Ernährungstipp

Kindern ein gesundes Essverhalten vermitteln

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Gesund Ernährung

Jedes fünfte Kind in der Schweiz wiegt zu viel. Übergewichtige werden die überschüssigen Pfunde oft ein Leben lang nicht mehr los. Wir verraten, wie Eltern ihre Kinder an eine gesunde Ernährung gewöhnen können.

Jedes fünfte Kind im Alter von sechs bis zwölf Jahren ist in der Schweiz übergewichtig, Tendenz steigend. Von Übergewicht spricht man bei einem Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 25, von Adipositas (krankhafter Fettsucht) bei einem BMI von mehr als 30 (BMI = Gewicht in Kilogramm geteilt durch Grösse in Metern²). Hier geht's zum BMI-Rechner.
 
Ernährungsexperten verweisen darauf, dass Essgewohnheiten schon in jungen Jahren entstehen und dass man sie später nur noch schwer ändern kann. Entscheidende Vorbilder sollten eigentlich die Eltern sein. Fehlende Zeit und mangelndes Bewusstsein für die Vorzüge regelmässiger, abgwechslungsreich zusammengestellter (und im Idealfall selbst gekochter) Mahlzeiten hindert sie jedoch mitunter daran. Im Folgenden ein paar Tipps, wie Sie Ihre Kinder an ein gesundes Essverhalten und eine ausgewogene Ernährung gewöhnen können:

Richtige Ernährung – Tipps für Eltern

Abwechslung bieten

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Kindern nach dem Säuglingsalter eine abwechslungsreiche Mischkost, wie für Erwachsene. Für Wachstum und Leistungsfähigkeit ist eine ausgewogene Mischung aus Eiweiss, Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen, Mineralstoffen, Nahrungsfasern und Wasser wichtig.

Die Menge bestimmt das Kind selber

Gesunde Kinder kommen mit einem natürlichen Hunger- und Sättigungsgefühl auf die Welt, welches individuell ist. Dieses «Ur-Sättigungsgefühl» darf auf keinen Fall abtrainiert werden. Bei Kleinkindern bestimmen zwar die Eltern, was gegessen wird, aber die Kinder, wie viel sie essen.

Regelmässigkeit

Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder regelmässig Hauptmahlzeiten einnehmen und als Zwischenmahlzeit nicht nur Süsses und Fettiges, sondern auch Früchte und Gemüse essen.

Essen ohne Ablenkung

Die Kombination von Essen und Fernsehen sollte tabu sein, denn abgelenkt von der Flimmerkiste neigt der Mensch dazu, viel mehr zu essen, als er eigentlich benötigt, um satt zu sein.

Interesse am Essen wecken

Versuchen Sie wenn immer möglich, Ihre Kinder mit frischen Produkten, feinen Gerüchen und unterschiedlichen Geschmacksrichtungen neugierig zu machen, anstatt sie mit Fertignahrung aus der Tiefkühltruhe abzuspeisen. Für Kinder spielt es meist keine besondere Rolle, ob das, was sie essen, gesund und wertvoll ist. Umso wichtiger ist es, durch fantasievolles Kochen Interesse am Essen (und vielleicht auch am selber Kochen) zu wecken.

Süssgetränke nur ab und zu

Ab und zu mal ein Glas Cola bringt niemanden um, als Durstlöscher eignet sich die braune Zuckerbombe aber nicht. Wer eine Abwechslung zu Wasser wünscht, kann ungesüssten Früchte- oder Kräutertee oder verdünnten Fruchtsaft trinken.

Frühstück ist wichtig

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Kinder, die frühstücken, leistungsfähiger sind. Falls ein Kind morgens wirklich nichts essen kann, sollte es zumindest etwas trinken, zum Beispiel ein Glas Milch.

Es darf auch einmal Fast Food sein

Nicht jeder Bissen Pizza, Döner Kebap oder Cheeseburger führt zu Verfettung. Und nicht jeder Gesundheitsfanatiker lebt tatsächlich so gesund, wie er glaubt. Laut einer Studie essen hierzulande 30 Prozent der 15- bis 24-Jährigen mehrmals pro Woche Fast Food. Wenn Fast Food und Fertiggerichte nicht den Hauptbestandteil der Ernährung ausmachen, wenn Kinder den Unterschied zwischen monoton schmeckenden industriellen Nahrungsmitteln und selbst gekochtem Essen kennen lernen und regelmässig Sport treiben, sind auch gelegentliche Besuche bei Burger King und Subway nicht verboten.

Vorbild sein

Leben Sie diese Punkte auch aktiv mit Ihrem eigenen Essverhalten vor. Natürlich nicht zuletzt für Ihre eigene Gesundheit.

Foto: Getty Images

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