Interview mit der Aktionsbotschafterin Enie van de Meiklokjes

TV-Moderatorin Enie van de Meiklokjes reiste Ende Juni 2018 nach Kenia, um sich ein eigenes Bild von der Situation vor Ort zu machen. Im Interview erzählt sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

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Enie van de Meiklokjes ist in diesem Jahr Aktionsbotschafterin von Pampers für UNICEF. Von Oktober bis Dezember 2018 läuft die Initiative „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“* im Kampf gegen Tetanus bei Müttern und Neugeborenen. In diesem Zeitraum unterstützt Pampers UNICEF bei jedem Kauf einer Packung Pampers Windeln mit dem Gegenwert einer lebensrettenden Impfdosis gegen Tetanus. Gemeinsam wollen die beiden Partner dazu beitragen, Tetanus als Todesursache bei Müttern und Neugeborenen zu besiegen. Famigros unterstützt die Umsetzung dieses Programms bei der Migros und verdoppelt die Spende auf den Gegenwert von zwei Tetanus-Impfdosen. 
 

In Ihrer Rolle als Aktionsbotschafterin der Initiative von Pampers für UNICEF „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“* sind Sie diesen Sommer nach Kenia gereist. Mit welchen Erwartungen sind Sie dort gelandet?
Für mich war es die erste Reise nach Afrika, daher war ich sehr gespannt auf das, was mich erwartet. Gleichzeitig hatte ich auch ein bisschen Respekt, denn die Lebensbedingungen in Afrika sind ganz anders als bei uns in Europa. Nach der Ankunft in Kenia haben sich meine Sorgen allerdings schnell verflüchtigt. Das lag besonders an dem sehr offenen und warmherzigen Empfang der Kenianer.

Was genau ist der Hintergrund der Initiative von Pampers für UNICEF?
Die Initiative der beiden Partner setzt sich bereits im dreizehnten Jahr für die Eliminierung** von Tetanus bei Müttern und Neugeborenen ein. Gerade in Ländern, in denen Geburten zu Hause unter unhygienischen Bedingungen stattfinden, ist das Risiko, sich mit Tetanus zu infizieren, für Mütter und ihre Babys sehr hoch. Beim Durchtrennen der Nabelschnur mit einem nicht sterilen Gegenstand, zum Beispiel einem Messer, können Tetanussporen in den Blutkreislauf des Babys gelangen. In Folge der Tetanusinfektion kommt es zu Krämpfen, die letztendlich zum Erstickungstod führen. Um schwangere Frauen und ihre Babys vor Tetanus zu schützen, genügen zwei Impfungen im Verlauf der Schwangerschaft, damit der sogenannte „Nestschutz“ auf das Neugeborene übertragen wird. An dieser Stelle setzt Pampers für UNICEF an: Die Initiative trägt dazu bei, dass UNICEF noch mehr Impfstoff e anschaffen, transportieren und an Frauen verteilen kann. Gleichzeitig richtet UNICEF Programme ein, um Helfer auszubilden, die die Bevölkerung über die Gefahren der Krankheit informieren.

Was bedeutet es für Sie, Aktionsbotschafterin von Pampers für UNICEF zu sein? 
Meine Rolle als Aktionsbotschafterin liegt mir als Neu-Mama besonders am Herzen, denn ich habe auch zwei kleine Babys zu Hause und kann nachvollziehen, dass jede Mutter für ihr Baby alles tut, und möchte, dass es gesund aufwächst. Ich finde es grossartig, hier helfen zu können und Mütter weltweit zu unterstützen. Das Schöne bei der Initiative „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“* ist, dass es so einfach ist, mitzumachen: Durch jeden Kauf einer Packung Pampers Windeln wird der Gegenwert einer lebensrettenden Impfdosis gegen Tetanus bereitgestellt und anderen Kindern ein gesunder Start ins Leben ermöglicht. Ausserdem konnte ich auf meiner Reise nach Kenia erleben, wie wichtig es ist, Menschen in anderen Ländern zu helfen. Denn es gibt noch unheimlich viel zu tun: In 14 Ländern*** sind immer noch über 48 Millionen Frauen und ihre Neugeborenen**** von Tetanus bedroht.

Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in Kenia, und wie läuft die medizinische Versorgung ab?
Auf meiner Reise konnte ich die Kontraste Kenias kennenlernen. Die dortige Bevölkerung in den Städten muss täglich mit ganz anderen Herausforderungen kämpfen als die Menschen auf dem Land. Gemeinsam mit UNICEF haben wir den Slum „Moto Moto“ am Stadtrand Nairobis besucht. Dort haben wir Frauen getroff en, die unter sehr einfachen Bedingungen leben, ohne Zugang zu fliessendem Wasser, Medizin oder die Möglichkeit, Müll zu entsorgen. Hier spürt man deutlich, dass die Menschen Unterstützung benötigen. Um die Menschen im Slum medizinisch zu versorgen, trägt die Initiative von Pampers für UNICEF mit dazu bei, ein Netzwerk aus freiwilligen Helfern aufzubauen. Diese Helfer suchen den direkten Austausch mit den Frauen im Slum und informieren sie über die Risiken der Krankheit Tetanus und vor allem darüber, wo die nächstgelegene Gesundheitsstation ist und wann Impfungen durchgeführt werden. Die freiwilligen Helfer sind ebenfalls im Einsatz, um die Bevölkerung in ländlichen Regionen über Tetanus aufzuklären. Es war toll zu sehen, mit welchem Einsatz die Helfer arbeiten und wie die Frauen sich durch die Gespräche für die Tetanusimpfung entscheiden. Allerdings ist die medizinische Infrastruktur auf dem Land unzureichend ausgebaut, und die Frauen müssen zu Fuss die nächstgelegene Gesundheitsstation aufsuchen. Es ist unfassbar, welche weiten Strecken sie dabei teilweise zurücklegen müssen, aber die Frauen nehmen den anstrengenden Weg in Kauf, um ihre Babys und sich selbst zu schützen.

Wie laufen die Impfungen in Kenia ab?
Das gesundheitliche Versorgungsnetzwerk besteht aus Krankenhäusern, Gesundheitsstationen und vor allem den vielen freiwilligen Helfern. Durch das Engagement der Helfer wissen die Frauen, wo sie ihre Impfung gegen Tetanus erhalten können. Ich konnte mehrere Gesundheitsstationen besuchen und erleben, wie bedeutungsvoll die Impfung für die Frauen ist. Auch die Ärzte vor Ort sind sehr stolz auf ihre Arbeit, weil sie wissen, wie wichtig die Vorsorge gegen Tetanus ist. Ein paar Frauen in der Gesundheitsstation waren vor der ersten Impfung etwas nervös. Sie wussten nicht, was auf sie zukommt. Als sie die Spritze erhielten, haben sie kurz gezuckt, aber direkt gemerkt, dass es gar nicht so schlimm war. Es war ein gutes Gefühl, bei den Impfungen dabei zu sein, denn je mehr Frauen sich impfen lassen, desto mehr verbreitet sich das Wissen über die Impfung auch unter anderen Kenianerinnen.

Welche Eindrücke, vor allem von den Menschen, nehmen Sie mit nach Hause?
Die Kenianer sind wahnsinnig freundlich und nehmen einen gerne in ihrer Mitte auf. Ein Erlebnis wird mir ganz besonders in Erinnerung bleiben: Wir besuchten ein Dorf am Rande des Masai Mara-  Naturschutzgebietes und wurden dort mit traditioneller Musik und einem Tanz begrüsst. Die Menschen dort waren so offen, dass man direkt animiert wurde, mitzumachen. So eine Gastfreundschaft zu erleben, war einfach grossartig. Gleichzeitig habe ich sehr starke Frauen getroffen, die unfassbar viel aushalten und weite und vor allem auch körperlich anstrengende Wege auf sich nehmen, um ihre Kinder zu schützen.

 

* Mit jedem Kauf einer Packung Pampers Windeln und jedem Aufruf des Aktionsvideos, der im Aktionszeitraum (01.10.18-31.12.18) über www.pampers.de, www.facebook.com/PampersDeutschland und http://www.youtube.com/user/PampersDeutschland geleistet wird, unterstützen Sie gemeinsam mit Pampers UNICEF, um Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter in Entwicklungsländern vor Tetanus zu schützen. Während einer Schwangerschaft sind nur zwei Impfungen erforderlich, um Mutter und Kind während der Geburt zu schützen. Mütter sind danach mindestens drei Jahre, Neugeborene die ersten zwei Monate ihres Lebens geschützt. Mit jedem Kauf einer Packung Pampers Windeln und jedem Aufruf des Aktionsvideos unterstützt Procter & Gamble UNICEF im Kampf gegen Tetanus bei Neugeborenen mit € 0,078 [bzw. 0,084 CHF]. Dieser Betrag entspricht z.B. den Kosten einer Tetanus-Impfdosis oder unterstützt ihre Verteilung. Weitere Informationen unter www.pampers.ch oder www.unicef.ch. Pampers unterstützt UNICEF. UNICEF bevorzugt keine Marken oder Produkte.

** Eliminieren bedeutet, die Fälle von Tetanus bei Neugeborenen auf weniger als einen Fall pro tausend Lebendgeburten in jeder Region eines
Landes zu reduzieren. Dies wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kontrolliert.

*** Afghanistan, Angola, Demokratische Republik Kongo, Guinea, Jemen, Mali, Nigeria, Pakistan, Papua-Neuguinea, Sudan, Südsudan, Somalia,
Tschad, Zentralafrikanische Republik

**** Basierend auf der Child Health Epidemiology Reference Group (CHERG) von WHO und UNICEF (Lancet, Dezember 2016)
 

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