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Golf für Kinder: 10 Tipps der Expertin

Katja Berchtold
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Katja Berchtold

Teaching Pro, Golfpark Otelfingen

Nützliche Informationen

Was gilt es beim Golfspiel mit Kindern zu beachten? Expertin Katja Berchtold, Teaching Pro im Golfpark Otelfingen, im Gespräch mit der Famigros-Redaktion.

Beim Golf denken viele Laien an ein erholsames Hobby an der frischen Luft – für Erwachsene! Dass der Golfsport auch Kindern Spass macht und zudem verschiedenste Fähigkeiten wie Geschicklichkeit, Koordination und mentale Stärke fördert, erfahren Sie hier.

Frau Berchtold, ab welchem Alter ist ein Kind in der Lage, mehr oder weniger koordiniert Golf zu spielen?

Das beste Einstiegsalter ist zwischen 5 und 7 Jahren. Und Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren besitzen die größtmögliche Lernfähigkeit bezüglich koordinativer Fähigkeiten. 

Gilt es auch schon für Kinder, gewisse Etiketten und Kodexes einzuhalten?

Natürlich. Oberstes Gebot bei den Verhaltensregeln auf dem Golfplatz, der so genannten Etikette, ist die Sicherheit. Hier sind auch schon die Kinder gefordert. Ein fliegender Ball oder ein Golfschläger in Bewegung kann ernsthafte Verletzungen zur Folge haben. Auch lernen die Kinder schnell, sich höflich zu verhalten, zu grüßen und den Golfplatz mit Übungsgelände, genannt Driving Range, schonend zu behandeln.

Ist der Golfsport auch geeignet für energetische Kinder, die sich gerne austoben?

Klar, im Kinder- und Jugendtraining machen wir Spiele zum Aufwärmen, wie z.B. Staffelläufe oder Baseball.

Was umfasst das Kinderprogramm: Eher theoretische Übungen oder bereits Bälle versenken?

Wir bringen den Kindern und Jugendlichen alles rund ums Golfspiel bei. Dazu gehören langes Spiel, Pitchen, Chippen und Putten. Idealerweise jedes Thema in einer Spielform verpackt, dann macht es auch richtig Spaß.
Die Theorie, d.h. Regeln und Etikette, kann man am besten auf dem Golfplatz direkt lernen, da findet die Situation ja auch statt.

Gibt es in Golfparks spezielle Kinderparcours?

In den meisten Golfparks der Migros gibt es einen Kurzplatz, der mit SNAG-Golf bespielbar ist. SNAG steht für Starting New At Golf. Schläger kann man sich ausleihen und auch Erwachsene haben Spaß dabei. SNAG-Golf verwendet größere Schläger aus Plastik und größere, weichere Bälle und ist ab dem Alter von 3 Jahren möglich.

Was für Fähigkeiten werden mit dieser Sportart gefördert?

Golf ist koordinativ sehr anspruchsvoll. Nur Stabhochsprung ist diesbezüglich schwerer. Auch konditionelle Fähigkeiten werden gefördert, in erster Linie Grundlagenausdauer und Schnellkraft. Nicht zu vergessen ist der mentale Aspekt. Golf erfordert Konzentration und mentale Stärke.
Rücksichtsname, Höflichkeit und Teamgeist sind in diesem Sport von großer Bedeutung.

Was für Schuhe / Ausrüstung muss mitgebracht werden?

Es reichen am Anfang vollkommen Turnschuhe, Stoffhosen und Polo T-Shirt aus. Regenbekleidung wäre nicht schlecht, da Golf ein Outdoor Sport ist.

Was für Kinderkurse / Aktivitäten gibt es rund ums Jahr?

In den Golfparks der Migros gibt es Kinderkurse für jedes Alter. In der Reihenfolge Bronze, Silber und Gold können die  Abzeichen erworben werden. Mit dem goldenen Abzeichen hat man die Platzreife und kann auf dem richtigen Golfplatz spielen. Kinder und Jugendliche, die Mitglied in einem Golfclub sind, erhalten wöchentliche Jugendtrainings. Natürlich gibt es im Club Jugendmannschaften, Jugendturniere und Clubmeisterschaften.

Kann Golf bei jeder Witterung und rund ums Jahr gespielt werden?

Golf kann immer gespielt werden, außer bei Gewitter, dann ist es zu gefährlich. Im Winter sind die Plätze nicht immer geöffnet, da sie zu nass sind. Bälle abschlagen kann man immer, ab Matten, die teilweise auch unter Dach sind.

Mit was für Kosten ist zu rechnen, wenn Golf ein regelmässiges Hobby meines Kindes werden sollte?

Die Ausrüstung kostet je nach Alter zwischen 300 und 600 Franken, man kann aber alles auch ganz gut gebraucht kaufen. Je nach Mitgliedschaft und besuchten Kursen würde ich mit ungefähr 500 Franken pro Jahr rechnen.

Vorher schonmal üben – lustiger Stubengolf-Tipp der Famigros-Redaktion

Material:
 

  • Bunte Kartons
  • Leere Küchen- und WC-Papier-Rollen
  • Farbiges Papier und Leim
  • Je 1 Pingpongball pro Mitspieler
  • Breites Maler-Abdeckband
  • Filzstifte in verschiedenen Farben
  • Punkteliste
  • Plastik-Golfschläger (Hockeyschläger mit Socke übergezogen geht auch)

Schritt für Schritt:
 

  • Breite Streifen aus dem Karton schneiden und mit Zahlen beschriften.
  • Buntes Papier um die Kartonrollen kleben und diese mit Zahlen beschriften.
  • Die Kartonstreifen mit Abdeckband auf den Fussboden kleben.
  • Auch die Kartonrollen auf den abgeklebten Boden kleben. So entsteht ein kleiner Parcours – je mehr unterschiedliche Rollen, desto schwieriger.
  • Jeden Ball mit Filzstiften bemalen, um sie unterscheiden zu können.
  • Mit Abdeckband den Start- und Zielpunkt des Parcours markieren.

Los gehts:
 

Es braucht nur einen Schläger, da der Reihe nach gespielt wird. Jeder Mitspieler hat einen eigenen Pingpongball. Der erste Spieler legt seinen Ball am ersten Hindernis an die Startlinie und schlägt ihn mit dem Schläger so, dass er möglichst durch die Röhre geht. Die Anzahl der Schläge, die benötigt werden, damit der Ball durch das Hindernis geht, wird auf dem Zettel notiert – maximal fünf Schläge pro Hindernis. Der nächste Spieler ist an der Reihe etc. Wenn alle Spieler das Hindernis überwunden haben, geht es weiter zum nächsten. Wer es mit fünf Schlägen nicht schafft, bekommt fünf Strafpunkte. Der Spieler, der am Ende des Parcours die kleinste Punktzahl vorweisen kann, hat gewonnen.

Foto: Getty Images

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