Ernährungstipp

Richtig trinken an heissen Tagen

Marianna Botta Diener
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Marianna Botta Diener

ist diplomierte Lebensmittelingenieurin und Fachlehrerin ETH. Ausserdem ist sie Mutter von acht Kindern und erfolgreiche Buchautorin. Sie ist zudem regelmässige Ernährungsexpertin bei Vivai, dem kostenlosen Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

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Sommer Gesund Ernährung

Das Thermometer klettert auf über 30 Grad. Plötzlich fühlen sich alle schlapp. Ein Zeichen für Flüssigkeitsmangel. Wie trinkt man genug an heissen Tagen?

An heissen Sommertagen benötigt der Körper rasch einmal doppelt so viel Flüssigkeit wie normal. Heute gilt als gesichert, dass das Durstgefühl rechtzeitig vor einem Flüssigkeitsmangel warnt: wer also sofort trinkt, wenn sich Durst bemerkbar macht, liegt goldrichtig.

Die besten Getränke sind Wasser mit oder ohne Kohlensäure, ungezuckerte Tees und stark verdünnte Fruchtsäfte. Ungeeignet sind gezuckerte Getränke, weil sie viele Kalorien liefern und Karies verursachen können.  Was aber wenn Kinder nicht auf süsse Getränke verzichten wollen? Einerseits können Eltern in der richtigen Getränkewahl eine Vorbildfunktion einnehmen, ausserdem kann es hilfreich sein Säfte und Limonaden schrittweise immer weiter zu verdünnen. So gelingt es Kinder Schritt für Schritt an kalorienärmere und weniger süsse Getränke zu gewöhnen.

Interessante Alternativen sind mit Stevia gesüsste Getränke, welche diese Nachteile nicht aufweisen.

  • Von den Beduinen lernen: Ideal geeignet für heisse Sommertage sind lauwarme Tees. Denn je grösser der Unterschied zwischen Körpertemperatur und derjenigen des Getränks ist, desto mehr muss der Organismus leisten. Dadurch kann sich der Körper noch zusätzlich erhitzen. 
  • Öfter kleine Flüssigkeitsmengen trinken statt viel auf einmal, bis der Flüssigkeitsmangel ausgeglichen ist.
  • An heissen Tagen besonders viele wasserreiche Früchte und Gemüse wie Tomaten, Gurken, Melonen essen, sie helfen mit, den Wasserbedarf zu decken.
  • Gezuckerte Getränke nur in Ausnahmefällen und nur zum Essen, um den Appetit nicht unnötig anzuheizen.
  • Kalte Getränke fördern, im Gegensatz zu heissen, den Appetit. Wer zu Übergewicht neigt, sollte eher etwas Warmes trinken.

Diese einfachen Tricks sorgen an Hitzetagen zudem für wohtuende Abkühlung.

  • Kalte Füsse: einfach Einlegesohlen über Nacht in den Kühlschrank legen.
  • Erfrischungsspray selbstgemacht: Pfefferminztee aufkochen, abkühlen lassen, in Sprühflasche giessen.
  • Luftige Kleider tragen: am besten Leine oder Baumwolle.
  • Kühle Wärmeflasche: einfach kaltes statt heisses Wasser einfüllen. Lassen Sie 30 Sekunden lang kaltes Wasser über die Unterarme laufen.
  • Teebaumöl ins Shampoo geben: Ein paar Tropfen im Shampoo kühlen herrlich und pflegen die Kopfhaut, ohne zu fetten. Schöner Nebeneffekt: Es fördert den Haarwuchs.
  • Schlafzimmer abkühlen: einfach ein nasses Bettlaken vor das Schlafzimmerfenster hängen – so wird die Luft gekühlt.
  • Menthol tut wohl: ein paar Tropfen dieses ätherischen Öls auf Handgelenke, Kniekehlen und Schläfen geben.
  • In die Sauna gehen: Danach fühlen sich 40 °C angenehm kühl an.
  • Eiswürfelmassage: Wirkt Wunder, auch wenn es danach heiss werden kann.

Wenn Kinder nicht trinken wollen

Wer viel schwitzt, sollte, den Mineralstoffhaushalt mit etwas Salz auf Vordermann zu bringen. Dazu eignen sich kalte Suppen wie Gazpacho (spanische Tomatensuppe) und Vichyssoise (kalte Lauch-Kartoffel-Suppe) besonders gut. Sie sind Getränk und Mahlzeit zugleich und ideal für heisse Tage, an denen der Appetit klein ist.

Eiskalt oder lauwarm?

Übrigens verursachen kalte Getränke keine Bauchschmerzen. Richtig ist hingegen, dass manche Menschen nach dem Genuss eisgekühlter Getränke über Kopfschmerzen oder andere Schmerzen im Gesichtsbereich klagen. Dies kommt daher, dass Kälte die Schmerzleitung via Zähne anregt. In diesen Fällen ist es besser, lauwarme Getränke zu trinken.

Flüssigkeitsspendendes für heisse Tage

Foto: Getty Images

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