Grillsaison

Tipps und Tricks zum Grillieren

Nützliche Informationen

Grillieren im Sommer ist für viele die schönste Hauptsache der Welt. Ob Feuermachen im Wald, Grillieren auf dem Balkon oder ganz speziell in einem Erdloch. Hauptsache es brutzelt und zischt und macht ordentlich Rauch.

Bald kommt die freundliche und warme Jahreszeit und das Leben spielt sich wieder mehrheitlich draussen im Freien ab. Da man jeden Tag essen muss und diese Tätigkeit sowieso für die meisten mit Genuss und Freude verbunden wird, gehört das Essen definitiv zum Wichtigsten im Leben. Noch schöner ist es in Gesellschaft zu essen. 

Während das Grillieren in manchen Kulturen zum Alltag gehört, wird es in unseren Breitengraden vor allem im Sommer immer beliebter und zunehmend mehr Menschen treffen sich zum grossen Gaumenschmaus.

Wir haben für Sie einige spannende und lehrreiche Tipps und Tricks rund ums Grillieren zusammengestellt.

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Mit der Familie in den Wald gehen, ein Feuer machen und feine Würste bräteln: Das ist der Inbegriff eines schönen Sommers! Aber nicht überall ist wildes Feuern erlaubt. Am sichersten ist die Benutzung von offiziellen Feuerstellen, die es in der Schweiz zuhauf gibt.

Es gibt kein generelles Feuerverbot in der Schweiz. Trotzdem dürfen Kantone und Gemeinden das Picknick-Feuer an einem beliebigen Platz verbieten, wenn es sich zum Beispiel um ein Naturschutzgebiet handelt.

Viele Gemeinden stellen Feuerstellen zur Verfügung. Sollte in einem Gebiet Waldbrandgefahr herrschen, ist das Feuermachen selbstverständlich untersagt. Es empfiehlt sich daher, sich vorher auf der Internetseite des Bundesamtes für Umwelt über die aktuelle Lage zu informieren.

Sicherheitsvorkehrungen:

Auf Rasenflächen nur hochbeinige Grills mit mindestens 30 cm Abstand zum Boden verwenden. Die Asche muss man vor dem Entsorgen immer gut auskühlen lassen oder mit Wasser löschen. Und lassen Sie den Grill nie unbeaufsichtigt!

Wie macht man ein «richtiges» Feuer?

  • Suchen Sie sich zuerst einen geeigneten Platz.
  • Ein Feuerzeug oder Streichhölzer gehören zur Grundausrüstung, ausser Sie sind so abenteuerlustig und geduldig, dass Sie das Anfeuern mit Zunder oder Holzstaub versuchen wollen.
  • Auf Kleinholz kann man nicht verzichten. Besonders eignen sich ganz dünne, abgestorbene Zweige. Das beste und trockenste Holz findet man eher an Bäumen und Büschen als am Boden. Auch trockenes Gras und in Streifen geschnittene trockene Baumrinde leisten gute Dienste.
  • Fegen Sie den Boden rund um die vorgesehene Feuerstelle vor allem bei sehr trockenem Wetter frei, so dass keine Blätter oder Äste Feuer fangen können.
  • Bei nassem Boden ist es von Vorteil, wenn man einen Untergrund durch nebeneinander gelegte, dicke Äste herrichtet.
  • Hat man genügend Holz mit unterschiedlicher Dicke gesammelt, kann's mit dem Feurmachen richtig losgehen. Dabei beginnt man, wenn vorhanden, mit einem zerknüllten Papier oder trockenen, kleinen Ästchen. Sobald es brennt können Sie das Anfeuerholz kegelförmig hinzufügen bis das Feuer eine genügende Grösse erreicht.
  • Bei nassen Verhältnissen kann man feuchtes oder nasses Brennmaterial rund ums Feuer legen, damit es trocknet.
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Beim Grillieren auf dem Balkon stellt sich die grosse Frage, ob es überhaupt erlaubt ist. Die Unsicherheit ist gross, weil es am Ende nicht zuletzt auf den Einzelfall und den Vermieter ankommt. Was aber sicherlich viel Ärger erspart, ist, wenn die Rauchentwicklung auf dem Balkon in Grenzen gehalten oder gar vermieden werden kann.

Grillieren ohne Rauch

Wenn Sie häufig grillieren und Sie sich nicht sicher sind, ob der beissende Rauch Ihre Nachbarn stört, laden Sie sie zum gemeinsamen Grillfest ein und bauen so mögliche Spannungen ab. 

Und wenn Sie die Bratwurst doch lieber nicht teilen wollen, gibt es mit dem Elektrogrill noch eine weitere Alternative, sich den Ärger mit den Nachbarn zu sparen. Auch wenn für manchen damit kein richtiges Grillgefühl aufkommen mag: Weil es bei Elektrogrills keine Rauchentwicklung gibt, ist das Grillieren auf dem Balkon problemlos möglich.

Ein grosses Sortiment an Grills und Zubehör finden Sie jetzt in Ihrer Do it + Garden Migros Filiale oder im Online-Shop.

Grillieren im Erdloch
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Wenn der Grill keinen Thrill mehr gibt: Wie wäre es mit einem Braten im Erdloch? Noch heute kochen viele Naturvölker ihre Speisen so.

Hier die Anleitung, wie man ein perfektes Garloch macht:

  1. Eine Grube ausheben, je nach Grösse des Grillguts.
  2. Die Grube muss tief genug sein, um das Heizmaterial, das Gargut und die Bedeckung aufzunehmen.
  3. Feuer machen und eine schöne Glut erzeugen. Die glühende Asche wird kompakt in die Grube gelegt, möglichst ohne Hitzeverlust.
  4. Das vorbereitete Gargut wird in einer Alufolie in die Grube gelegt und gänzlich mit glühender Asche belegt.
  5. Die Grube mit Erde zuschütten – je schneller, umso geringer der Wärmeverlust.

Tipp:

Die Garzeit beträgt fünf- bis sechsmal so lang wie im Backofen zu Hause. Darum viel Zeit einplanen, je nach Grillgut kann es mehrere Stunden dauern. Beispielsweise rechnet man bei einer Lammkeule von 1,2 Kilogramm mit einer Garzeit von ca. 90–120 Minuten. Bei einem Poulet (normal gross) beträgt die Garzeit ca. 120–180 Minuten. Schneller gehts, wenn man das Grillgut vor dem Einbuddeln verkleinert, also in mehrere Stücke schneidet.
 

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Wie kommt eine Glut gut?

  • Faustgrosse Zeitungspapierballen in den Grill legen.
  • Eine Lage Kleinholz und eine Lage Buchenholzkohle darüber.
  • Papier anzünden.
  • Nach einer Stunde: Glutbeet mit einer Grillschaufel sanft niederdrücken und grillieren.

Die richtige Temperatur

Wann ist die richtige Temperatur zum Grillieren? Geübte Grillmeister können es fühlen, in dem sie ihre Handfläche etwa 10 Zentimeter über den Rost halten und zu zählen beginnen: 21,22 … Wenn man jetzt die Hand wieder wegziehen muss, ist die Temperatur perfekt für Kurzgebratenes. Kann der Profi bis 24 zählen, dann ist die Zeit reif für grösseres Grillgut. Wenn man länger als bis 25 zählen kann, ist die Glut zu kalt zum Grillieren.

Glut braucht Luft

Keine Sorge: Sie erlischt nicht durch zu viel Luft. Wichtig ist darum die stete und konstante Luftzufuhr.

Glut-Gut

Kartoffeln, Schoggi-Bananen, Maiskolben, Zwiebeln: Alles kann in eine Alufolie gewickelt und direkt in der Glut zubereitet werden. Tolle Grill-Rezepte finden Sie zudem hier.

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Fotos: Getty Images

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