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Mit Kindern Pilze sammeln

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Zusammen Pilze sammeln ist ein Familienerlebnis, das den Kindern auch nach Jahren noch in Erinnerung bleibt. Wir zeigen Ihnen, wo Sie Pilze finden, was für tolle Gerichte Sie damit zaubern können und welche Arten Sie auf keinen Fall einsammeln dürfen.

Ein Sammler-Ausflug in den Wald ist ein toller Zeitvertrieb für die ganze Familie. Eltern und Kinder rüsten sich mit Weidenkörbchen aus und begeben sich in ein nahegelegenes Waldstück, wo dann nach Lust und Laune gesammelt wird. Von Pilzen über Kräuter, Blumen und Beeren wandert alles Mögliche in die Körbe, bevor dann später alles sorgfältig begutachtet und sortiert wird. 

Aus den Pilzen und Kräutern wird ein schmackhaftes Pilzgericht gekocht, die Blumen werden feinsäuberlich zu Sträussen zusammengebunden und von den Beeren nascht man beim Vorbeigehen. Und wer Glück hat, kann sogar das eine oder andere Eichhörnchen, Reh oder Häschen im Wald beobachten!

Pilze wachsen eigentlich über das ganze Jahr hinweg, im Spätsommer und Herbst werden Sie gewisse Pilze jedoch in grösseren Mengen finden.

Viele Pilze lieben schattigen Waldboden, feuchte Hänge oder Baumstümpfe, die einen idealen Nährboden bilden. Besonders in der Nähe von Fichtenbäumen lassen sich viele Pilzsorten finden. Ausserdem sollten Sie darauf achten, dass Sie Pilze sammeln gehen, solange der Boden noch etwas feucht und warm ist, da Pilze diese Kombination lieben.

Ausserdem sollten Sie einen Blick in die Pilzsammelbestimmungen der Schweiz werfen, da es kantonal verschiedene Mengenbegrenzungen, Vorschriften und Pilzsammel-Sperrzeiten gibt.

Beliebte und schmackhafte Pilze:

  • Gehen Sie immer mit waldtauglichen Kleidern aus dem Haus. Sprich lange Hose und langes Shirt, um sich vor Zecken und Pflanzen mit Stacheln zu schützen. Auch gutes Schuhwerk ist von Vorteil, da es bei einem Waldtrip über Stock und Stein geht.
  • Die Pilze sollten mit dem Sackmesser abgeschnitten und in einen luftdurchlässigen Behälter gelegt werden, z.B. in einen Weidenkorb.
  • Lassen Sie Ihre Kinder nie aus den Augen, da die giftigen Pilze meist eine besondere Anziehungskraft auf die Kleinen haben (Beispiel: der rote Fliegenpilz).
  • Pilze sollten nicht roh gegessen werden, da viele Sorten erst nach dem Kochen geniessbar sind. Auch sollten Sie darauf achten, dass Ihre Kinder die Finger nach dem Anfassen der Pilze nicht abschlecken, bevor Sie sicher sein können, dass Sie keine giftigen Pilze gesammelt haben.
  • Zeigen Sie Ihren Pilzfund immer einem Pilzkontrolleur einer amtlichen Kontrollstelle, um sicher zu gehen, dass keine giftigen Pilze darunter sind!

Bei der Pilzsuche besteht immer das Risiko, dass ein giftiger Pilz im Sammelkorb landet. Pilzvergiftungen verlaufen bei Kindern immer schwerwiegender als bei Erwachsenen. Daher muss sichergestellt werden, dass ja keine giftigen Pilze gesammelt werden.

Hilfreich können z.B. Pilzbestimmungsbücher sein, in denen jede Pilzart mit ihren Merkmalen genau aufgelistet ist. Weniger routinierten Pilzsammlern wird aber unbedingt empfohlen, eine Pilzkontrollstelle aufzusuchen, wo die Pilze von Experten genauestens unter die Lupe genommen werden.

Hier geht's zu den Kontrollstellen in Ihrer Nähe

Falls es trotzdem zu einem Vorfall kommen sollte und Ihr Kind über Übelkeit oder Bauchschmerzen klagt, muss umgehend die Notfallnummer 145 der Tox Info Suisse gewählt werden, welche Auskunft gibt bei Vergiftungsverdacht. Wenn die Symptome akut sind, sollten Sie direkt ins Krankenhaus fahren.

Die fünf giftigste Pilzarten

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