Ernährungstipp

«Das esse ich nicht»

Robert Sempach
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Robert Sempach

Dr. Robert Sempach ist Ernährungspsychologe und leitet den Club Minu sowie das Projekt Kebab+ beim Migros Kulturprozent. Er ist ausserdem Ernährungsexperte bei Vivai, dem kostenlosen Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

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Ernährung Gesund

Das Essen giftiger Nahrung stellte für die Menschheit stets eine grosse Gefahr dar. Die Skepsis der Kinder vor unbekannten Nahrungsmitteln ist daher als natürliches Überbleibsel zu betrachten. Wir verraten Ihnen einige Tipps, wie Ihr Kind trotzdem Freude am Probieren bekommt.

«Was gibt es zu essen?» ist oft die erste Frage, die Kinder stellen, wenn sie mittags oder abends nach Hause kommen. Ein Strahlen huscht über das kleine Gesicht, wenn Sie etwas gekocht haben, was die Kinder mögen. Die Mundwinkel können aber auch herunterfallen, wenn etwas auf dem Tisch steht, das sie nicht kennen oder nicht besonders gern haben.

Wir verraten Ihnen hier einige Tipps, wie Ihr Kind Freude an verschiedenen Gerichten bekommen kann:

Unsere Tipps

Probieren geht über Studieren

Lassen Sie Ihre Kinder von allen Speisen immer wieder kleine Portionen probieren. Kinder haben oft eine natürliche Abneigung gegenüber unbekannten Gerichten, doch wenn Sie Ihr Kind nicht probieren lassen, kann es sich auch nicht an einen neuen Geschmack gewöhnen. Studien haben gezeigt, dass ein Kind bis ca. 15 mal probiert haben muss, bis es sich an einen neuen Geschmack gewöhnt hat. 

Joker gewähren

Vielleicht gibt es zwei oder drei Nahrungsmittel, die Ihr Kind auch nach mehrmaligem Probieren kaum runterschlucken kann. Da kann es sinnvoll sein, ihm zwei oder drei Joker zu gewähren. Sie können mit ihm zusammen z.B. drei Gemüsesorten aufschreiben, die es nicht mehr essen muss. Dafür probiert es alle übrigen Gerichte. So können Sie sich und Ihren Kindern ellenlange Diskussionen über unbeliebte Speisen ersparen.

Die Lust am Essen wecken

Die Ablehnung unbekannter Speisen ist ein natürliches Phänomen. Lassen Sie sich deshalb nicht in einen zermürbenden Kampf verwickeln, sondern bringen Sie Ihre Kinder spielerisch auf den Geschmack.

Nicht beirren lassen

Sie bestimmen, was auf den Tisch kommt und Ihre Aufgabe ist es, eine ausgewogene Ernährung im Auge zu behalten. Mögen Ihre Kinder nichts essen, bieten Sie nicht gleich eine Alternative an. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, nur noch das zu kochen, was bei Ihrem Kind ankommt.

Foto: Getty Images

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