Medien

Tipps für Bildschirmzeit bei Kindern und Jugendlichen

Schule, Freizeit und der Austausch mit Freundinnen und Freunden: Aktuell verbringen Kinder einen Grossteil des Alltags online. Wie hält man die Bildschirmzeit dennoch im gesunden Rahmen?

Medien nutzen und konsumieren

Kinder und Jugendliche nutzen Bildschirme aufgrund von Lockdown und Homeschooling täglich noch länger als sonst. Sie arbeiten auf digitalen Plattformen für die Schule, recherchieren im Internet, schauen Lernvideos und tauschen sich mit ihren Schulkameraden und Lehrpersonen per Mail oder Videochat aus. Diese Tätigkeiten gehören hauptsächlich zum Bereich «Mediennutzung». Können sie entspannen, gamen sie, schauen TV und YouTube oder tummeln sich auf den sozialen Medien. Das alles fällt unter «Medienkonsum».

Bildschirmzeit ist also nicht gleich Bildschirmzeit. Manchmal sind Mediennutzung und -konsum nur einen Klick voneinander entfernt. Umso wichtiger, dass Eltern und Kinder jetzt neue Regeln festlegen. Es ist hilfreich, wenn Sie möglichst klar definieren, wann Schule im digitalen Klassenzimmer und wann Freizeit angesagt ist. Und Eltern müssen immer wieder hinschauen. 

Die Tipps stammen von

Daniel Betschart

Er ist Programmverantwortlicher Medienkompetenz bei Pro Juventute.

Text: Monica Müller

Nützliche Informationen

Die Tipps stammen von

Daniel Betschart

Er ist Programmverantwortlicher Medienkompetenz bei Pro Juventute.

Text: Monica Müller

Nützliche Informationen

Analoge Räume schaffen

Nebst der zeitlichen Trennung zwischen Nutzung und Konsum hilft auch eine räumliche, die Aktivitäten besser zu unterscheiden. So kann beispielsweise ausgemacht werden, dass Kinder zu vereinbarten Zeiten die Schularbeiten an ihrem Pult erledigen. Zum Gamen, YouTube-Schauen oder Chatten dürfen sie sich auf das Sofa im Wohnzimmer fläzen.

Manchen hilft es auch, ein Zimmer als gänzlich medienfrei zu erklären. In diesem Raum spielt die Familie Monopoly, liest Spick oder Bücher, löst Kreuzworträtsel oder malt. Wichtig ist, dass auch Eltern die Regeln leben und einhalten. Gilt ein striktes Smartphone-Verbot am Esstisch, dürfen natürlich auch Sie nicht aufstehen, wenn das Handy piept. Dabei helfen ebenfalls klare Abmachungen: Parkieren alle das Smartphone vor dem Essen in einer Handy-Garage, schafft das Klarheit und Verbindlichkeit.

Beziehungspflege unterstützen

Für Jugendliche sind die Beziehungen zu ihren Kolleginnen und Kollegen extrem wichtig. Mit ihnen möchten sie sich austauschen und abhängen. Weil physischer Kontakt unter Gleichaltrigen nur sehr eingeschränkt möglich ist, helfen Messenger und Plattformen wie WhatsApp, Snapchat, Instagram oder TikTok, um in Kontakt zu bleiben. 

Eltern sollten ihren Kindern in der jetzigen Situation erlauben, virtuell Zeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen zu verbringen. In Ausnahmezeiten dürfen andere Regeln gelten. Doch Begleitung ist wichtig. Väter und Mütter sollten immer wieder nachfragen, wie ihr Kind die Situation erlebt. Und mit ihnen über das Thema Persönlichkeitsschutz sprechen. Die Gespräche mit anderen Eltern können helfen und inspirieren.

Abwechslung einbauen

Arbeiten oder gamen Kinder an Computer oder iPad, dürfen Pausen nicht vergessen gehen. Spätestens nach 45 Minuten sollten sie den Kopf lüften. Überhaupt sind Abwechslung und Bewegung gerade jetzt von riesiger Bedeutung: ein Spaziergang, eine Partie Frisbee, ein Botengang oder eine Runde Joggen zwischendurch tun ebenso gut wie das Abtauchen in einem Hörspiel oder einem Buch.  

Foto: Getty Images

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