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Das Kind auf dem Fahrradsitz und im Fahrradanhänger

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Kinder können auf dem Fahrradsitz oder im Fahrradanhänger mitgenommen werden. Es gibt jedoch Wichtiges zu beachten.

Immer mehr Mütter und Väter entdecken das Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Mal schnell zum Bäcker um die Ecke, ein kleiner Ausflug zum nahe gelegenen Spielplatz – alles kurze Wege, für die man das Auto stehen lassen kann oder keine öffentlichen Verkehrsmittel braucht, sondern den Nachwuchs im Fahrradsitz oder -anhänger mitnehmen kann. Wenn Kleinkinder in Fahrradkindersitzen oder Fahrradanhängern mitgeführt werden, gilt es, einige wichtige Hinweise zu beachten:

Hinweise zum Fahrradfahren mit Kindern

  • Kinderärzte, -ärztinnen empfehlen, Kinder erst ab dem vollendeten ersten Lebensjahr auf dem Velo mitzuführen. Erst ab diesem Zeitpunkt ist die Rückenmuskulatur so weit ausgeprägt, dass das Kind über einen gewissen Zeitraum hinweg stabil sitzen kann.
  • Unter den heute gängigen Transportmöglichkeiten ist die Verletzungsgefahr in einem guten Fahrradanhänger am geringsten. Im Vergleich zum Transport im Velokindersitz hat dieser bezüglich Sicherheit Vorteile, weil er bei einem Sturz des Lenkers, der Lenkerin nur in seltenen Fällen umkippt. Auch bei einem Zusammenstoss von vorne oder von der Seite ist das Kind im Anhänger besser geschützt.
  • Zu beachten ist, dass die Sicherheitsgurte fest sitzen und vom Kind nicht gelöst werden können. Es gibt auch spezielle Babyschalen für Fahrradanhänger.
  • Bei Fahrradkindersitzen ist die Befestigung hinter dem Fahrer oder der Fahrerin vorzuziehen. Bei einer Montage vor dem Fahrer, zwischen Lenkstange und Sattel oder gar vor der Lenkstange besteht die Gefahr, dass der Fahrer nicht nur in seinen Bewegungen und bei der Lenkung behindert wird, sondern bei einem Sturz zudem auf das Kind fällt. Wichtig ist auch, auf einen guten Fuss- und Beinschutz zu achten.
  • Bei offenen Sattelfedern besteht Quetschgefahr für Kinderhände; daher besser einen ungefederten Sattel verwenden.
  • Das Fahrrad mit dem Kind im Kindersitz immer gut festhalten und das Fahrrad nie angelehnt oder auf der Stütze stehen lassen. Eine kleine Bewegung des Kindes genügt – schon kippt das Fahrrad um!
  • Ganz wichtig – egal ob Kindersitz oder Anhänger – 85 Prozent der Kopfverletzungen bei Fahrradunfällen könnten durch das Tragen eines Helmes vermieden werden. Deshalb sollten Fahrradlenkerinnen und -lenker sowie das mitgeführte Kind unbedingt einen Helm tragen.
  • Nur Fahrradsitze und -anhänger kaufen, die den Empfehlungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) entsprechen. Am besten das eigene Kind zum Ausprobieren mitnehmen.

Foto: iStock

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