Freizeittipp

«Kleinkinder stürzen kopfvoran ins Wasser»

Bademeister Matthias Riederer
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Matthias Rieder

Matthias Rieder ist Betriebsleiter des Freibads Wollishofen und seit 14 Jahren als Bademeister tätig.

Nützliche Informationen

An heissen Sommertagen gibt es für viele Familien nur ein Ziel: Die Badi. Bademeister Matthias Rieder gibt Sicherheitstipps, damit beim Planschen im Freibad nichts schief geht.

Tipps für die Badi

Welche Sicherheitstipps haben Sie für Eltern in der Badi?

Eltern sollten ihre Kinder niemals alleine lassen und bei Kleinkindern immer in Griffnähe bleiben. Da deren Kopf im Vergleich zum restlichen Körper sehr gross ist, verlieren Kleinkinder schnell das Gleichgewicht und stürzen kopfvoran ins Wasser. Deshalb können sie auch nicht schreien und gehen lautlos unter. Speziell der See birgt viele unvorhersehbare Gefahren. So können innerhalb Sekunden grosse Wellen auftreten und kleine Kinder ins tiefere Wasser ziehen. Auch Schwimmhilfen sind mit Vorsicht zu benützen. Sie können kaputt gehen oder abfallen, wenn z.B. Schwimmflügelis nicht fest sitzen. Auch bei grösseren Kindern sollten Eltern wachsam sein, da Kinder leichtsinnig sind und sich tendenziell überschätzen. Einigen Eltern ist ausserdem nicht bewusst, dass sie im Freibad für die Sicherheit ihrer Kinder verantwortlich sind! Natürlich helfen wir ihnen dabei. Die Baderegeln der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG sollten beachtet und wenn möglich mit dem Kind besprochen werden.

Wo passieren die meisten Unfälle beim Baden mit Kindern?

In Ufernähe. Oft wird die Gefahr unterschätzt und die Aufmerksamkeit vernachlässigt. Eine Badi vermittelt allgemein eine «Urlaubs- Atmosphäre». Eltern sollten dies mit Vorsicht geniessen. Eine kleine Ablenkung am Smartphone kann böse Folgen haben. Deshalb: Geniessen Sie die Zeit mit Ihren Kindern in der Badi und begleiten Sie sie ins Wasser. Diese Zeit mit Ihnen wird Ihr Kind nie vergessen.

Eine ganz andere Frage: Was macht ein Bademeister eigentlich bei schlechtem Wetter?

Dann erledigen wir ausserordentliche Reinigungsarbeiten, die bei schönem Wetter unsere Badegäste stören würden. Auch trainieren wir bei schlechtem Wetter oder nach Betriebsschluss regelmässig Rettungsübungen. Wenn es der Betrieb zulässt, werden bei schlechter Witterung Überstunden kompensiert. Denn bei schönem Wetter dauert eine Schicht gut mal zwölf Stunden.

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