baby schaut aus der Babywippe zu. «Schon der grosse Bruder konnte stundenlang auf den Tannenbaum starren. Ich glaube, ein Baby merkt schon, dass dieser Baum speziell glitzert und glänzt», so Vater Zuber. Am späten Nachmittag werden die Geschenke unter den Baum gelegt, die ganze Familie singt ein paar Lieder - die die Kinder sich wünschen - und danach wird Raclette gegessen. Zu Bett gegangen wird um die gleiche Zeit wie immer - zwischen acht und neun Uhr. «Es ist trotz allem ein nervöser Tag für die Kinder. Und am Abend sind sie nudelfertig», sagt Mutter Zuber.

Kindergeschmäcker ändern sich

Was die Geschenke betrifft, so hat sich Jeannine Baumann angewöhnt, vor Weihnachten ein Mail an Verwandte, Gottis und Göttis mit den Bedürfnissen der Kinder zu schicken. «So verhindern wir, dass sie Dinge geschenkt bekommen, die sie nicht interessieren. Meine Tochter beispielsweise spielt nie mit Puppen, dafür liebt sie Rössli.» Für Babys, die noch nicht begreifen, was Weihnachten ist, empfiehlt sie, sich eine oder zwei Packungen Windeln, Kleider für die nächste Saison oder sonst etwas nützliches zu wünschen. «Das bringt am meisten und entlastet das elterliche Budget.»

Foto: Getty Images

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